Gorilla gorilla


Gorilla gorilla
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Gorilla

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Gorilla
Fotos:
Ordnung: Primates (Primaten)
Familie: Pongidae (eigentliche Menschenaffen)
Gattung: Gorilla (Gorillas)
Art: Gorilla gorilla
Verbreitung: Flachlandgorillas kommen in Gabun, Kamerun, Nigeria und Zaire vor. Berggorillas leben in Ruanda, Uganda und Tansania.
Lebensraum: Tropische Regenwald im Flachland oder Gebirgswälder.
Maße und Gewichte: Körperlänge: bis 190 cm
Gewicht: bis 220 kg (Männchen) bzw. bis 100 kg (Weibchen)
Fortpflanzung: Eine bestimmte Paarungszeit gibt es bei den Gorillas nicht. Nach einer Tragezeit von rund 260 Tagen wird in der Regel ein Junges geboren. Zwillingsgeburten kommen zwar vor, sind aber sehr selten. Das Junge wiegt bei der Geburt etwa 1800 bis 2300 Gramm und ist von graurosa Farbe. Das Neugeborene ist am Rücken leicht und am Kopf bereits stark behaart. Die Haut färbt sich nach wenigen Tagen zu dem typischen Schwarz. Obwohl die Augen sofort offen sind, können die Jungen erst nach rund einer Woche scharf sehen. Nach etwa 9 Wochen beginnt der Nachwuchs herum zu kriechen und im Alter von 9 Monaten kann er aufrecht laufen. Geschlechtsreif werden die Weibchen mit 6 – 7 Jahren, die Männchen mit 8 – 9 Jahren. Richtig Erwachsen werden die Männchen aber erst mit 14 – 15 Jahren.

 

Gorillas sind friedfertige Tiere, die nur angreifen, wenn sie zuvor schwer gereizt wurden. Die Tiere leben in Gruppen von 2 bis 30 Mitgliedern und werden von einem starken Männchen angeführt. Wittert das Leittier eine Gefahr, weicht es mit seiner Gruppe viel lieber aus, als es auf eine Konfrontation ankommen zu lassen.
Die Gorillas leben in freier Wildbahn ausschließlich von pflanzlicher Kost. Es wurde noch niemals beobachtet, das die Tiere Fleisch, Eier oder Insekten fraßen, obwohl sie in Gefangenschaft solche Kost bereits akzeptiert haben. Als Revier beanspruchen Gorillas ein Gebiet von etwa 20 Quadratkilometer. Gorilla-Nachwuchs Die Tiere scheinen ihr Territorium allerdings völlig willkürlich zu durchstreifen. Geschlafen wird dort, wo der Trupp gerade bei Einbruch der Dunkelheit ist. Gibt es geeignete Bäume in der Nähe, flechten die Weibchen und Jungen aus Zweigen und Blättern ein Schlafnest. Jungen unter 3 Jahre schlafen in der Regel im Nest ihrer Mutter. Die erwachsenen Männchen dagegen schlafen immer auf dem Boden.
Gorillas haben kein zusammenhängendes Verbreitungsgebiet mehr. Die vorhandenen Populationen teilt man heute in drei Gruppen auf. Zum ersten die Tiere im flachen Westen Zentralafrikas (Gorilla gorilla gorilla). Sie sind im allgemeinen braungrau und der für ältere Männchen typische graue Rückenstreifen erstreckt sich bis auf die Oberschenkel. Die im Tiefland des Kongo lebenden Tiere (Gorilla gorilla graueri) dagegen sind von schwarzer Farbe mit einer viel kleineren Rückenzeichnung. Schließlich gibt es noch die Berggorillas (Gorilla gorilla beringei), die in den Gebirgen um den Kiwusee bis zu einer Höhe von 3600 Meter leben. Sie sind den östlichen Flachlandgorillas ähnlich bis auf ihre kürzeren Arme und die längere Behaarung. Die Unterscheide sind jedoch nur mit einem geschulten Auge zu erkennen.
Die Gorillas laufen gewöhnlich auf allen vieren. Sie treten dabei mit der gesamten flachen Fußsohle auf. Vorne stützen sie sich auf die umgeknickten Fingerknöchel. Den größten Teil ihres Lebens verbringen diese Primaten auf dem Boden. Auf Bäume klettern eigentliche nur die Jungen und die Weibchen. Leider sind diese prachtvollen Tiere heute akut vom Aussterben bedroht. Immer noch werden die Tiere von Wilderern erschossen, nur um ihre Köpfe, Hände und Füße als Trophäen und Souveniers zu verkaufen. Die scheuen Berggorillas sind zudem durch die Einengung ihres Lebensraumes durch den sich immer weiter ausbreitenden Menschen gefährdet.

 

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