Bongo (Tragelaphus euryceros)

Bongos bekommt man in Afrika auf Grund ihrer Lebensweise eher selten zu Gesicht. Das Fell der rotbraunen Tiere ist mit 12 bis 14 senkrechten weißen Streifen überzogen. Die Unterseite der Bongos ist schwarz. Beide Geschlechter tragen spiralig gewundene Hörner.

Obwohl an Salzlecken bereits Gruppen von 20 Bongos und mehr beobachtet wurden, geht man davon aus, dass die Tiere in Familienverbänden von nicht mehr als drei Tieren leben. Erwachsene Böcke sind leben gelegentlich auch als Einzelgänger.

In ihren Revieren nutzt diese Antilopenart feste Wechsel und bestimmte Kotabsatzstellen. Die vorwiegend nachtaktiven Tiere traben mit vorgestrecktem Kopf und an den Körper angelegten Hörnern recht flink auch durch dichtestes Unterholz. Zur Ernährung nutzen Bongos Blätter, Triebe und Rinde mit Ausnahme von Bambus. Obwohl Bongos in freier Wildbahn nicht sehr häufig vorkommen gelten sie offiziell noch nicht als gefährdet.

Bongo Steckbrief

Klasse:Mammalia (Säugetiere)
Ordnung:Artiodactyla (Paarhuftiere)
Familie:Bovidae (Antilopen, Rinder, Büffel, Bison, Ziegen und Schafe)
Gattung:Tragelaphus (Buschbock, Kudu, Nyala, Sitatunga und Bongo)
Art:Tragelaphus euryceros
Verbreitung:West- und mittelafrikanischer Regenwald, Bergwälder um Mount Kenya sowie in den Aberdare-Bergen Kenias.
Lebensraum:Dichter Regenwald oder Sekundärwald mit möglichst sumpfigem Untergrund. In Bergwäldern bis in Höhen von 3500 Metern.
Maße und Gewichte:Gewicht: ca. 220 kg
Schulterhöhe: 130 cm
Fortpflanzung:Sexuelle Interaktionen sind bei Bonobos häufiger als bei anderen Primaten. Trotz der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs ist die Fortpflanzungsrate von Bonobos in freier Wildbahn ungefähr die gleiche wie die von Schimpansen. Im Alter von fünf bis sechs Jahren bringt ein Weibchen ein einziges Kind zur Welt.

Äußerliche Merkmale der Bongos

Bongos sind die größten Waldantilopen. Die Einheimischen glauben, dass sie Krämpfe bekommen, die epileptischen Anfällen ähneln, wenn sie Bongos essen oder berühren.

Bongos haben ein charakteristisches rötlich-braunes Fell mit schwarzen und weißen Abzeichen, weiß-gelben Streifen und langen, leicht gewundenen Hörnern. Bongos haben ein charakteristisches rotbraunes Fell mit schwarzen und weißen Abzeichen, weiß-gelben Streifen und langen, leicht spiralförmigen Hörnern. Sie sind die einzigen Tragelaphiden mit Hörnern bei beiden Geschlechtern. Sie haben ein komplexes Sozialverhalten und sind in dichten Waldmosaiken in Afrika zu finden. Bongos sind die größten und am besten erkennbaren Waldantilopen. Sie haben eine Körperlänge von 1,7 bis 2,5 Metern, eine Schwanzlänge von 45 bis 65 Zentimetern und wiegen zwischen 210 und 405 Kilogramm.

Vorkommen und Lebensraum der Bongos

Bongos sind ausschließlich in dicht bewaldeten Regenwäldern im tropischen Afrika zu finden. Man findet sie in den Tieflandregenwäldern Westafrikas und des Kongobeckens sowie in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan. Wie andere Antilopen sind sie Pflanzenfresser und ernähren sich von Blättern, Sträuchern, Reben, Rinde, Gräsern, Wurzeln, Getreide, Sträuchern, Blumen und Früchten. Sie brauchen auch Salz in ihrer Ernährung und suchen nachts natürliche Salz- und Minerallecken auf.

Rudel- und Sozialverhalten

Männliche Bongos sind meist Einzelgänger. Außerhalb der Brutzeit gehen sie einander eher aus dem Weg. Die Weibchen sind in Gruppen von bis zu zehn Tieren unterwegs. Die Männchen strecken ihre Hälse vor, rollen mit den Augäpfeln und stürmen aufeinander zu, wenn sie in Kontakt kommen. Jüngere erwachsene Männchen sind meist allein, obwohl sie sich gelegentlich mit einem älteren Männchen zusammentun können. Sie suchen nur während der Brutzeit nach Weibchen. Die Männchen zwingen die Weibchen nicht und schränken sie auch nicht ein, wenn sie sich in einer Herde von Weibchen befinden, wie es bei anderen Antilopen der Fall ist.

Fortpflanzung und Sexualverhalten der Bongos

Bonobos sind die promiskuitivste nicht-menschliche Spezies, wobei bis zu 75 % ihrer sexuellen Aktivitäten nur zum Vergnügen erfolgen. Sie sind auch die promiskuitivste nicht-menschliche Spezies auf dem Planeten. Während der Sex bei Schimpansen eng mit der Fortpflanzung verbunden ist, dienen bis zu 75 % des Sexualverhaltens bei Bonobos ausschließlich dem Vergnügen.

Die Weibchen gehen durch gleichgeschlechtliche sozio-sexuelle Kontakte enge Bindungen mit den Männchen ein, was bei Bonobos vermutlich zu weniger Gewalt führt. Bongos brüten saisonal in den Aberdares; aufgrund der Dichte ihrer Umgebung und ihrer Tendenz, sich tagsüber zurückzuziehen, sind die Paarungsmuster der im Wald lebenden Populationen jedoch unbekannt. Die Weibchen hingegen treten alle 21 oder 22 Tage in die Brunst ein und bleiben etwa 3 Tage lang in der Brunst. Die Weibchen paaren sich mit dem größten und stärksten Männchen, das um die Vorherrschaft über ihre kleine Herde kämpft. Nach der Paarung haben sie eine neunmonatige Trächtigkeitsdauer. Die Weibchen wandern zu speziellen Gebärplätzen, um ein einziges Jungtier, ein Kalb, zur Welt zu bringen.

Alle vier bis fünf Jahre bekommt jedes Weibchen ein Kalb. So kann eine einzelne Mutter im Laufe ihres Lebens fünf bis sieben Kälber bekommen. Die Trächtigkeit eines Bonobos dauert in der Regel zwischen 230 und 240 Tagen, also acht Monate. Sowohl männliche als auch weibliche Nachkommen brauchen normalerweise 5 bis 6 Jahre, um entwöhnt zu werden. Wie beim Menschen ist die Geburt bei Bonobos eine soziale Angelegenheit, bei der weibliche Begleiterinnen die Gebärende bis zur Geburt des Kindes beschützten und unterstützten.

Gefährdung der Tierart

Die Rote Liste der bedrohten Arten der IUCN stuft den Bongo als weniger gefährdet/nahe bedroht ein. In Anhang III des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten von Tieren und Pflanzen (CITES) ist er aufgeführt.

Video über Bongos

Tierenzyklopädie

Tierenzyklopädie – das kompakte Tierlexikon

Social