Kanadagans Branta canadensis


Kanadagans Branta canadensis
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Kanadagans

Klasse: Aves (Vögel) Kanadagans
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Ordnung: Anseriformes (Enten, Gänse, Schwäne und Wehrvögel)
Familie: Anatidae (Enten, Gänse und Schwäne)
Gattung: Branta (Meeresgänse)
Art: Branta canadensis
Verbreitung: Ursprünglich ist die Kanadagans in Nordamerika beheimatet. Das Brutgebiet ist das nördliche Nordamerika von den Aleuten bis an den Atlantik. In Europa wurde die Kanadagans durch den Menschen eingeführt. Sie ist damit eine sogenannte Neozoenart, da sie dieses Gebiet mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht aus eigener Kraft erreicht hätte. Die ersten Gänse wurden im 17. Jahrhundert in Großbritannien eingeführt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden die Gänse auch im scandinavischen Raum eingebürgert. Die Bestände breiten sich von dort aus auch weiter südlich nach Belgien, Niederlande und Deutschland aus.
Lebensraum: Felder und Grasland in der Nähe von Seen oder Sümpfen mit bewaldeten Uferbereichen.
Maße und Gewichte: Körperlänge: 90 bis 110 cm
Gewicht: bis 5,2 kg
Spitzengeschwindigkeit: 95 km/h
Fortpflanzung: Die Kanadagans nistet in einer Erdmulde. Das Nest wird in der Regel an einem abgelegenen, störungsfreien Ort mit freiem Blick nach allen Seiten gebaut. Die Gänse bilden zum Teil Kolonien und bauen ihre Nester in gewissem Abstand von einander am gleichen Ort. Nachdem das Nest mit Pflanzenteilen und Daunen ausgekleidet wurde, legt das Weibchen zwischen zwei und elf Eier. Nach einer Brutzeit von 28 bis 30 Tagen schlüpfen die Jungen, die ihr Nest bereits nach 4 Tagen zum ersten Mal verlassen. Die Jungen werden rund 9 Wochen lang von beiden Elternteilen gefüttert. Kanadagänse sind äußerst ortstreu, das heißt die meisten Jungvögel brüten später dort, wo sie zur Welt gekommen sind.

 

Kanadagänse ernähren sich vegetarisch von jungen Gräsern, Kräutern und Wasserpflanzen. Da die Tiere aber häufig in der Nähe von Menschen leben, nutzen sie auch dessen Landbewirtschaftung und holen sich Getreidekörner, Maiskörner, Wintergetreide oder Raps von den Feldern. In Deutschland wurde ihr Bestand 1999 auf rund 5000 Tiere bei etwa 500 Brutpaaren geschätzt. Da die in Scandinavien lebenden Populationen den Winter in südlicheren Gefilden verbringen, kann man an der Ostseeküste in strengen Wintern bis zu 30.000 überwinternde Tiere sehen. Natürliche Feinde hat die Kanadagans heute nicht mehr viele. Ihr größter Feind in unseren Regionen ist wohl der Fuchs. Als weitere Feinde sind, soweit regional vorhanden, noch der Habicht, der Wanderfalke oder der Seeadler zu nennen.

 

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