Buckelwal Megaptera novaeangliae


Buckelwal Megaptera novaeangliae
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Buckelwal

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Buckelwal

Fotos:
www.unterwasserbilder.de

Ordnung: Cetacea (Waltiere)
Familie: Balaenopteridae (Furchenwale)
Gattung: Megaptera (Buckelwale)
Art: Megaptera novaeangliae
Verbreitung: alle Meere
Lebensraum: tiefe Gewässer in der Nähe der Küste
Maße und Gewichte: Körperlänge: bis etwa 16 m
Gewicht: 25 bis 30 Tonnen
Fortpflanzung: Buckelwale bringen nach einer Tragezeit von 52 Wochen ein einzelnes Junges zur Welt. Der Nachwuchs ist bei der Geburt etwa vier bis fünf Meter lang und wiegt bereits eta anderthalb Tonnen. Etwa 45 – 48 Wochen lang wird der „Kleine“ von seiner Mutter gestillt. Geschlechtsreif werden Buckelwale etwa im Alter von vier bis fünf Jahren. Zu diesem Zeitpunkt haben sie bereits die stattliche Länge von 11 oder 12 Metern erreicht. Die Lebenserwartung der friedfertigen Riesen liegt bei 30 bis 50 Jahren.

 

Buckelwal Der Buckelwahl ernährt sich trotz seiner enormen Größe wie alle Bartenwale einerseits von marinen Kleintieren, dem sogenannten Krill, und von kleinen, maximal heringgroßen, Schwarmfischen. Um an seine Nahrung zu gelangen verfügt der Buckelwal über etwa 800 längliche Hornplatten, welche wie ein Lamellenvorhang von seinem Oberkiefer herabhängen. Die Nahrungsaufnahme eines Buckelwals sieht dabei wie folgt aus:
Zuerst nimmt der Wal einen mehrere hundert Liter umfassenden „Schluck“ Meerwasser in seinen Rachen. Dann schließt er den Mund und drückt das Wasser mit seiner Zunge durch die Barten und zwischen den Lippen hindurch wieder nach draußen. Die kleinen Beutetierchen bleiben dabei an den ausgefransten Rändern der Barten hängen und werden anschließend verschluckt. Bereits mehrfach wurde dabei von Forschern eine besondere „Jagdmethode“ beobachtet:
Entdeckt der Wal einen Schwarm kleiner Fische, so schwimmt er im Kreis um seine Beute und läßt dabei langsam und kontrolliert Atemluft ab. Dadurch entsteht eine Art Vorhang aus Luftblasen im Wasser. Die Fische trauen sich nicht, dieses Netz aus Luft zu durchschwimmen. Also schwimmt der Wal nun mitten durch den Fischschwarm und nimmt Nahrung in Massen auf.Buckelwal Obwohl in allen Meeren Zuhause, ist die Verteilung der Meeressäuger nicht gleichmäßig. Die wärmeren Jahreszeiten vom Frühling bis zum Herbst verbringen die Tiere in den kalten Polarmeeren. Hier finden sie besonders viel Nahrung. Im Spätherbst ziehen die Tiere dann in die wärmeren Gewässer in Äquatornähe. Hier findet im Winter die Paarung statt und hier kommen auch die anfangs noch kälteempfindlichen Jungen zur Welt.

Buckelwale verhalten sich wohl am auffälligsten von allen Walarten. Neben den bekannten „Walgesängen“ springen die riesigen Tiere immer wieder hoch aus dem Wasser. Manchmal erheben sich die Giganten dabei bis 4 Meter hoch aus dem Wasser. Die Gesänge der Wale geben den Wissenschaftlern immer noch Rätsel auf. Obwohl man annimmt, das die Lieder mitunter auch der Partnerfindung dienen, ist ihre genaue Bedeutung noch ungewiß. Dies liegt wohl auch daran, daß die Walbullen je nach Region unterschiedliche Lieder singen und diese sich auch noch von Jahr zu Jahr erheblich verändern. Da immer alle Bullen einer Region zeitgleich dasselbe Lied singen, drängt sich ein Vergleich mit den unterschiedlichen Dialekten der menschlichen Sprache auf. Ob die Walgesänge jedoch mehr Bedeutung enthalten, als das Lied einer Amsel in unserem Garten ist bis heute nicht geklärt.

Buckelwal Von der geschätzten ursprünglichen Gesamtpopulation von 150.000 Individuen sind nach Jahrzehnten unablässiger Jagd heute, Ende des 20. Jahrhunderts, nicht viel mehr als 12.000 – 14.000 Tiere übrig. 1963 wurde der Buckelwal zwar in seinem gesamten Verbreitungsgebiet von der Internationalen Walfangkommission (IWC) unter vollständigen Schutz gestellt, genützt hat es den Riesen der Meere aber wenig. Nationen wie Japan oder Norwegen lassen sich da wenig vorschreiben und fühlen sich bei der äußerst profitablen Ausrottung dieser Tiere auch noch im Recht.


Private Meinung des Autors:
Trotz einer rasanten technischen Entwicklung scheint sich ein erheblicher Prozentsatz der Menschheit in Puncto ethischem Denken in den letzten 10.000 Jahren nicht weiterentwickelt zu haben. Im Angesicht lukrativer Gewinne tritt wohl das Verantwortungsgefühl gegenüber unserer Welt bei vielen Geschäftsleuten weit in den Hintergrund.

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