Panzernashorn Rhinoceros unicornis


Panzernashorn Rhinoceros unicornis
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Panzernashorn

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Panzernashorn
Fotos: Fort Worth Zoo
Ordnung: Perissodactyla (Unpaarhuftiere)
Familie: Rhinocerotidae (Nashörner)
Gattung: Rhinoceros (Einhornnashörner)
Art: Rhinoceros unicornis
Alias: indisches Nashorn
Verbreitung: Nepal und Nordostindien
Lebensraum: Grasland und offene Gebiete in Wäldern
Maße und Gewichte: Körperlänge des Männchens: bis 4,2 m
Körperlänge des Weibchens: bis 3,50 m
Gewicht des Männchens: 2200 kg
Gewicht des Weibchens: 1600 kg
Standhöhe: 1,1 – 2 m
Fortpflanzung: Eine nicht trächtige Kuh wird etwa alle 46 bis 48 Tage brünstig. Die Brunst selbst dauert dann rund 24 Stunden. Bullen reagieren sofort auf diesen Zustand. Er beginnt damit, die Kuh vor sich her zu treiben. Dieses Treiben wird immer wieder von längeren Pausen unterbrochen. Vor der Paarung eröffnet das Weibchen die für Nashörner typischen Kampfspiele. Es attakiert dabei wiederholt die Flanken des Bullen mit seinem Horn. Panzernashorn Ebenso kommt es zu frontalem Schieben und Stoßen zwischen den beiden Tieren. Das ganze Kampfspiel wird von vielerlei Prusten und Schnaufen sowie Quietsch- und Pfeiflauten untermalt. Bei diesem mehrere Stunden dauernden Paarungsritual kann es durchaus zu ernsten Verletzungen der Tiere kommen. Anschließend paaren sich die Tiere mehrmals, wobei jede Begattung eine gute Stunde dauern kann. Nach erfolgreicher Paarung kümmern sich die Tiere nicht weiter umeinander. Die Kuh bringt nach einer Tragezeit von 462 – 489 Tagen ein einzelnes Junges zur Welt. Der Nachwuchs ist bei der Geburt hornlos und wiegt etwa 65 kg. Das Junge kann sofort nach der Geburt laufen. Das Jungtier saugt zu Begin seines Lebens rund 20 bis 25 Liter Milch am Tag, beginnt aber schon nach 2 Wochen damit, sich für feste Nahrung zu interessieren. Es wird insgesamt etwa 18 Monate lang gesäugt und bleibt dann noch einige Monate lang bei seiner Mutter. Die weiblichen Juntiere werden mit 3 Jahren, die Männchen erst mit 7 bis 9 Jahren Geschlechtsreif.

 

Panzernashorn (ohne Horn) Panzernashörner besitzen im Gegensatz zu ihren afrikanischen Verwandten nur ein Horn. Ihren Namen verdanken die Tiere ihrer sehr massiv wirkenden Haut, die eigentlich gar nicht so dick ist, wie sie erscheint. Die Haut ist durch große Schulter-, Brust-, Bauch- und Schwanzfalten in große »Platten« aufgeteilt, die wie ein umgehängter, schwerer Panzer wirken.

Die Nahrung der Tiere besteht aus Gräsern, Schilf-, Bambus und Elefantengrastrieben sowie aus Sumpfkräutern und Wqasserpflanzen. Die Tiere sind an Wasservorkommen gebunden, denn sie suhlen und baden sich täglich mehrere Stunden lang. Obwohl man es ihnen wegen ihrer Körperform nicht zutrauen sollte, können Panzernashörner doch vorzüglich schwimmen und tauchen. Die normale Gangart der Tiere ist ein gemächlicher Trott. Bei Angriffen oder auf der Flucht erreichen die schweren Tiere aber im Galopp bis zu 40 km/h.

Panzernashorn (ohne Horn) Obwohl in Indien die Nashornjagd schon seit einiger Ziet verboten ist, werden diese imposanten Tiere leider immer noch wegen ihres Hornes gewildert. Zu Begin des 20. Jahrhunderts war der Bestand durch die extreme Bejagung auf etwas über 100 Tiere geschrumpft. Rund ein Jahrhundert später sind es wieder etwa 2000 Tiere, die diverse Schutzgebiete bevölkern. Dennoch gehört das Panzernashorn nach wie vor zu den am meisten gefährdeten Tieren der Welt.

 

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