Biobauern in Kanada klagen gegen Monsanto

Kanadische Bio-Landwirte aus dem Bundesstaat Saskatchewan haben am Donnerstag eine Klage gegen die Agro-Konzerne Monsanto und Aventis eingereicht. Die Ökobauern fordern Kompensationszahlungen in Millionenhöhe für Schäden, die durch Gen-Raps verursacht wurden. Der gentechnisch modifizierte Raps soll sich auf die Felder der Bio-Landwirte ausgebreitet und dort die ökologisch angebauten Sorten verunreinigt haben.

„Monsanto und Aventis sind verantwortlich für die Kontamination unserer Felder mit Gen-Getreide“, sagte ein Vetreter der klagenden Ökobauern in der Provinzhauptstadt Saskatoon. „Wir sind sicher, dass dieser Tatbestand vor Gericht bewiesen wird.“ Mehr als 1000 Landwirte betreiben in Sakatchewan auf einer Fläche von über 400.000 Hektar ökologischen Anbau. Ihre Produkte dürfen nicht mit gentechnisch manipulierten Sorten verunreinigt sein.

Seit Anfang der 1990er sind in Kanada zahllose Bauern auf Gen-Getreide umgestiegen. Mehr als 60 Prozent der Rapsernte werden in Sakatchewan bereits mit Gen-Sorten eingefahren, die gegen Unkräuter resistent sind. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Öko-Landwirte. Die Pollen des Gen-Raps wehen auf ihre Felder, kreuzen sich mit den dortigen Pflanzen. Die Ernte kann dann nicht mehr als Öko-Produkt verkauft werden.

Quelle: Greenpeace

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