Eisfuchs (Vulpes lagopus)

Der Eisfuchs wird auch Polarfuchs, Schneefuchs oder Weißfuchs gennant. Der Eisfuchs hat das wärmste Fell aller Säugetiere. Wärmer sogar als das des Polarbären und wärmer als das des Polarwolfes. Im Winter sind sogar seine Pfoten rundum dicht behaart. Von dieser Behaarung leitet sich auch sein lateinischer Name ab, denn „lagopus“ bedeutet „der Hasenfüssige“.

Ausgewachsene Eisfüchse sind ca. 50-60 cm lang, haben einen 30 cm langen Schwanz und wiegen 3-8 kg. Polarfüchse haben kurze, abgerundete Ohren, eine kurze Nase und fellbedeckte Fußsohlen. Die Färbung des Fells hängt davon ab, ob es sich um ein Tier der „weißen“ oder der „blauen“ Farbphase handelt. Die Tiere der weißen Phase sind im Sommer graubraun und im Winter weiß, während die Tiere der blauen Phase (Blaufüchse des Pelzhandels) im Sommer graubraun und im Winter graublau sind.

Eisfuchs Steckbrief

Klasse:Mammalia (Säugetiere)
Ordnung:Carnivora (Fleischfresser)
Familie:Canidae (Hunde, Wölfe, Koyoten, Schakale und Füchse)
Alternative Namen:Polarfuchs, Schneefuchs, Weißfuchs
Gattung:Alopex (Polarfüchse)
Art:Alopex lagopus
Verbreitung:Nord und West Alaska, nördl. Canada, nordöstl. Alberta(Kanada), nördl. Manitoba(Kanada), Russland und Grönland.
Lebensraum:in den Polregionen und der Tundra, im Nadelwald sowie im Gebirge
Maße und Gewichte:Körperhöhe: 25 – 30 cm
Länge: 55 – 70 cm
Gewicht: 2,5 – 4,5 Kg
Fortpflanzung:Paarungszeit ist von Anfang März bis Ende April. Nach 50 – 55 Tagen Tragezeit kommen bis zu 7 Junge zur Welt. Die Jungen sind bei der Geburt noch blind, aber bereits mit einem warmen Haarkleid bedeckt. Geschlechtsreif werden Eisfüchse nach 52 Wochen. Die Anzahl der Jungen ist bei Eisfüchsen sehr von der Population der Lemminge abhängig. Gibt es viele Lemminge, kommen auch viele kleine Füchse zur Welt. Wenn die Lemminge rar sind, werden die weiblichen Füchse häufig gar nicht erst läufig und der Nachwuchs fällt aus.

Äußerliche Merkmale des Polarfuches

Das Fell des Polarfuchses ist saisonabhängig. Im Winter haben sie ein flauschiges weißes Fell, das mit dem Schnee verschmilzt; im Sommer haben sie ein bräunliches oder graues, kürzeres Fell, das mit Felsen und Erde verschmilzt. Polarfüchse sind opportunistische Allesfresser und sehr neugierig.

Polarfüchse haben kleine gelockte Ohren, einen großen buschigen Schwanz und eine kurze Nase. Kurze Beine und dichtes Haar zeichnen sie aus. Dank der dünnen Beine, der Nase, des dichten Haars und der kleinen Ohren können sie kalten Temperaturen widerstehen.

Vorkommen des Fuchses

Polarfüchse sind überall nördlich des Polarkreises zu finden, von Kanada über Russland, Europa, Grönland und Island. Sie bewohnen damit zwei der kältesten Orte der Erde – die arktische Tundra und das Meereis. Der kleine, kompakte Körper, der die Wärme speichert, und ein dickes, dichtes Winterfell hilft ihnen, die Kälte zu überleben. Das weiß-blaue Winterfell des Polarfuchses hilft ihm, sich an seine Beute heranzuschleichen.

Verhalten des Polarfuchses

Der Polarfuchs gräbt und ist ständig aktiv. Er frisst alles, was er finden kann, sogar Eisbärkadaver. Er ernährt sich von Nagetieren wie Lemmingen und im Sommer von Vögeln. Neben Nagetieren jagt der Polarfuchs auch Vögel (Schneehühner, Schneehühner und Papageientaucher) und Rentiere. Bei Nahrungsmangel folgt der freche Kerl auch gerne Eisbären oder Wölfen und lebt von den Resten der Beute dieser Tiere. Kommt der Eisfuchs in die Nähe von menschlichen Siedlungen schleicht er sich auch gerne in Gärten und Häuser um dann alles fressbare davon zu tragen. Eisfüchse die am Rande von Klippen und Felsenküsten leben, verlassen sich häufig auf die brütenden Seevögel als Nahrungsquelle. Außerhalb der Paarung und Aufzucht der Jungen lebt der Eisfuchs in der Regel allein.

Fortpflanzung und Bestand des Eisfuchses

Er brütet einmal im Jahr, zwischen April und Juni, mit einem Wurf von bis zu 20 dunkelhäutigen Welpen. Die Welpen werden 45 Tage nach der Geburt entwöhnt und beginnen im September oder Oktober desselben Jahres selbstständig zu leben. Mit 9-10 Monaten sind sie geschlechtsreif. In Zoos werden Polarfüchse bis zu zehn Jahre alt; in freier Wildbahn überleben sie etwa drei Jahre. Laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist der Polarfuchs eine der am wenigsten gefährdeten Arten. Die arktischen Ureinwohner jagen das Tier noch immer wegen seines Fells. Der Populationsdruck durch die Pelzjagdindustrie hat seit der Jahrhundertwende drastisch abgenommen.

Video zum Polarfuchs

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