Chinchilla Chinchilla lanigera


Chinchilla Chinchilla lanigera
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Chinchilla

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Chinchilla
Ordnung: Rodentia (Nagetiere)
Familie: Chinchillidae (Hasenmäuse)
Gattung: Chinchilla (Chinchillas)
Art: Chinchilla lanigera
Alias: Wollmaus
Verbreitung: Ursprünglich stammen Chinchillas aus den Bergregionen der Anden von Chile über Peru und Bolivien bis Argentinien
Lebensraum: Halbwüstengebiete und felsige Berghänge
Maße und Gewichte: Körperlänge: 21 – 30 cm
Schwanzlänge (Männchen): 18 cm
Gewicht: 400 – 800 g
Fortpflanzung: Nach einer Tragezeit von 111 Tagen bringen Chinchillaweibchen zwischen einem und sechs (in der Regel aber zwei) Jungen zur Welt. Der Nachwuchs ist bereits bei der Geburt sehr weit entwickelt. Die Jungen besitzen ein vollständiges Fell und die Augen sind offen. Bereits wenige Stunden nach der Geburt können die Tiere laufen und nehmen schon wenige Tage später feste Nahrung zu sich. Geschlechtsreif werden die Tiere im Alter von sechs bis acht Monaten. In freier Wildbahn können Chinchillas zwei, manchmal sogar drei Würfe pro Jahr zur Welt bringen. Die Tiere werden unter menschlicher Obhut zwischen 18 und 22 Jahre alt.

 

Chinchillas sind eigentlich Nachttiere, man kann sie aber auch tagsüber am Eingang Ihres Baus antreffen. Zu den typischen Merkmalen der Chinchilliden gehört ein großer Kopf mit breiter Schnauze, große Augen, längliche, abgerundete Ohren und ein relativ langer, buschiger Schwanz. Ihre Vorderbeine sind kurz, die Vorderpfoten klein und vierfingrig. Sie verfügen über lange, muskelstarke Hinterbeine mit großen Füßen, die mit drei oder vier Zehen ausgestattet sind. In freier Wildbahn ernähren sich die Tiere von Wurzeln, Knollen und allerlei Moosen, die sie zum verspeisen fest zwischen ihren Vorderpfoten halten. Chinchillas leben in Kolonien und sind ausgezeichnete Kletterer.

Aufgrund ihres dichten und weichen Fells wurden die Chinchillas über Jahrhunderte hinweg bejagt. Bereits um 900 v. Chr. sollen Indianer die seidenweichen Haare zu Garnen versponnen haben. Immerhin entwachsen dem Tier bis zu 60 feinste Haare aus einer einzigen Haarwurzel. Durch diese Nutzung wurden die natürlichen Bestände aber wohl kaum gestört. Dies änderte sich Ende des 19. Jahrhunderts schlagartig. Als in Europa Pelze aus Chinchillafell in Mode kamen wurde die Massenvernichtung der Tiere eingeläutet. So wurden allein 1894 aus Chile 400.000 Felle ausgeführt. 1918 verhängten die südamerikanischen Regierungen ein Ausfuhrverbot für Chinchillafelle, trotzdem stellten Wilderer den Tieren weiter nach. Erst 1977 wurden Chinchillas in die Liste der bedrohten Arten aufgenommen und sind seitdem geschützt. In freier Wildbahn gibt es aber heute kaum noch Chinchillas.

Das Leiden der Art auch heute noch kein Ende gefunden. In unzähligen Zuchtfarmen werden die possierlichen Tiere immer noch in Käfige gezwängt und einzig und allein zum Verkauf der Felle gezüchtet.

Weiter Informationen rund um Chinchillas als Haustiere finden Sie hier:
Die Chinchilla.Info Page
Wenn Sie sich bereits für ein Chinchilla als Haustier entschieden haben, schauen Sie doch mal hier vorbei:
Chinchillas suchen ein Zuhause

 

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