Urwildpferd Przewalskipferd Equus przewalskii


Urwildpferd Przewalskipferd Equus przewalskii
Bewertung

Urwildpferd

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Urwildpferd

Fotos:

Ordnung: Perissodactyla (Unpaarhuftiere)
Familie: Equidae (Pferde Esel und Zebras)
Gattung: Equus (Pferde Esel und Zebras)
Art: Equus przewalskii
Alias: Przewalskipferd
Verbreitung: Auf beiden Seiten des Altaigebirges in der Mongolei
Lebensraum: Grasland und Steppe
Maße und Gewichte: Körperlänge: 280 cm
Gewicht (Männchen): 200 – 300 kg
Schulterhöhe: 130 – 140 cm
Spitzengeschwindigkeit: 70 km/h
Fortpflanzung: Nach einer Tragezeit von durchschnittlich 335 Tagen bringt die Stute ein Fohlen zur Welt. Im allgemeinen werden die Fohlen im April oder Mai geboren, wenn das Nahrungsangebot besonders reichhaltig ist. Ein Fohlen wiegt bei der Geburt etwa 25 bis 30 Kilogramm. Bereits eine Stunde nach der Geburt können die Fohlen auf eigenen Beinen stehen. Die reine Säugezeit beträgt nur wenige Wochen. Dann beginnt der Nachwuchs bereits damit, eigenständig Nahrung in Form von Gräsern aufzunehmen. Bis zum Alter von acht bis zehn Monaten werden die Jungtiere aber noch zusätzlich mit Muttermilch versorgt. Bereits kurz nach der Geburt werden die Stuten wieder Empfängnisbereit und lassen sich von einem Hengst decken. Dadurch bringt eine Stute trotz der langen Tragezeit jedes Jahr ein Fohlen zur Welt. Die Lebenserwartung von Przewalskipferden liegt in freier Wildbahn bei etwa zwanzig Jahren.

 

Urwildpferde Seinen Namen verdankt das Urwildpferd dem russischen Oberst Nikolai Przewalski. Dieser brachte 1878 von seinen Reisen durch Zentralasien ein Fell und einen Schädel nach Moskau und machte die Art so der westlichen Wissenschaft bekannt. Der eigentliche Entdecker der Wildpferde war Oberst Przewalski allerdings nicht. Bereits 1472 berichtete der deutsche Hans Schiltberger von Wildpferden, die er bei seinen Reisen durch die Mongolei beobachtet hatte. Ein Reisebericht des Schotten John Bell berichtet um 1720 von Wildpferden in China.

Przewalskipferde leben in Gruppen von einem Hengst mit 3 bis 6 Stuten und deren Fohlen zusammen. Junghengste bilden eigene Jungesellengruppen. Sie durchstreifen große Gebiete und werden bei ihren Wanderungen stets von der ranghöchsten Stute angeführt. Die übrigen Weibchen folgen entsprechend ihrem Rang in der Gruppe. Den Abschluß bildet immer der Hengst. Er steht zwar in der Hierarchie der Gruppe an erster Stelle, sorgt aber dafür, daß alle Gruppenmitglieder mitkommen und sichert gegen Gefahren von hinten. Jüngere Hengste werde normalerweise nur bis zum Alter von maximal drei Jahren in der Gruppe geduldet. Dann werden sie vom Leithengst verjagt. Die nachwachsenden Weibchen verlassen die Gruppe aus eigenem Antrieb und schließen sich anderen Haremsgruppen an oder gründen mit einem Hengst eine neue Gruppe. Przewalskipferde beanspruchen keine Territorien. Sie streifen in riesigen Gebieten immer auf der Suche nach guten Weiden und Wasserstellen umher. Dabei kommt es gelegentlich auch zu Begegnungen mit anderen Gruppen. Die dominanten Hengste zeigen dann zwar ein beachtliches Repertoire an Droh- und Imponierverhalten, zu echten kämpfen kommt es aber in der Regel nicht. Meist zieht jeder einfach wieder seines Weges. Einzig ins Wohngebiet eindringende Junghengste werden attackiert. Bei solchen Kämpfen kommen Zähne und Hufe zum Einsatz. Ist der Leithengst bereits älter oder krank kann es vorkommen, daß der junge Rivale ihn verdrängt und die Weibchengruppe übernimmt.

Heute leben weltweit etwa 600 Wildpferde in rund 95 Zoos. Diese Population stammt von nur 12 Wildfängen ab. Um Inzucht zu vermeiden werden Zuchtbücher geführt und die Tiere zwischen den Zoos ausgetauscht. Da das Urwildpferd bereits zu Beginn der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts als ausgestorben galten, wurden in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und den USA größere Auswilderungsprojekte in Angriff genommen. Über die tatsächlich in Freiheit lebenden Przewalskipferde liegen leider keine verläßlichen Zahlen vor.

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2 Responses
  1. fijalkowski says:

    … mich würde interessieren , wie es zur Entdeckung dieser Pferde gekommen ist ?

  2. rafdoir says:

    …ich fände gut, wenn auch andere Tiere die den selben Lebensraum haben erwähnt werden würden.

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