Riesenalk (Pinguinus impennis)

Die Riesenalke, auch Meergänse genannt, starben im 19. Jahrhundert aus. In ihrer Gestalt ähnelten sie sehr den heute noch auf den Inseln der Nordsee und des Nordmeeres lebenden Tordalken. Nach den heute noch erhaltenen Skeletten und Präparaten waren die Riesenalke etwa 75 bis 92 cm groß. Sie besaßen ein dichtes Federkleid, mit dunklen Federn auf dem Rücken und weißen Federn auf der Bauchseite. Über den Augen hatten alle Riesenalke einen ovalen Fleck aus weißen Federn. Der lange Schnabel war hoch und sehr schmal, also bestens für den Fischfang geeignet. Die kurzen Flügel und die mit Schwimmhäuten versehenen Füße zeigen, dass die Riesenalke elegante Schwimmer und Taucher waren.


Riesenalk Steckbrief

Klasse:Aves (Vögel)
Ordnung:Charadriiformes (Regenpfeifervögel)
Familie:Alcidae (Alken)
Art:Pinguinus impennis
Alias: Meergans
Status:ausgestorben
Verbreitung:Nordatlantik
Lebensraum:Offenes Meer und Felsenküsten
Maße und Gewichte:Körperlänge: 75 – 92 cm

Äußerliche Merkmale des Riesenalk

Der Vogel stand aufrecht an Land. Da sie völlig wehrlos waren, wurden sie von raubgierigen Jägern als Nahrung und Köder getötet, insbesondere in den frühen 1800er Jahren.

Der Riesenalk hatte einen weißen Bauch und einen schwarzen Rücken. Der schwarze Schnabel hatte Rillen auf seiner Oberfläche und war kräftig und hakenförmig. Im Sommer hatte jedes Auge des Großalks einen weißen Fleck. Im Winter verliert der Großaluk seine Flecken und entwickelt ein weißes Band zwischen den Augen. Der Körper des Großalks war etwa 75 cm lang, mit Flügeln, die weniger als 15 cm lang waren und zum Schwimmen unter Wasser benutzt wurden. Der große schwarze Schnabel war von acht oder mehr Querrillen durchzogen. An Land war der Vogel hochgewachsen. Die Lebenserwartung dieser Vögel wird auf 20 bis 25 Jahre geschätzt. Der Riesenalk zog den ganzen Winter über in Paaren oder kleinen Gruppen nach Süden, aber nie mit der gesamten Brutkolonie. Der Riesenalk war ein starker Schwimmer, der sich mit seinen Flügeln unter Wasser fortbewegte.

Vorkommen und Lebensraum des Riesenalk

Der Riesenalk wurde an den Küsten Kanadas, im Nordosten der Vereinigten Staaten, in Norwegen, Grönland, Island, auf den Färöer-Inseln, in Irland, im Vereinigten Königreich, in Frankreich und auf der Iberischen Halbinsel in den kalten Küstengewässern des Nordatlantiks entdeckt. An Land unbeholfen und flugunfähig, waren sie mit ihren kleinen Flügeln und stromlinienförmigen Körpern perfekt an das „Fliegen“ unter Wasser angepasst.

Ehemaliger Lebensraum des Riesenalk

Der Lebensraum der Riesenalke war die Felsenküsten des Nordatlantiks. Hier brütete jedes Paar jährlich ein Ei aus. Mit einer Größe von 11 x 7 bis 14 x 85 cm waren ihre Eier die größten Vogeleier im nordischen Raum. Die Riesenalke und ihre Eier schmeckten wie Gänse und deren Eier sehr gut. Dazu lebten sie auch noch in unvorstellbaren großen Mengen, an die für Menschen leicht erreichbaren Küsten. Sie waren schlechte Läufer und deshalb an Land auch leicht zu fangen, was dazu führte, dass die Kapitäne auf ihren langen Fahrten ins Nordmeer gar kein frisches Fleisch mehr mitnahmen, es stand ja reichlich und frisch zur Verfugung. Man stoppte also kurz die Fahrt, ging an Land und fing so viele Riesenalke wie man nötig hatte, schlachtete sie gleich oder nagelte sie mit den Füßen am Deck fest und bewahrte sich so frisches Fleisch für spätere Zeiten auf. War die Stimmung an Bord nur noch schwer erträglich, was ja bei längeren Nordmeerfahrten mit den langsamen Segelschiffen häufiger vorkam, besuchten die Matrosen eben mal eine Insel, wo viele Riesenalke lebten und bauten dort ihre Aggressionen ab. So berichtet 1534 der Kapitän Jaques Cartier, dass seine Männer ein paar Tausend Meergänse nur mal so zum Zeitvertreib erschlagen haben. Weil dies sich oft wiederholte, ging der Bestand schnell zurück und am Ende des 18. Jahrhunderts waren schon alle Riesenalke an den amerikanischen Küsten ausgestorben. Die Inselbewohner im Nordmeer fingen im Herbst die Riesenalke ein, sperrten sie in kleine Ställe und deckten damit im Winter ihren Nahrungsbedarf. Am 1. Juli 1806 starb der letzte Riesenalk auf den Färoerinseln und 1821 ließ der letzte Riesenalk auf den Hebriden sein Leben. Danach gab es nur noch eine Kolonie im Nordmeer.

Nun breitete sich durch die Seefahrer in der Welt die Kunde aus, dass die Meergänse aussterben. Gleichzeitig erlebten die naturkundlichen Museen einen Auftrieb und alle Museumsleiter wünschten sich einen Riesenalk und ein paar Eier für ihre Sammlung. Die Jagd auf die letzten Riesnalke forderte viele Opfer, denn die 80 Taler, die um 1830 für einen Riesenalk geboten wurde, entsprachen bei den Fischern dem Einkommen eines Jahres. Bis zur vollständigen Ausrottung wurde von Sammlern und Museen für den Balg bis zu 600 Mark und etwa 1000 Mark für ein Ei gezahlt. Bedauerlich ist, dass, obwohl viele Naturwissenschaftler noch Riesenalke vermessen und untersucht haben, keiner etwas über die Farbe der Augen und der Füße geschrieben hat.

Nach einem Vulkanausbruch versank 1830 die isländische Insel Geirfuglakar, mit ihr versank auch die letzte Brutkolonie der Riesenalke. 1844 wurde der letzte Riesenalk gesehen, danach keiner mehr. Der Riesenalk bleibt uns aber immer im Gedächtnis, denn sein Name „Pinguinus“ wurde auf alle flugunfahigen Vögel der südlichen Erdhälfte übertragen.

Heute gibt es auf der ganzen Welt nur noch etwa 20 präparierte Riesenalke und etwa doppelt so viele Eier. 1972 wurde in London ein ausgestopfter Riesenalk angeboten; weil er nachweislich aus Island stammte, hat eine Abordnung der Isländer ihn für 280.000 DM ersteigert. Das letzte Ei wechselte im gleichen Jahr für 120.000 DM seinen Besitzer.

Rudel- und Sozialverhalten

Es wird davon ausgegangen, dass Große Alken die meiste Zeit auf dem Meer verbracht haben. Sie hielten sich während der gesamten Brutzeit in Brutkolonien auf Felsvorsprüngen und isolierten Felseninseln auf. Da sie gesellige Vögel sind, gingen sie in kleinen Gruppen auf Nahrungssuche. Großalkenpaare, die ein Leben lang aneinander gebunden sind. Sie legten ein Ei auf nackten Felsen und nisteten in außerordentlich dichten und geselligen Kolonien. Das Ei war weiß mit brauner Marmorierung, die variierte.

Fortpflanzung und Sexualverhalten der Riesenalks

Weibliche Krabbentaucher legen nur ein Ei pro Jahr, und zwar zwischen Ende Mai und Anfang Juni, obwohl sie ein weiteres Ei legen können, wenn das erste verloren geht. Bei Nahrungsknappheit pflanzten sich die großen Auks nicht fort. Bis zu 100 Meter vom Ufer entfernt wurde ein einzelnes Ei auf den nackten Boden gelegt.

Gefährdung der Tierart

Große Auks waren einst in der Arktis und Subarktis weit verbreitet, aber um 1844 starben sie aus. Am 3. Juli 1844 töteten Fischer auf der isländischen Insel Eldey das letzte bekannte Paar von Großalken (Pinguinus impennis). Der Riesenalk, ein riesiger flugunfähiger Vogel, der im Nordatlantik beheimatet ist, war ein großer flugunfähiger Vogel. Er hatte einst eine Population von Millionen.

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