Indri Indriidae Indris


Indri Indriidae Indris
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Indri

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Indri
Foto: Martin Kramer
Ordnung: Primates (Primaten)
Familie: Indriidae (Indris)
Gattung: Indri (Indri)
Art: Indri indri
Verbreitung: Der Indri lebt ausschließlich auf Madagaskar.
Lebensraum: Regenwald bis in eine Höhe von 1800 Meter
Maße und Gewichte: Körperlänge: bis 80 cm
Schwanzlänge: bis 5,5 cm
Gewicht: 7 – 10 kg
Fortpflanzung: Über die Fortpflanzungsgewohnheiten des Indri ist nur wenig bekannt. Er lebt in dauerhafter Einehe in der das Weibchen im Durchschnitt nur alle drei Jahre ein Junges zur Welt bringt. Das Junge wird etwa 26 Wochen lang gesäugt, bleibt aber bis zur Geschlechtsreife, die mit acht bis neun Jahren eintritt, in der Familiengruppe. Solche Gruppen bestehen daher aus maximal vier bis fünf Tieren.

 

Der Indri ist von allen Halbaffen, den sogenannten Lemuren, der Größte. Als weitere Besonderheit besitzt der Indri als einziger in der Familie der Lemuren nur einen kurzen Stummelschwanz. Die Tiere sind tagaktive Pflanzenfresser. Zu ihrer Nahrung gehören alle Arten von Blättern, Früchten, Blüten und Knospen. Im allgemeinen halten sich die Tiere im Kronenbereich des Waldes auf. Nur äußerst selten steigt ein Indri auf den Boden hinunter, steht dann jedoch aufrecht und bewegt sich mit hoch erhobenen Armen, ähnlich den Gibbons, fort. Sein 15 bis 30 Hektar großes Revier markiert ein Indri mit lautstarkem Gesang. Dieser Gesang beginnt mit einer Art Bellen und geht dann in Laute über, die an menschliche Schmerzenslaute oder Hundeheulen erinnern. Benachbarte Gruppen antworten gewöhnlich auf diese Rufe, so das nach und nach der ganze Wald von den eindrucksvollen Gesängen der Indris erfüllt ist. Bedingt durch diese Gesänge und sein menschenähnliches Aussehen hat der Indri die Mythen und Legenden der Ureinwohner Madagaskars nachhaltig beeinflußt. So glaubten viele Madagassen daran, das die Seelen ihrer Verstorbenen als Babakoto, wie der Indri von ihnen genannt wird, wiedergeboren werden. Die Tiere wurden daher in früheren Zeiten als heilig verehrt.

Heute gehört der Indri zu den akut vom Aussterben bedrohten Tierarten. Im Falle des Indri ist nicht die direkte Verfolgung durch den Menschen die Bedrohung, sondern vielmehr die Zerstörung seines Lebensraumes. Die Menschen auf Madagaskar haben im Laufe der Jahre über 80 Prozent des Regenwaldes, der einst die ganze Insel bedeckte, zerstört. Die gerodeteten Flächen wurden zum Anbau von Reis benötigt, um die steigende Zahl von Einwohnern zu ernähren. Mit Hilfe des WWF versuchen die madagassischen Behörden den Indri in mehreren kleinen Naturschutzgebieten zu erhalten. Leider sind die Erfolge auf Grund fehlender finanzieller und fachlicher Mittel eher bescheiden.

 

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