Springbock Antidorcas marsupialis


Springbock Antidorcas marsupialis
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Springbock

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Springbock
Fotos:
Ordnung: Artiodactyla (Paarhuftiere)
Familie: Bovidae (Antilopen, Rinder, Büffel, Bison, Ziegen und Schafe)
Gattung: Antidorcas (Springbock)
Art: Antidorcas marsupialis
Verbreitung: südliches Afrika
Grafisch dargestellt auf der Verbreitungskarte
Lebensraum: offenes Flachland, Savanne
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 150 cm
Widerristhöhe: 80 cm
Schwanzlänge (Männchen): 32 cm
Horn (Männchen): 36 cm
Gewicht (Männchen): bis 36 kg
Gewicht (Weibchen): bis 30 kg
Spitzengeschwindigkeit: 80 km/h
Fortpflanzung: Die Paarungszeit der Springböcke beginnt im Mai. Dann versammelt ein Bock einen Harem von 10 bis 30 Weibchen um sich. Rivalen werden sofort aus dem Brunftterritorium vertreiben. Der Revierinhaber bearbeitet Sträucher mit den Hörnern und setzt an verschiedenen Stellen Kot und Urin ab, um sein Territorium zu kennzeichnen. Darüber hinaus stellt er sich an gut sichtbaren Punkten zur Schau, um jeden möglichen Konkurrenten abzuschrecken. Nach einer Tragezeit von 167 – 171 Tagen bringt das Weibchen ein Junges zur Welt. Zwillingsgeburten sind äußerst selten. Der Nachwuchs kann bereits wenige Stunden nach der Geburt seiner Mutter folgen.

 

Springbock Springböcke ähneln stark den Gazellen. Ihr Fell ist an der Oberseite leuchtend gelbbraun. Die weiße Unterseite ist durch einen schwarzbaunen Flankenstreifen von der Oberseite abgesetzt. Von der Mitte des Rückens zur Schwanzwurzel hin verläuft eine beiderseitige Hautfalte, die auseinandergklappt werden kann. Beim Öffnen dieser Hautfalte wird ein breiter, weißer Rückenstreifen sichtbar. Hörner werden von beiden Geschlechtern getragen. Die Böcke verfügen dabei über die kräftigeren Kopfwaffen, welche geringelt sind und die Form einer Leier bilden.

Die Tiere leben in gemischten Herden, reinen Jungesellentrupps oder Haremsverbänden mit einem Bock und bis zu 30 Weibchen. Während der Regenzeit kommen Großherden mit mehreren Tausend Tieren zusammen. Springböcke sind, mit Ausnahme der heißen Mittagsstunden, zu jeder Tageszeit aktiv. Auf der Suche nach Gräsern, Kräutern oder dem Laub der spärlich vorkommenden Akazienbüsche ziehen sie durch die Savanne. Um auch höhere Zweige zu erreichen erheben sich Springböcke, ähnlich den Giraffengazellen, auf die Hinterbeine.

Ihren Namen haben die Springböcke von ihrer eigenwilligen Laufmethode. Auf der Flucht vor Feinden wie Geparde, Hyänen oder Hyänenhunden springen die Tiere während des Lauf immer wieder hoch in die Luft. Während des Sprungs lassen sie Kopf und Beine herabhängen, wölben den Rücken hoch und öffnen die Rückenfalte. Dadurch leuchted die weiße Innenseite der Rückenfalte auf. Dieses Laufverhalten wird als Prellsprung oder Prunken bezeichnet. Ob es zur besseren Orientierung während des Laufens, als Warnsignal für Artgenossen oder beiden Zwecken dienlich ist, steht noch nicht eindeutig fest. Leider gehören Springbockherden, die nach Millionen zählen, heute der Vergangenheit an. Ihr Bestand wurde durch die Jagd im vergangenen Jahrhundert stark reduziert. Vom Aussterben bedroht ist der Springbock dank verschiedener Schutzgebiete nicht.

 

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