Warzenschwein Phacochoerus aethiopicus


Warzenschwein Phacochoerus aethiopicus
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Warzenschwein

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Warzenschwein
Fotos: Fort Worth Zoo
Ordnung: Artiodactyla (Paarhuftiere)
Familie: Suidae (Schweine)
Gattung: Phacochoerus (Warzenschweine)
Art: Phacochoerus aethiopicus
Verbreitung: Afrika südlich der Sahara mit Ausnahme der Waldgebiete.
Grafisch dargestellt auf der Verbreitungskarte
Lebensraum: Savanne und Grasland
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 1,5 m
Schwanzlänge (Männchen): 75 cm
Gewicht (Männchen): 150 kg
Stoßzahn (Männchen): 37 cm
Widerristhöhe: 80 cm
Spitzengeschwindigkeit: 46 km/h
Fortpflanzung: Warzenschwein Warzenschweine können zweimal pro Jahr Junge zur Welt bringen. Die Keiler kämpfen um das Recht der Paarung miteinander. Diese Kämpfe werden in der Regel durch Stirndrängen und Schnauzenstöße entschieden. Die besonders großen oberen Eckzähne dienen bei diesen Auseinandersetzungen nur als Drohsignal. Nach einer Tragezeit von 170 – 175 Tagen bringt die Sau zwei bis acht Junge zur Welt. Der Nachwuchs ist im Gegensatz zu den Frischlingen unserer einheimischen Wildschweine aber nicht gestreift. Da die Sau nur 4 Zitzen hat, werden dementsprechend auch nur 4 Junge gesäugt. Die Überzähligen eines Wurfs gehen zugrunde. Die Frischlinge werden mehrere Monate lang gesäugt und sind nach etwa einem Jahr selbstständig. Die Geschlechtsreife erreichen Warzenschweine im Alter von zwei bis drei Jahren.

 

Warzenschwein Ihren Namen verdanken die Warzenschweine ihren drei paar Gesichtswarzen. Diese Warzen sind verknorpelte Hautgebilde, die nicht mit dem Schädelknochen verwachsen sind. Ein weiteres Merkmal der Tiere sind ihre hohen Beine. Warzenschweine leben in Familienverbänden, sogenannte Rotten, bestehend aus den beiden Elterntieren und den Jungen des letzten Wurfes. Gelegentlich sind auch die Jungen des Vorjahres noch bei der Rotte zu finden. Diese Gruppen bewohnen mit Vorliebe verlassene Erdferkelhöhlen. Ist Gefahr im Verzug, flüchten alle Tiere in die Höhle. Dabei verschwinden die Jungen als erste unter der Erde. Die Eltern schieben sich dann mit dem Hinterteil voran in den Höhleneingang. So ist gewährt, das die Tiere einem Angreifer immer die gefürchteten Eckzähne zuwenden können. Warzenschweine sind, im Gegensatz zu den meisten Angehörigen der Familie der Schweine, tagaktive Tiere. Nur während der größten Mittagshitze ruhen sie an schattigen Plätzen aus.

Warzenschwein Die Nahrung der Warzenschweine ist voll vegetarisch und besteht hauptsächlich aus kurzem Gras und Kräutern. Ihre Körperhaltung während der Nahrungsaufnahme ist ebenso ungewöhnlich wie charakteristisch für die Tiere. Es sieht so aus, als würden die Schweine ein knieende Haltung einnehmen. Dazu lassen sich die Tiere auf die Handgelenke nieder. Da Warzenschweine sich vorzugsweise fern von menschlichen Siedlungen aufhalten, schädigen sie keine landwirtschaftlichen Kulturen. Ebenso wie die Nahrungssuche steht täglich ein Besuch an einer Wasserstelle auf dem Programm. Dort suhlen die Tiere ganz nach Schweineart ausgiebig im Schlamm um Hautparasiten los zu werden. Gern scheuern sie anschließend den eingetrockneten Schlamm an Felsbrocken oder Termitenbauten wieder ab. Begegnen sich Mitglieder einer Rotte, gehört auch hier neben der Begrüßung durch Grunzlaute ein gegenseitiges Reiben zur sozialen Hautpflege.

Hauptfeinde der Warzenschweine sind Löwen, Leoparden, Hyänen und Hyänenhunde. Die Jäger haben allerdings bei den Schweinen kein leichtes Spiel. Einmal in die Enge getrieben, verteidigen sich Warzenschweine mit den scharf geschliffenen unteren Eckzähnen. Diese, im Fachjargon Gewehre genannten Zähne, haben bereits manchen Jäger das Fürchten gelehrt.

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