Lachmöwe Larus ridibundus Black-headed Gull Mouette rieuse Gabbiano comune


Lachmöwe Larus ridibundus Black-headed Gull Mouette rieuse Gabbiano comune
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Lachmöwe

Klasse: Aves (Vögel) Lachmöwe
Fotos:
Klaus Pollmeier
Ordnung: Charadriiformes (Regenpfeifervögel)
Familie: Laridae (Möwenvögel)
Gattung: Larus (Möwen)
Art: Larus ridibundus
englisch Black-headed Gull
französisch Mouette rieuse
italienisch Gabbiano comune
Verbreitung: Europa und Asien
Lebensraum: Küstengewässer und Süßwässer in Binnenregionen
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 37 cm
Fortpflanzung: Lachmöwe Lachmöwen brüten in großen Kolonien am Boden. Die Brutzeit beginnt im Mai und dauert 22 bis 24 Tage. Ein Gelege besteht im Normalfall aus drei Eiern, kann aber auch bis zu sechs Eier groß sein. Die etwa 50 Millimeter langen Eier sind von olivgrüner Farbe mit größeren braunen Tupfen. Das Daunengefieder der Jungen ist nach dem Schlüpfen von rostbrauner Farbe und hebt sich kaum von der Umgebung ab. Die Nestlinge „sperren“ nicht nach Art der Singvögel, sondern betteln mit weit vorgestrecktem Hals um Futter. Gegen Feinde der Brut, etwa Krähen und Igel, gehen alle Möwen der Kolonie in gemeinsamem Schreiangriff vor. Trotzdem erbeuten die Krähen so manches Möwenei. Nach vier bis fünf Wochen sind die Nestlinge flugfähig und eine weitere Woche später selbständig. Die Brutreife erreichen die Jungvögel im Alter von zwei Jahren.

 

Lachmöwe Lachmöwen sind durch das gesamte gemäßigte Eurasien verbreitet. Ab Ende des 19. Jahrhunderts haben sie ihr Verbreitungsgebiet nach Norden erweitert und so ab 1880 Norwegen und ab 1911 auch Island besiedelt, wo sie heute eine der häufigsten Möwenarten sind. Der Bestand ging in Europa im 20. Jahrhundert durch Bejagung und Eiersammeln stark zurück. Mittlerweile haben sich die Bestände aber wieder gut erholt. Auch heute werden noch Lachmöweneier für Speisezwecke gesammelt. Da nur Zweiergelege gesammelt werden, die Möwen aber gewöhnlich drei Eier legen, sind die Gelege noch nicht vollständig und damit auch noch nicht bebrütet. Die Möwen bringen Nachgelege hervor und so geht hiervon keine direkte Gefahr für die Lachmöwenpopulation aus. Anders sieht das für Vogelarten aus, die im Schutz der Möwenkolonien brüten und von den Eiersammlern empfindlich gestört werden. Dies betrifft zum Beispiel die bedrohten Kolbenenten oder Schwarzhalztaucher.

Lachmöwe Lachmöwen sind überwiegend Fleischfresser mit einem sehr vielseitigen Nahrungserwerb. Von Insekten und Würmern bis hin zu Fischchen und Aas reicht der Speiseplan. Sie folgen dem Pflug auf dem Feld, fangen Insekten in der Wiese oder erbeuten Jungfische mit einem angedeuteten Stoßtauchen, bei dem sie sich kurz vor dem Wasserspiegel abfangen und nur mit dem Kopf ins Wasser stoßen. Nicht zuletzt nutzen Lachmöwen auch die Müllplätze von Städten und Gemeinden oder folgen Fischkuttern und bedienen sich an deren Abfällen.

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