Damhirsch (Dama dama)

Der Körper der Damhirsche wirkt leicht überbaut. Das Haarkleid und damit die Färbung wechseln die Tiere jeweils im Frühjahr und Herbst. Das Sommerkleid ist in der Regel rostbraun mit einem schwarzen Aalstrich auf dem Rücken und weißen Flecken an Flanken und Bauch. Vereinzelt kommen in freier Wildbahn auch schwarze oder weißgefärbte Tiere vor. Die Kälber der weißen Form werden mit gelblich-braunem Fell geboren. Die Hinterkeulen bilden einen weißen Spiegel mit einem schwarzen Rahmen. Der an der Oberseite schwarz gefärbte Schwanz teilt diesen Spiegel in der Mitte. Das Winterfell ist von dunklem graubraun wobei die Flecken kaum noch zu erkennen sind.


Damhirsch Steckbrief

Klasse:Mammalia (Säugetiere)
Ordnung:Artiodactyla (Paarhuftiere)
Familie:Cervidae (Hirsche)
Gattung:Dama (Damhirsche)
Art:Dama dama
Verbreitung:Ursprünglich waren Damhirsche nur in den Küstenregionen des Mittelmeerraumes beheimatet. Heute ist die Art über ganz Europa verteilt. Die nördlichsten Bestände kommen in Südschweden, Südnorwegen und England vor. In Neuseeland wurden Damhirsche durch den Menschen eingeführt.
Lebensraum:Der bevorzugte Lebensraum des Damhirsches sind lichte Mittelwälder in der Ebene und im Mittelgebirge. Damwild ist jedoch äußerst anpassungsfähig. Dies hat dazu geführt, das die Tiere auch in felsigem und trockenem Buschland eine Lebensgrundlage gefunden haben. Eine kleine Population gedeiht sogar in den Dünen der Nordseeinsel Norderney.
Maße und Gewichte:Körperlänge (Männchen): bis 230 cm
Schwanzlänge (Männchen): 20 cm
Geweihlänge (Männchen): bis 90 cm
Gewicht (Männchen): bis 100 kg
Gewicht (Weibchen): bis 50 kg
Fortpflanzung:Die Paarungszeit der Damhirsche ist Mitte Oktober. Nach einer Tragezeit von 32 Wochen trennt sich das trächtige Weibchen vom Rudel und bringt im Juni ein, selten zwei Kälber zur Welt. Der Nachwuchs wird bis zum 4. Lebensmonat gesäugt. Geschlechtsreif werden Damhirsche etwa im Alter von 2 bis 2 ½ Jahren. Die Lebenserwartung der Tiere beträgt nach gegenwärtigen Erkenntnissen etwa 25 Jahre.

Lebensraum der Damhirsche

Damhirsche kommunizieren mit Körpersprache, Lautäußerungen und Gerüchen. Damhirsche haben ein sehr gutes Sehvermögen und können kleinste Details auf große Entfernungen erkennen.

Der Mensch hat das Damwild in viele verschiedene Teile der Welt gebracht. Sie leben im Süden von Norwegen, Schweden und Finnland aber auch in Australien, Neuseeland, Südafrika, Südamerika und Nordamerika.

Damhirsche können auch an Orten leben, an denen es viel oder gar nicht regnet. Sie können in sehr kalten oder sehr heißen Klimazonen leben. Ihr Lebensraum umfasst Laub- und Mischwälder, Sümpfe und Wiesen sowie Ackerland.

Fortpflanzung der Damhirsche

Damhirsche paaren sich etwa Mitte Oktober. Nach 32 Wochen trennt sich das trächtige Weibchen von der Herde und bringt es im Juni zur Welt. Das Baby wird bis zu 4 Monaten gesäugt. Damhirsche erreichen die Geschlechtsreife im Alter von 2 bis 12 Jahren. Derzeit liegt die Lebenserwartung der Tiere bei 25 Jahren.

Während der Brunft im Oktober werden Damhirsche territorial, sie stöhnen und verteidigen ihre Paarungsposition. Nach 234 Tagen kommen im Juni-Juli die Kitze zur Welt. Wenn sie bis zur nächsten Brunft entwöhnt sind, brüten sie als Jährlinge.

Wie ein Damhirsch vor Wölfen flüchtet

Der Damhirsch hat eigentlich nur einen natürlichen Feind zu fürchten: den Wolf. Die Hauptverteidigung der Damhirsche ist bei einem solchen Angriff die Flucht. Bei schneller Flucht sprintet das Damwild mit allen vier Läufen zugleich in die Luft und kommt mit diesen federnden Sprüngen, die im Fachjargon Prellsprünge genannt werden, erstaunlich rasch voran. Wird ein Damhirsch von einem Wolfsrudel gestellt, verteidigt sich das Tier durch Schläge mit den Vorderhufen. Diese Schläge sind für Wölfe durchaus gefährlich. Die Hufe eines Damhirschs können Knochen brechen und den Jäger so stark verletzen, dass dieser daran zu Grunde gehen kann.

Wie alle Hirscharten sind die Damhirsche reine Vegetarier. Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Gras und Laub. Zwar beknabbern sie auch Bäume, richten jedoch bei weitem nicht die Schälschäden an wie das Rotwild.

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