Mantelmöwe Larus marinus


Mantelmöwe Larus marinus
Bewertung

Mantelmöwe

Klasse: Aves (Vögel) Mantelmöwe
Fotos:
Martin Kramer
Ordnung: Charadriiformes (Regenpfeifervögel)
Familie: Laridae (Möwenvögel)
Gattung: Larus (Möwen)
Art: Larus marinus
Verbreitung: Ost- und Westküste des Nordatlantiks
Lebensraum: Offenes Meer, Küste und Flußmündungen
Maße und Gewichte: Körperlänge: 65 – 81 cm
Gewicht: bis 2 kg
Spannweite: 170 cm
Spitzengeschwindigkeit: 110 km/h
Fortpflanzung: Mantelmöwe Mantelmöwen nisten sowohl einzeln als auch in größeren Kolonien. Als Brutplätze werden felsige Küsten und unwirtliche Inseln bevorzugt. Die Brutgebiete erstrecken sich vom nordosten Nordamerikas über Grönland, Island, den Färörinseln, den britischen Inseln und den Küsten Skandinaviens bis hin zur französischen Bretagne. Hin und wieder vermischen sich die Brutkolonien mit denen der Eismöwen. Ab April beginnen beide Altvögel damit, das Nest zu errichten. Solch ein Nest kann von einer einfachen Felsmulde bis hin zu einem kunstvollen Gebilde aus Gras, Zweigen oder auch Seetang bestehen. In der Regel besteht ein Gelege dann aus zwei bis drei, selten vier grünbraunen Eiern. Nach einer Brutzeit von 26 – 30 Tagen schlüpfen die Jungen. Das Federkleid der Nestlinge ist grau und braun und erhält erst mit der Mauser (dem Wechsel des Federkleids) zum ausgewachsenen Vogel das typische leuchtend weiße Gefieder mit dem schwarzen „Mantel“ an der Flügeloberseite und dem Rückengefieder. Die Jungen werden von beiden Elternteilen etwa 7 Wochen lang mit Futter versorgt.

 

Mantelmöwe Mantelmöwen sind mit ihrer imposanten Spannweite die größten Möwen überhaupt. Natürliche Feinde fürchten die erwachsenen Vögel kaum. Auch die Nester mit Eiern oder Jungtieren werden in der Regel von Räubern gemieden, denn die großen Möwen sind äußerst wehrhaft. Für alle anderen Seevögel dagegen ist äußerste Vorsicht angesagt, wenn Mantelmöwen am Himmel erscheinen. Die Möwen sind sehr geschickt darin, Seevögeln ihre Beute durch waghalsige Manöver im Flug abzujagen. Unter den Lummen und Alken in der Nähe der Brutkolonien fallen sogar Alttiere den aggressiven Flugkünstlern zum Opfer. Da die Vögel zur Ernährung unter anderem auch Abfälle aus der Fischerei annehmen, haben sich die Tiere durch dieses Überangebot an Futter in unseren Breiten stark vermehrt.
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