Kalifornischer Seelöwe Zalophus californianus


Kalifornischer Seelöwe Zalophus californianus
2.9 (57.5%) 8 votes

Seelöwe

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Seelöwe
Foto:
Ordnung: Pinnipedia (Seehunde, Seelöwen und Walrosse)
Familie: Otariidae (Seelöwen, Pelzrobben und Ohrenrobben)
Gattung: Zalophus (kalifornische Seelöwen)
Art: Zalophus californianus
Verbreitung: Der kalifornische Seelöwe kommt, wie der Name schon sagt, an der Küste von Kalifornien vor. Außerdem findet man ihn auf den Galapagosinseln. An den Küsten Japans lebt eine Unterart des hier beschriebenen kalifornischen Seelöwen.
Lebensraum: Küstengewässer und felsige Küstenabschnitte
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 2,2 m
Körperlänge (Weibchen); 1,8 m
Gewicht (Männchen): bis 230 kg
Gewicht (Weibchen): bis 90 kg
Spitzengeschwindigkeit (im Wasser): 40 km/h
Fortpflanzung: Während der Fortpflanzungszeit von Mai bis Juni versammeln die Männchen Gruppen von 5 bis 12 Weibchen um sich. Die Männchen bewachen ihren „Harem“ unermüdlich. Ständig patrouillieren sie an den Grenzen ihres Reviers und weisen mögliche Rivalen energisch ab. Nach einer Tragezeit von 11 Monaten, die eine dreimonatige verzögerte Einnistung des Eis beinhaltet, wird ein Junges geboren. Das Jungtier wiegt bei der Geburt etwa fünf bis sechs Kilo und ist rund 75 cm lang. Der Nachwuchs wird von der Mutter etwa 3 Monate lang gesäugt. Junge Seelöwen müssen, genau wie wir Menschen, erst einmal schwimmen lernen. Anschließend halten sich die Jungtiere gemeinsam eine Zeit lang in stillen Buchten auf bevor sie ihren Müttern auf die offene See begleiten. In menschlicher Obhut erreichen die Tiere ein Alter von 12 bis 14 Jahren. In freier Wildbahn muß man von einer etwas geringeren Lebensspanne ausgehen.

 

Seelöwe Seelöwen gehören als Wasserraubtiere zu den Ohrenrobben. Sie sind im Vergleich zu Seehunden, welche zu den Hundsrobben zählen, auch an Land recht geschickt. Die meiste Zeit ihres Lebens verbingen die Seelöwen aber im Wasser. Mit ihrer Fähigkeit bis in 100 Meter Tiefe zu tauchen und dabei bis zu 15 Minuten unter Wasser zu bleiben, sind Seelöwen für ihre Beute gefürchtete Jäger. Sie sind derart schnelle und gewandte Schwimmer, daß sie die Kleinfische, Lachse oder Tintenfische, von denen sie sich zur Hauptsache ernähren, im „Spurt“ einzuholen und zu packen vermögen.

Seelöwen sind, vor allem in jungen Jahren, sehr neugierig Tiere. Sie sind geistig begabt, spielfreudig und zeigen an allem Interesse, was in ihrer Umgebung so passiert. Diese Eigenschaften haben dazu geführt, das der kalifornische Seelöwe in fast keinem Zoo fehlt und so zum Inbegriff des Seelöwen wurde. Auch im Zirkus oder in Delphinarien sind die gelehrigen Tiere recht häufig mit allerlei Kunststückchen zu bewundern. Leider lassen diese auf Show und Kommerz getrimmten Institutionen häufig eine artgerechte Haltung vermissen. Obwohl die Populationen der kalifornischen Seelöwen wesentlich geringer sind, als etwa die der Riesenseelöwen oder der Mähnenrobben, ist ihre Art nicht direkt bedroht. Auch vom Menschen gehen in der Regel keine Bedrohungen aus. Lediglich der Wassersporttourismus bereitet im Süden Kaliforniens etwas Sorge, da hier die Tiere bei der Fortpflanzung immer wieder von Motorbooten etc. gestört werden.

Seelöwe
Fotos: Ralf Schmode

 

Processing your request, Please wait....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.