Eichhörnchen Sciurus vulgaris


Eichhörnchen Sciurus vulgaris
Bewertung

Eichhörnchen

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Eichhörnchen
Fotos:
Martin Partsch
Ordnung: Rodentia (Nagetiere)
Familie: Sciuridae (Hörnchen)
Gattung: Sciurus (Baumhörnchen)
Art: Sciurus vulgaris
Verbreitung: Europa und Asien
Lebensraum: Mittelmeerraum, Laub- und Nadelwälder
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 28 cm
Gewicht (Männchen): 500 g
Schwanzlänge (Männchen): 24 cm
Fortpflanzung: Eichhörnchen Männchen und Weibchen der Eichhörnchen kommen nur zur Paarungszeit ab Februar zusammen. Eichhörnchen bauen mehrere Nester, sogenannte „Kobel“. Es handelt sich dabei um Hohlkugeln, die mit Moos, Federn und Wolle ausgepolstert werden. Ein Nest dient als Hauptnest, daneben werden mehrere Schlafstätten und Schutzverstecke angelegt.
Nach einer Tragezeit von 38 Tagen werden in Schnitt 4, manchmal bis zu 8 Junge geboren. Während dieser Zeit ist die Mutter extrem aggressiv, vor allem gegen das Männchen. Der Nachwuchs ist bei der Geburt nackt, blind und taub. Nach 10 bis 13 Tagen wächst der erste Flaum und nach 19 Tagen sind die Jungen dicht behaart. Die Augen öffnen sich nach etwa 4 Wochen. Die Mutter säugt ihre Jungen etwa 40 Tage lang. Dann beginnen die Kleinen damit, ihrer Mutter feste Nahrung zu „stibitzen“. im Alter von etwa 8 Wochen sind die jungen Eichhörnchen selbständig und verlassen das Nest. In guten Jahren gelingt es den Eichhörnchen ab August noch einen 2. Wurf Junge groß zu ziehen. In freier Wildbahn können Eichhörnchen 10, manchmal sogar 12 Jahre alt werden.

 

Das Eichhörnchen ist eines der bekanntesten Nagetiere unserer Heimat. In den Parks vieler Städte sind die anmutigen Tiere oft so zutraulich geworden, daß man hier von einem echten Kulturfolger sprechen kann.

Eichhörnchen Als echtes Baumtier verbringt das Eichhörnchen fast sein ganzes Leben in luftiger Höhe. Sie beginnen mit ihren Aktivitäten in der Zeit um Sonnenaufgang. Am regsamsten sind die Tiere am frühen Morgen und am späten Nachmittag, bei guten Wetterbedingungen auch am Mittag. Ende Herbst nimmt ihre Aktivität langsam wieder ab, und im Winter verlassen sie nur noch gegen Mittag ihren Kobel. Einen richtigen Winterschlaf halten die quirligen Tiere aber nicht.

Eichhörnchen Der Speiseplan von Eichhörnchen ist recht umfangreich. Nadelbaumsamen, Haselnüsse, Bucheckern, Baumnüsse, Knospen, Früchte, Wurzelknollen und Pilze, ja sogar Vogeleier und Jungvögel gehören zur Nahrung der Hörnchen. In Zeiten des Nahrungsüberflusses legen Eichhörnchen Vorräte in unterschiedlichen Verstecken an. Im Winter liefern diese Verstecke einen großen Teil der benötigten Nahrung, allerdings finden die Hörnchen bei weitem nicht alle Nahrungsdepots wieder. Die „verloren“ gegangen Vorräte an Samen und Nüssen tragen zu einem nicht unerheblichen Teil zur natürlichen Aufforstung des Waldes bei.

Eichhörnchen können aufgrund ihrer langen Finger mit den starken Krallen ausgezeichnet klettern. Sie können aber auch sehr gut Distanzen bis zu 5 Meter überspringen, wobei ihnen ihr buschiger Schwanz als Steuer- und Schwebehilfe dient und die Flughaut zwischen Ellbogen und Körper den Luftwiderstand erhöht. Auf der Erde bewegen sich Eichhörnchen hüpfend, wobei sie zwischendurch häufig stehen bleiben, um zu sichern, d.h. um die Umgebung zu beobachten.

Die Hauptfeinde der Eichhörnchen sind Baummarder, Habicht und andere Greifvögel.

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