Okapi Okapia johnstoni


Okapi Okapia johnstoni
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Okapi

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Okapi
Foto: unbekannt
Ordnung: Artiodactyla (Paarhuftiere)
Familie: Giraffidae (Giraffen und Okapi)
Gattung: Okapia (Okapi)
Art: Okapia johnstoni
Verbreitung: Ausschließlich in den äquatorialen Regenwäldern von Nord-, Zentral- und Ostzaire zu finden.
Lebensraum: Nur im dichten Regenwald, bevorzugt im dichten Unterholz an den Ufern von Bächen und Flüssen.
Maße und Gewichte: Körperlänge: bis 200 cm
Schulterhöhe (Wideristhöhe): 150 bis 170 cm
Gewicht: 210 bis 250 kg
Schwanzlänge (ohne Quaste): 30 – 40 cm
Fortpflanzung: Über die Paarungsgewohnheiten des Okapi in freier Wildbahn ist nur wenig bekannt. Man geht von einer Tragezeit von 14 bis 15 Monaten aus. Das Junge ist bei der Geburt mit einem schwarzen Fell bedeckt. In den ersten Lebenswochen wird das Junge zum Schutz gegen seinen größten Feind, den Leoparden, im Dickicht versteckt gehalten. Gegen direkte Angriffe wird es von der Mutter mit Schlägen der Vorderhufe verteidigt.

 

Okapi
Foto: Eva Hejda
Obwohl bei den Pygmäen schon lange bekannt, wurde das Okapi erst im Jahre 1901 von Sir Harry Johnston entdeckt. Da bis dahin kein Europäer eines dieser Tiere gesehen hatte und es nur Fellgürtel und Beschreibungen der Eingeborenen gab, erwartete man eine bis dahin unbekannte Einhuferart zu finden. Das Aufsehen unter Zoologen war daher sehr groß, als man diesen letzten lebenden Verwandten der Langhalsgiraffen fand.
Okapis sind außerhalb der Paarungszeit Einzelgänger. Die Männchen besitzen wie ihre großen Verwandten zwei fellummantelte Hörner auf dem Kopf. Die Tiere ernähren sich ausschließlich von Pflanzen. Da entgegen landläufiger Meinung das Nahrungsangebot im Regenwald für Pflanzenfresser ausgesprochen gering ist, ziehen Okapis zur Deckung ihres Bedarfs umher und legen dabei bis zu einem Kilometer pro Tag zurück. Die Tiere „pflücken“ ihre Nahrung mit der langen Zunge von den Ästen. Die Zunge ist so lang, das die Tiere damit ihre Augen erreichen können und ermöglicht ihnen, zusammen mit ihrem beweglichen und um 180 Grad drehbaren Hals fast die lückenlose Säuberung des gesamten Körpers. Obwohl selbst heute über die Zahl der Okapis in Zaire noch keine gesicherten Angaben bestehen, wurde das Tier bereits 1933 unter Schutz gestellt. Eine Bedrohung für die Art scheint zur Zeit von kommerzieller Wilderei und der Bejagung durch Soldaten der Zairischen Armee auszugehen. Mit Beginn von Unruhen im Herbst 1996 und den daraus enstandenen chaotischen Verhältnissen innerhalb Zaires ist eine Beobachtung und Zählung der Tiere nur schwer möglich.

 

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