Ochsenfrosch Nordamerikanischer Rana catesbeiana Bullfrog


Ochsenfrosch Nordamerikanischer Rana catesbeiana Bullfrog
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Nordamerikanischer Ochsenfrosch

Stamm: Chordata (Chordatiere) Nordamerikanischer Ochsenfrosch
Fotos:
John White
Unterstamm: Vertebrata (Wirbeltiere)
Klasse: Amphibia (Lurche)
Ordnung: Anura (Froschlurche)
Familie: Ranidae (Echte Frösche)
Gattung: Rana
Art: Rana catesbeiana
englisch Bullfrog
französisch Ouaouaron
italienisch Rana toro
Verbreitung: Südosten Kanadas, Osten und Mitte der USA bis in den Süden und Mexiko
Eingeführt im Westen der USA, Großbritannien, Europa und Australien
Lebensraum: Seen, Teiche, Sumpfgebiete und Wassergräben
Maße und Gewichte: Körperlänge: 15 – 18 cm
Gewicht: 500 – 600 g
Fortpflanzung: Nordamerikanischer Ochsenfrosch Die Fortpflanzungszeit der Ochsenfrösche ist der Frühling und der Frühsommer. Zur Befruchtung der Eier umklammert das Männchen seine Partnerin. Er umschließt dabei mit seinen Vorderbeinen ihren Körper gerade hinter ihren Vorderbeinen und befruchtet die Eier, während sie gelegt werden. Die Angaben über die Menge der gelegten Eier sind sehr unterschiedlich. Das reicht von ca. 15.000 bis zu 48.000 Eier. In der Regel wird ein Weibchen aber wohl nicht mehr als 20.000 Eier ablaichen. Die Eier bilden dabei eine große, weitläufige, auf der Wasseroberfläche schwimmende Masse von der Höhe eines Eis. Nach etwa vier bis fünf Tagen schlüpfen die Kaulquappen aus. Die Metamorphose zum Frosch ist sehr von den Umweltbedingungen abhängig und findet in einem Zeitrahmen von 3 bis 14 Monaten statt.

 

Ochsenfrosch Ochsenfrösche sind an der Oberseite braun bis olivgrün gefärbt, die Unterseite ist hell mit dunklen Flecken. Von den heimischen Wasserfröschen läßt sich der nordamerikanische Ochsenfrosch recht einfach unterscheiden. Zum einen durch die kehlständige Schallblase zum anderen durch das erheblich größere Trommelfell. Die Ernährung der Frösche ist recht vielseitig, sie gelten als „unersättlich“. Von Insekten über Regenwürmer, Panzerkrebse, Schnecken, kleinere Frösche, Schlangen, Schildkröten und Eidechsen bis hin zu Fischen und Vögeln gehören zu ihrer Speisekarte.

In Europa wurden die Tiere hauptsächlich für die Gastronomie eingeführt. Spezielle Farmen sollten den Bedarf an Froschschenkeln in Restaurants abdecken. Weitere Tiere wurden und werden von Zoohandlungen zur Bereicherung des heimischen Gartenteiches angeboten. Leider ist der Ochsenfrosch eine recht aggressive Art mit großem Wachstumspotential. Da den Tieren bei uns auch noch die typischen Fressfeinde wie Wasserschlangen und große Schildkröten fehlen, vermehren sich in Freiheit gelangte Tiere mitunter explosionsartig. Dadurch werden unsere einheimischen Arten natürlich beeinträchtigt. Zur Zeit wird daher eine kontroverse Debatte über die Bejagung der Ochsenfrösche geführt.

In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, daß das Aussetzen von Tieren und Pflanzen in Deutschland streng verboten ist. Exoten wie der hier gezeigte Ochsenfrosch stellen eine massive Bedrohung für unsere einheimischen Arten dar.

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