Mähnenwolf (Chrysocyon brachyurus)

Der Mähnenwolf ist ein Bewohner der weiten Buschsavannen im zentralen Südamerika. Etwas irreführend ist sein deutscher Name. Zwar ist der erste Teil recht bezeichnend, denn das Tier verfügt über eine dunkle Schultermähne, die bei Auseinandersetzungen mit Rivalen drohend aufgerichtet wird. Mit einem Wolf haben diese hochbeinigen Hunde allerdings nichts gemein. Das Gesicht mit der spitzen Schnauze und das orangefarbene Fell erinnern da eher an einen Fuchs. So werden die Tiere in Paraguay auch „aguara guazu“ – zu deutsch „großer Fuchs“ genannt.


Mähnenwolf Steckbrief

Klasse:Mammalia (Säugetiere)
Ordnung:Carnivora (Fleischfresser)
Familie:Canidae (Hunde, Wölfe, Koyoten, Schakale und Füchse)
Gattung:Chrysocyon (Mähnenwölfe)
Art:Chrysocyon brachyurus
Verbreitung:Vom Nordosten Brasiliens bis zum Norden Argentiniens.
Lebensraum:Savanne, Grasland und Steppe
Maße und Gewichte:Kopf – Rumpflänge: ca. 110 cm
Schulterhöhe: ca. 85 cm
Gewicht: 20 – 25 kg
Fortpflanzung:Die Paarungszeit der Mähnenwölfe fällt in die Monate von Oktober bis Dezember. Nach einer Tragezeit von 62 bis 66 Tagen bringt das Weibchen dann zwischen ein und fünf Junge zur Welt. Der Nachwuchs ist bei der Geburt blind und wiegt etwa 500 g. Die wenigen bekannten Forschungsergebnisse deuten darauf hin, daß die Jungen zwei bis drei Monate gesäugt werden und im Jahr nach ihrer Geburt fortpflanzungsfähig werden. In Zoos und Tierparks erreichen die scheuen Tiere ein Alter von bis zu 12 Jahren. Vergleichbare Daten über das Leben in freier Wildbahn liegen leider nicht vor.

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