Luchs europäischer Lynx


Luchs europäischer Lynx
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Europäischer Luchs

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Europäischer Luchs
Fotos:
Ralf Schmode
Ordnung: Carnivora (Fleischfresser)
Familie: Felidae (Echte Katzen)
Gattung: Felis (Kleine Katzen, Luchse und Pumas)
Art: Lynx Lynx
Verbreitung: Usprünglich in ganz Kontinental-Europa und Asien nördlich des Himalaya mit Ausnahme der Wüsten und Steppen verbreitet, kommt der europäische Luchs heute nur noch in Asien und Nordeuropa und sporadisch in West- und Mitteleuropa vor.
Lebensraum: Waldland und Bergwälder von Meereshöhe bis hoch in die Berge.
Maße und Gewichte: Gewicht: 16 – 26 kg
Körperlänge: 80 – 120 cm
Schulterhöhe: 50 – 60 cm
Schwanzlänge: 20 – 25 cm
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Fortpflanzung: Europäischer Luchs Die Paarungszeit der Luchse reicht von Mitte Februar bis in den April. Nach einer Tragezeit von 68 bis 72 Tagen kommen dann ein bis vier, in der Regel aber zwei Junge zur Welt. Gegen Ende der zweiten Lebenswoche öffnen die blind geborenen Jungen ihre Augen. Nach einer Säugezeit von rund zwei Monaten beginnen die Jungen damit, fest Nahrung zu sich zu nehmen. Zur gleichen Zeit beginnt der Nachwuchs mit den ersten Erkundungen der näheren Umgebung ihrer Geburtsstätte, die meist in einer Höhle oder Felsspalte liegt. Die Jungluchse bleiben in der Regel bis Ende des ersten Lebensjahres bei der Mutter. Die Geschlechtsreife erreichen die Jungen mit etwa zwei Jahren. Luchse können in freier Wildbahn durchaus bis zu 18 Jahre alt werden.

 

Der europäische Luchs ist die größte in Europa vorkommende Wildkatze. Die vorwiegend dämmerungsaktiven Tiere leben außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger. Männliche Luchs beanspruchen Territorrien von bis zu einer Größe von 300 km² und überlappen meist mehrere der deutlich kleineren Territorrien der Weibchen. Typisch für Luchse und sehr ungewöhnlich für Katzen sind die „Pinselohren“ und ihre Backenbärte. Während die meisten Katzen durch Haltung und Bewegung ihrer Schwänze kommunizieren, bedienen sich Luchse hier ihrer haarigen Zusätze. Der Backenbart zum Beispiel kann weit abgespreizt aber auch eng zusammengezogen werden, je nach Laune des Trägers.

Europäischer Luchs Zu den Beutetieren des Luchs zählen Säugetiere von Maus- bis Rehgröße, bodenbrütende Vögel und Fallwild. Aas fressen Luchse nur selten. Die Jagdmethode ist typisch Katze: Anschleichen, Anspringen und mit einem gezielten Biss in die Kehle rasch töten. Kann das Beutetier fliehen, ist es praktisch schon in Sicherheit. Luchse sind keine Hetzjäger und geben die Verfolgung meist schon nach 20 Metern auf. Ihre Beute fressen Luchse fast vollständig auf und verschwenden nichts. Nur große Knochen, die Haut und der Verdauungstrakt bleibt liegen.

In Europa wurden die Luchspopulationen in den letzten 200 Jahren immer mehr eingeschränkt. Er galt bei den Jägern als Konkurrent und wurde von daher gnadenlos verfolgt. Mittlerweile konnten durch viel Überzeugungsarbeit von Natur- und Artenschutzorganisationen Projekte zur Wiederauswilderung gestartet werden. Trotzdem gilt der Luchs im deutschsprachigen Raum nach wie vor als ausgestorben un die wenigen lebenden Tiere müssen immer noch Vorurteilen seitens der ach so ehrbaren Jägerschaft kämpfen.

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One Response
  1. Jess ♥ says:

    Die Seite hat mir sehr gehlolfen. sie enthält wichtige informationen und übertrifft zu diesem thema auch wikipedia um Längen!

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