Breitmaulnashorn Ceratotherium simum


Breitmaulnashorn Ceratotherium simum
Bewertung

Breitmaulnashorn

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Breitmaulnashorn
Fotos: Fort Worth Zoo
Ordnung: Perissodactyla (Unpaarhuftiere)
Familie: Rhinocerotidae (Nashörner)
Gattung: Ceratotherium (Breitmaulnashörner)
Art: Ceratotherium simum
Alias: Weißes Nashorn
Verbreitung: Südlicher Sudan und Südafrika
Lebensraum: Savanne und Grasland, auch in der Nähe von Flüssen oder Sümpfen.
Maße und Gewichte: Körperlänge des Männchens: bis 5,00 m
Körperlänge des Weibchens: bis 3,60 m
Gewicht des Männchens: bis 3600 kg
Gewicht des Weibchens: bis 1600 kg
Standhöhe: 1,6 – 2 m
Fortpflanzung: Breitmaulnashörner bringen nur alle drei bis vier Jahre nach einer Tragezeit von rund 16 Monaten ein Junges zur Welt.

 

Breitmaulnashorn Das Breitmaulnashornmännchen ist nach dem Elefanten das zweitgrößte Landsäugetier. Breitmaulnashörner sind weit weniger aggressiv als ihre nahen Verwandten, die Spitzmaulnashörner. Die Männchen sind in der Regel Einzelgänger, während die Weibchen in Gruppen zusammen mit ihren Jungen leben. Die Tiere leben praktisch ausschließlich von Gras, welches sie mit ihren breiten, quadratischen Lippen abpflücken. Wie die meisten Nashornarten kann das Breitmaulnashorn nur schlecht sehen, hat aber ein gutes Gehör.

Breitmaulnashorn Diese Tierart gehört zu den am meisten gefährdeten Arten der Welt, da sie immer noch von Wilderern wegen ihres Horns gejagt werden. Dieses Horn erzielt, zu Pulver zermahlen, auf den asiatischen Märkten unglaubliche Preise. In fast ganz Asien ist das Pulver als Heilmittel in der stark mit Aberglauben behafteten „traditionellen chinesischen Medizin“ beziehungsweise zur Steigerung der Potenz sehr gefragt.

Breitmaulnashorn In den 70er Jahren des 20.Jahrhunderts erlebte die Nashornjagd eine weitere drastische Steigerung. Seinerzeit galt im arabischen Nordjemen ein Dolch mit einem Griff aus geschnitztem Nasenhorn als Zeichen von Reichtum und Würde. Viele Jemeniten, die als Gastarbeiter in den Staaten der OPEC (Vereinigung Erdöl exportierender Länder) hohe Löhne bezogen, steigerten die Nachfrage nach Nasenhorn so sehr, das in wenigen Jahren der Nashornbestand Kenias, Ugandas und Tansanias fast ausgerottet wurde. Mittlerweile hat zwar die Regierung Nordjemens die Einfuhr von Nasenhorn verboten, aber der Schwarzhandel ist wohl nicht so einfach zu unterbinden. So sind nach Zählungen diverser afrikanischer Nationalparks 1999 nur noch rund 4000 dieser imposanten Tiere auf unserer Erde am leben. Selbst unter strengstem Schutz könnte sich die Population auf Grund der geringen Geburtenrate nur sehr langsam erholen.

 

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