Papageitaucher Fratercula arctica


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Papageitaucher

Klasse: Aves (Vögel) Papageitaucher
Ordnung: Charadriiformes (Regenpfeifervögel)
Familie: Alcidae (Alken)
Gattung: Fratercula Lunde (Lunde)
Art: Fratercula arctica
Sound: Sound laden und abspielen (190 KByte)
Verbreitung: alle Küsten Nordeuropas, Grönlands und Islands. Im Nordpazifik lebt eine Zwillingsart, der Schwarzkehlpapageitaucher.
Lebensraum: felsige Küstengebiete und offene See
Maße und Gewichte: Körperlänge: 30 cm
Gewicht: 550 g
Spitzengeschwindigkeit: 80 km/h
Fortpflanzung: Papageitaucher brüten in Kolonien. Die Vögel bauen ihre Nester gern in verlassene Bauen von Kaninchen oder Sturmtauchern. Gelegentlich verjagen Papageitaucher sogar Kaninchen aus deren Bau. Oft graben Männchen und Weibchen aber auch gemeinschaftlich eine Bruthöhle. Diese Höhlen werden mit Schnabel und Krallen gegraben und können weit über einen Meter lang werden bei einem Durchmesser von rund 15 cm. Das Weibchen legt ein einzelnes weißes etwa 65 – 70 mm langes Ei, das anschließend etwa 40 Tage lang bebrütet wird. Die Jungen verlassen erst im Alter von rund 6 Wochen die Niströhre. Sie können zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht fliegen, gehen aber ins Wasser und bewegen sich dort rudernd fort. Diese Jungvögel werden recht häufig Opfer der Raubmöwen, lernen aber sehr schnell, wie sie sich durch blitzschnelles Untertauchen vor ihren Feinden retten können. Mit dem Verlassen des Nestes werden die Jungen nicht mehr gefüttert. Auch den Fischfang müssen die Jungtiere ohne Hilfe der Altvögel erlernen. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte man brütende Papageitaucher noch auf Helgoland sehen.

 

Erwachsene Papageitaucher ernähren sich überwiegend von Krebsen und anderen Krustentieren. Die Jungen dagegen werden mit Fischen wie Hering, Sprotte oder Sandaal gefüttert. Die Vögel tragen gefangene Fische quer im Schnabel um ihre Unterwasserjagd fortsetzen zu können. Sie klemmen dazu die Fische mit der Zunge gegen den Oberschnabel, bis die ganze Schnabellänge mit Fischen gefüllt ist. Bei der Heimkehr zu ihrer Nisthöhle werden Papageitaucher häufig von Raubmöwen angegriffen. Diese zupfen an den Flügeln oder am Schwanz, um den Vogel so dazu zu bringen, seine Beute fallen zu lassen. Mantelmöwen töten sogar gelegentlich einen Papageitaucher, den sei gleich mit den Fischen zusammen auffressen. Zu Beginn der Brutzeit vergrößert sich der unverwechselbare Schnabel der Tiere durch eine Art Scheide, die blaugrau, rot und gelb gestreift ist. Die Haut nahe der Mundwinkel färbt sich dann ebenso wie die Innenseite des Schnabels gelb. Beine und Zehen der Vögel sind im Sommer korallenrot und im Winter gelblich. Auch die Farben des Schnabels verblassen im Winter und die Schnabelscheide wird mit der Mauser, dem Wechsel des Federkleides, ebenfalls abgestoßen. Außerhalb der Brutzeit leben die Vögel auf dem offenen Meer.

 

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