Mandrill Mandrillus sphinx


Mandrill Mandrillus sphinx
Bewertung

Mandrill

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Mandrill
Foto:
Ordnung: Primates (Primaten)
Familie: Cercopithecidae (Tieraffen)
Gattung: Mandrillus (Mandrill)
Art: Mandrillus sphinx
Verbreitung: Kamerun, Nigeria und Gabun
Grafisch dargestellt auf der Verbreitungskarte
Lebensraum: Tropische Urwälder
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 65 – 95 cm
Körperlänge (Weibchen): 50 – 65 cm
Gewicht (Männchen): 20 – 28 kg
Gewicht (Weibchen): etwa 11 kg
Fortpflanzung: Leider ist über das Paarungsverhalten der Mandrills in freier Wildbahn wenig bekannt. Das Weibchen bringt nach einer Tragezeit von 36 Wochen ein einzelnes Junges zur Welt. Das Junge hat zunächst ein helles Gesicht, welches sich aber bald in das Dunkel bis Schwarz der Erwachsenen umfärbt. Im Alter von 52 Wochen ist das Junge entwöhnt. Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere etwa mit 5 Jahren. In Gefangenschaft liegt das Höchstalter bei rund 46 Jahren. Wie alt Mandrills im Freiland werden, ist noch nicht geklärt.

 

Mandrill Der Mandrill gehört wohl zu den buntesten Altweltaffen. Die Farbe auf der nackten Haut von Gesicht und Gesäß ist so grell wie bei keinem anderen Säugetier sonst. Je mehr sich ein Mandrillmännchen erregt, umso leuchtender werden diese Farben. Obwohl es recht viele Theorien über die Funktion der lebhaften Farben des Mandrill gibt, dürfte diese wohl in erster Linie zum Abschrecken möglicher Gegner oder Konkurrenten dienen. Der Vorteil einer solchen Drohung liegt darin, den Gegner stark einzuschüchtern. Dadurch läßt sich ein Kampf, und somit das Risiko einer ernsten Verletzung, häufig vermeiden.

Obwohl der Mandrill vorzugsweise im dichten Urwald lebt, hält er sich die meiste Zeit am Waldboden auf. Ausflüge in die höher gelegenen Bereiche des Waldes sind eher selten. Der Speiseplan der Tiere ist dabei recht umfangreich. Neben ihrer Hauptnahrung, die aus allerlei Waldfrüchten besteht, verzehren die Tiere auch Insekten, kleine Nagetiere, Jungvögel, kleine Echsen. Frösche, Fische und Krabben. Während der Trockenzeit von Juni bis August, wenn das Nahrungsangebot im Waldinnern eher gering ist, plündern die Affen gelegentlich auch von Menschen bewirtschaftete Felder, insoweit diese an Waldgebiete grenzen. Das der Mandrill von daher bei der ortsansässigen Bevölkerung nicht sonderlich beliebt ist, versteht sich da von selbst.

Die Gesellschaftsform der Mandrills gab den Wissenschaftlern früher große Rätsel auf. Am häufigsten leben die Affen wohl in Gruppen von 15 bis 50 Individuen. Eine solche Gruppe umfaßt ein ranghohes Männchen mit einer Anzahl Weibchen und deren Nachwuchs. Solche Gruppen schließen sich aus bisher ungeklärten Gründen immer wieder zu Großverbänden zusammen. Die deutliche Gliederung der einzelnen Gruppen bleibt aber auch innerhalb dieses Verbandes erhalten. Um Kontakt mit den übrigen Gruppenmitgliedern zu halten erzeugen Mandrills während ihrer Futtersuche ständig die unterschiedlichsten Töne. Einem Mandrillverband zu begegnen, der kreischend, krächzend und grunzend durch die Wälder zieht, gehört wohl zu den beeindruckendsten Erlebnissen, die man während eines Afrikabesuchs haben kann.

Leider gehört auch der Mandrill zu den Arten, die laut roter Liste der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN), stark gefährdet sind. Trotzdem werden die Affen immer noch gejagd. Ein Grund dafür ist das Fleisch, welches von vielen Einheimischen sehr geschätzt wird. Ein weiterer Grund stellen seine Übergriffe auf die Felder der Bauern dar. Eine weit größere Gefahr als die Bejagung ist aber die Zerstörung des Lebensraumes. Um wertvolle Edelhölzer zu erreichen, werden immer größere Schneisen in den Regenwald geschlagen. Auf den Spuren der Holzfäller dringen anschließend landhungrige Siedler oder Jäger in die Wälder ein. Die resultierenden Schäden an Wald und Natur führen dabei zu einem ständigen Rückgang der in den Regenwäldern lebenden Arten.

Processing your request, Please wait....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.