Tahr Hemitragus jemlahicus


Tahr Hemitragus jemlahicus
Bewertung

Tahr

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Tahr
Fotos:
Ralf Schmode
Ordnung: Artiodactyla (Paarhuftiere)
Familie: Bovidae (Antilopen, Rinder, Büffel, Bison, Ziegen und Schafe)
Gattung: Hemitragus (Tahr)
Art: Hemitragus jemlahicus
Verbreitung: Im Himalaya vom Pir Panjal über Sikkim bis nach Bhutan, eingeführt in Neuseeland.
Lebensraum: Tahre leben ausschließlich in bewaldeten Berghängen in Höhen von 2500 bis zu 4400 Meter.
Maße und Gewichte: Körperlänge: 90 – 140 cm
Schulterhöhe: 65 – 100 cm
Gewicht: 36 – 90 kg
Schwanzlänge: 9 – 12 cm
Fortpflanzung: Tahr Die Paarungszeit, beim Tahr wie bei fast allen Bovidae Brunft genannt, fällt im Himalaya in den Dezember. Die Böcke sind zu dieser Zeit recht fett. Um sich für das weibliche Geschlecht attraktiv zu machen, verbreiten die Böcke aus Drüsen an ihrer Schwanzwurzel einen für uns Menschen eher penetrant stinkenden Geruch. Die Böcke kämpfen um das Recht der Fortpfanzung miteinander. Solche Gefechte werden meistens durch Stöße mit den behornten Köpfen ausgetragen. Aufgrund des steilen Geländes mit hohen Klippen und Felsen kommt es dabei immer wieder zu tödlichen Stürzen in die Tiefe, wenn einer der Kontrahenten den Halt verliert.
Nach einer Tragezeit von 180 bis 242 Tagen wird im Mai oder Juni ein Junges geboren. Der Nachwuchs wird etwa sechs Monate lang gesäugt. Die Geschlechtsreife erreichen die Weibchen im Ater von 18 Monaten, die Männchen erst mit zwei bis drei Jahren. In freier Wildbahn geht man von einem Höchstalter von 10 Jahren aus, unter menschlicher Obhut können Tahre bis zu 20 Jahre alt werden.

 

Tahr Tahre weiden in den frühen Morgenstunden oder am Abend. Die restliche Zeit des Tages verbringen sie gut verborgen inmitten der Vegetation. Die Tiere sind äußerst mißtrauisch und fliehen bei der geringsten Störung. Es ist immer dabei wieder überraschend, mit welcher Leichtigkeit und Sicherheit sich Tahre in den zerklüfteten Gebirgsregionen bewegen. Hauptfeind des Himalaya-Thar ist der Schneeleopard.

Der Name Tahr stammt aus der nepalesischen Bezeichnung Thar. Der wissenschaftliche Name setzt sich aus dem griechischen Hemi (Halb) und und tragos (Ziege) zusammen. Diese Bezeichnung ist recht treffend, denn obwohl Tahre unseren Bergziegen und Steinböcken sehr ähnlich sehen, stehen sie doch in keinem direkten verwandtschaftlichen Verhältnis zueinander.

Neben dem hier beschriebenen Himalaya-Tahr gibt es noch zwei weitere Arten. Zum einen das arabische Thar (Hemitragus jayakari), eine im Oman vorkommende Population. Zum anderen das Tahr Nilgiri (Hemitragus hylocrius), eine im südlichen Indien vorkommende Unterart. Beide Unterarten sind von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) auf die Liste der stark vom Aussterben bedrohten Tierarten gesetzt worden.

 

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