Riesenkänguruh Macropus rufus


Riesenkänguruh Macropus rufus
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Riesenkänguruh

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Rotes Riesenkänguruh
Fotos: Fort Worth Zoo
Ordnung: Marsupialia (Beuteltiere)
Familie: Macropodidae (Känguruhs)
Gattung: Macropus (Känguruhs)
Art: Macropus rufus
Verbreitung: gesamtes Inland des kontinentalen Australiens
Grafisch dargestellt auf der Verbreitungskarte
Lebensraum: Strauchsteppe und trockenes Grasland
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 1,6 m
Körperlänge (Weibchen): 1,1 m
Schwanzlänge (Männchen): 1 m
Schwanzlänge (Weibchen): 85 cm
Gewicht (Männchen): 82 kg
Gewicht (Weibchen): 35 kg
Fortpflanzung: Riesenkänguruh Das rote Riesenkänguruh kennt keine festen Paarungszeiten. Die Tiere können sich also das ganze Jahr hindurch paaren. Nach einer Tragezeit von nur 33 Tagen wird das Junge geboren. Das noch recht wenig entwickelte Neugeborene krabbelt dann, durch den Geruchsinn geleitet, selbstständig in den Beutel des Mutter und saugt sich an einer Zitze fest. Dort entwickelt sich das Junge im Zeitraum von rund 235 Tagen zu einem voll ausgebildeten Känguruh. Erstaunlich ist, das ein Känguruhweibchen bereits einige Tage nach der Geburt wieder trächtig werden kann. Der Keimling entwickelt sich jedoch in der Gebärmutter nur bis zu einer Größe von etwa 100 Zellen. Die Weiterentwicklung des Embryo ruht, bis das ältere Junge den Beutel verläßt. Bald darauf wird das folgende Junge geboren und die Mutter wieder begattet. So sind Mütter, die ein großes Jungtier, das noch saugt, ein winziges im Beutel und einen gering entwickelten Embryo in ihrer Gebärmutter mit sich führen, keine Seltenheit.

 

Riesenkänguruh Rotes Riesenkänguruh Das rote Riesenkänguruh ist das größte lebende Beuteltier. Ihre auffallend rote Färbung verdanken die Männchen einer Absonderung von Hautdrüsen. Die Tiere verteilen dieses Sekret mit den Vorderpfoten über den gesamten Körper. Riesenkänguruhs nutzen bei langsamer Fortbewegung ihre kurzen Vorderbeine. Während Sie den muskulösen Schwanz zwischen den Hinterbeinen abstützen, stemmen sich die Tiere mit den Vorderpfoten ab. Der Körper ruht nun auf 3 Punkten und die Hinterbeine können gemeinsam nach vorne schwingen und neben den Vorderpfoten aufsetzen. Zur schnellen Fortbewegung aber nutzen Känguruhs ausschließlich ihre muskulösen Hinterbeine zum hüpfen. Normalerweise bewegen sich die Tiere mit einer Geschwindigkeit von ca. 12 km/h fort. Ihre Sprünge sind dabei zwischen 2 und 5 Meter weit und rund 1,50 Meter hoch. Auf der Flucht jedoch können die Tiere kurzfristig eine Geschwindigkeit von mehr als 80 km/h erreichen. Dabei springen Sie über 3 Meter hoch und bis zu 9 Meter weit.

Rotes Riesenkänguruh Riesenkänguruh Als reine Pflanzenfresser ernähren sich die Riesenkänguruhs von Gräsern, Kräutern, Laub und Rinde. Obwohl sich bei entsprechenden Untersuchungen heraustellte, das Känguruhs im allgemeinen andere Pflanzenarten bevorzugen als Schafe, sehen die Schafzüchter Australiens die Tiere als Nahrungskonkurrenten und verfolgen und bejagen die Tiere mit allen Mitteln. Natürliche Feinde dagegen kennen die Riesen nicht. Fremde Tiere wagen sich nur selten heran, da ein Riesenkänguruh durchaus wehrhaft sein kann. Zur Verteidigung trommeln die Tiere mit den Vorderpfoten auf ihre Gegner ein oder teilen mit den kräftigen Hinterbeinen gezielte Tritte aus. Der Schwanz dient dabei als „3. Fuß“.

Trotz Verfolgung durch Schafzüchter und den vielen Unfällen mit Autos auf den weiten Straßen Australiens ist das rote Riesenkänguruh zur Zeit noch häufig anzutreffen.

 

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