Schneeziege – Oreamnos americana


Schneeziege – Oreamnos americana
Bewertung

Schneeziege

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Schneeziege
Ordnung: Artiodactyla (Paarhuftiere)
Familie: Bovidae (Antilopen, Rinder, Büffel, Bison, Ziegen und Schafe)
Gattung: Oreamnos (Schneeziegen)
Art: Oreamnos americana
englisch Mountain Goat
französisch Chèvre de montagne
Verbreitung: Schneeziegen finden sich in den gesamten kanadischen Rocky Mountains. Die südliche Grenze bildet dabei Seattle in den USA, die nördliche Grenze Anchorage in Alaska.
Lebensraum: gebirgiges Gelände bis in Höhen über 4000 Meter NN (Normal Null = über dem Meeresspiegel).
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): bis 180 cm
Körperlänge (Weibchen): bis 150 cm
Schulterhöhe: 90 – 100 cm
Gewicht: bis 135 kg; die Weibchen etwas leichter als die Männchen.
Hornlänge: 23 – 25 cm
Schwanzlänge (Männchen): 10 cm
Höchstgeschwindigkeit: 34 km/h
Fortpflanzung: Schneeziege Der Nachwuchs stellt sich bei Schneeziegen im Mai oder Juni ein. Dann bringt das Weibchen nach einer Tragezeit von 178 Tagen ein oder zwei junge zur Welt. Ein Junges wiegt bei der Geburt etwa 3,5 kg. Die Jungen sind direkt nach der Geburt erstaunlich aktiv. Bereits nach einer dreiviertel Stunde springen die Kleinen zwischen den Felsen herum. Drei bis vier Monate lang wird der Nachwuchs gesäugt. Auch anschließend bleiben die Jungen noch den Rest des Jahres bei ihrer Mutter und trennen sich erst im nächten Frühjahr, wenn die nächste Generation zur Welt kommt. Bis zur Geschlechtsreife dauert es insgesamt etwa 2,5 Jahre.

 

Schneeziegen sind trotz des Namens nicht mit den Ziegen, sondern mit den europäischen Gemsen am nächsten verwandt. Der Spitzbart und die kegelförmigen Hörner zieren sowohl Männchen als auch Weibchen. Die Tiere leben monogam, bilden dabei aber Herden mit bis zu 25 Tieren. Der Bock verteidigt sein Weibchen gegen andere Böcke. Dabei stehen die Kontrahenten antiparallel zueinander und machen sich möglichst groß und steif. Wenn die Kräfteverhältnisse dadurch nicht geklärt werden, kommt es zu Kämpfen, bei denen die Hörner ernsthafte Verletzungen anrichten können.Schneeziege Schneeziegen sind für ihr Leben in den kargen Hochgebirgsregionen hervorragend angepasst. Ihr weisses Fell, das eine Stehmähne ausbildet und sich an den Schenkeln zu „Hosen“ verlängert, ist besonders lang und dicht. Darüber hinaus schützen mehrere Fettschichten unter der Haut die Tiere vor Kälte. Die Hufe der Schneeziegen sind klein, spitz und hart wie Stahl. Sie ermöglichen den Tieren selbst in steilen, scheinbar völlig unwegsamen Felswänden sicher zu klettern. Allerdings klettern Schneeziegen nicht flink und behende, wie manche Gemsen sondern eher langsam und bedächtig. Wie erfahrene Bergsteiger setzen sie einen Huf vor den anderen und prüfen die Trittsicherheit genau.

Ihr Lebensraum bietet den Schneeziegen in punkto Ernährung keine große Abwechslung. Neben ihrer bevorzugten Nahrung, Gräsern und Kräutern, nehmen die Tiere daher auch Zweige von zwergwüchsigen Sträuchern und Bäumen sowie Moose und Flechten an.

 

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One Response
  1. Regina Kroy says:

    Vielen herzlichen Dank für die Veröffentlichung auf der Homepage
    über die Schneeziege.
    Erst kürzlich habe ich im Rostocker Zoo diese Tiere gesehen und in einem Naturfilm von Ernst Arendt und Hans Schweiger „Highway durch die Rocky Mountain,Frühling“ kennengelernt.
    mit freundlichen Grüßen Regina Kroy

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