Vielfrass Gulo gulo


Vielfrass Gulo gulo
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Vielfrass

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Vielfrass
Foto: unbekannt
Ordnung: Carnivora (Fleischfresser)
Familie: Mustelidae (Marder)
Gattung: Gulo (Vielfraße)
Art: Gulo gulo
Alias: Järv
Verbreitung: Skandinavien, Nordamerika und nördliches Asien
Lebensraum: Waldland mit felsigen Berghängen und Tundra
Maße und Gewichte: Körperlänge: 110 cm
Schulterhöhe: 40 bis 45 cm
Gewicht (Männchen): 13 bis 14 kg
Gewicht (Weibchen): 7 bis 8 kg
Schwanzlänge: 22 cm
Fortpflanzung: Die Paarungszeit der Vielfrasse ist im Juli und August. Nach einer Tragezeit von rund 39 Wochen kommen dann ein bis vier Junge zur Welt in einer Baum- oder Erdhöhle zur Welt. Die Neugeborenen wiegen im Schnitt zwischen 90 und 100 Gramm und sind ungefähr 15 cm lang. Bereits im Alter von 5 Wochen verlassen die Jungen den Wurfplatz, um ihrer Mutter auf deren Fresswanderungen zu folgen. Im Alter von etwa 5 bis 6 Monaten sind die Jungen unabhängig und nach 2 Jahren werden sie fortpflanzungsfähig.
Der Vielfrass ist ein Einzelgänger, der sowohl tagsüber als auch nachts aktiv sein kann. Seinen Namen verdankt das Tier einer falschen Übersetzung des skandinavischen „Fjäl-Fräs“, was so viel wie Felsenkatze bedeutet. Trotzdem ist die Bezeichnung Vielfrass mehr als treffend, den das Tier frisst alles, was ihm nicht durch Flucht entkommen kann. Zu seinen Opfern zählen etwa das Schneehuhn, andere Marderarten, Eichhörnchen und Fuchs. Sogar Rentiere und Elchkälber sind nicht vor dem ewig hungrigen Griesgram sicher. So nebenbei nimmt er dann noch Vogelnester aus und frisst je nach Jahreszeit auch Wespenlarven oder süße Beeren.

Der Vielfrass besitzt einen gedrungen, bärenartigen Körperbau. Selbst Bären, Wölfe und Pumas gehen diesem mutigen und extrem starken Raubtier aus dem Weg. Da der Vielfrass gelegentlich sogar in Blockhütten von Trappern oder Urlaubern einbricht und dort auf der Suche nach Nahrung ein heilloses Durcheinander hinterläßt, ist sein Ruf in manchen Regionen nicht gerade der beste. Das Tier beansprucht ein recht großes Revier für sich allein und ist deshalb nirgendwo wirklich häufig anzutreffen. Als ein zäher und anpassungsfähiger Jäger der in den meisten Regionen, in denen er lebt, unter gesetzlichem Schutz steht, ist sein Bestand zur Zeit nicht bedroht.

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