Orang-Utan Pongo pygmaeus Menschenaffen


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Orang-Utan

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Orang-Utan
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Ordnung: Primates (Primaten)
Familie: Pongidae (eigentliche Menschenaffen)
Gattung: Pongo (Orang-Utan)
Art: Pongo pygmaeus
Status: Akut vom Aussterben bedroht
Verbreitung: Man unterscheidet beim Orang-Utan zwei Unterarten. Davon lebt eine auf Borneo (Pongo pygmaeus pygmaeus) und die andere auf Sumatra (Pongo pygmaeus abelii).
Lebensraum: Regenwald
Maße und Gewichte: Körperlänge: 90 – 100 cm
Gewicht: 75 -100 kg (Männchen), 35 – 45 kg (Weibchen)
Fortpflanzung: Nach einer Tragezeit von 230 – 260 Tagen wird ein einzelnes Junges geboren. Der Nachwuchs bekommt bereits nach wenigen Wochen vorgekauten Nahrungsbrei von der Mutter, wird aber erst im Alter von 3 – 4 Jahren endgültig entwöhnt. Geschlechtsreif werden die Tiere etwa mit 10 Jahren.

 

Der Orang-Utan ist ein großer Vertreter der Menschenaffen. Er ist mit den Gorillas und den Schimpansen eng verwandt. Seinen Namen hat er aus dem Malaiischen: Orang bedeutet Mensch und Utan bedeutet Dschungel. Der orangerote Pelz der Orang-Utan Tiere besteht aus langem zotteligem Haar, das auf den Armen und Schultern gut 50 cm lang werden kann. Das Gesicht und der große Kehlsack sind unbehaart. Das auffallendste Merkmal des Orang-Utan sind die mächtigen, aus festem Bindegewebe bestehenden Backenwülste. Diese Backenwülste sind mit ein Zeichen für die Gesundheit des Tieres, denn bei kranken oder schlecht ernährten Männchen sind die Backen viel kleiner als gewöhnlich. Der Orang-Utan hat von allen Affen die längsten Arme, der bei Affen oft als typisch angesehene Schwanz fehlt dem Tier vollkommen.
Wie alle anderen großen Affen klettert der Orang-Utan mit allen vieren. Obwohl die Tiere sowohl aufrecht als auch auf allen vieren laufen können, verbringen sie doch den größten Teil ihres Lebens in den Wipfelregionen der Bäume. Die Kletterei der Tiere ist in allen Situationen von gemessenen und bedachtsamen Bewegungen gekennzeichnet. Einen Sprung von einem Baum zum anderen ist eine Seltenheit. Der Orang-Utan klettert viel lieber erst rückwärts an einem Baum herunter und läuft über den Boden zu einem anderen. Sobald das Tier einen neuen Baum erklommen hat, inspiziert es systematisch alle Blätter auf der Suche nach Nahrung. Die Hauptnahrung des Orang-Utan sind dabei allerlei Früchte mit einer Vorliebe für die stacheligen Früchte des Zibetbaumes. Orang-Utan Aber auch Blüten, Knospen, junge Blätter und weiche Rinde stehen auf seinem Speiseplan. In freier Wildbahn ist der Orang-Utan ein reiner Pflanzenfresser, obwohl er in Zoos auch Fleisch frißt. Die Nacht verbringen die Tiere in Schlafnestern. Ein solches Nest mit einem Durchmesser von 60 bis 100 cm wird durch biegen und verflechten von kräftigen Zweigen innerhalb weniger Minuten gebaut. Eine Polsterung aus dichtbeblätterten Zweigen vervollständigt das Schlafnest. Wenn die Umgebung sehr viel Nahrung bietet, verwenden die Tiere ein Nest auch mehrere Nächte hintereinander. Entgegen der landläufigen Meinung sind Orang-Utans im allgemeinen keine Einzelgänger, vielmehr ziehen sie in mehr oder weniger großen Familienverbänden durch die Wälder.
Leider hat der internationale Zoohandel sich erst in den späten 60er Jahren des 20.Jahrunderts verpflichtet, keine Orang-Utans mehr zu kaufen, da zur Erbeutung dieser Tiere häufig die Mutter, wenn nicht gar die ganze Familie getötet wurden. Heute sind diese Tiere zwar geschützt, doch die Zerstörung ihres Lebensraumes durch den Menschen führt weiter zu einem Rückgang der Bestände. Der Erhalt dieser herrlichen Tiere für künftige Generationen muß mittlerweile als stark gefährdet angesehen werden.Nach Untersuchungen soll es Ende 2001 nur noch 9000 Sumatra Orang Utans (mittlerweile als eigene Art „Pongo abelii“ spezifiziert) und zwischen 10.000 und 15.000 der hier vorgestellten Borneo Orang Utans leben.
Das auch Deutschland eine Mitschuld am Aussterben der herrlichen Tiere trägt, zeigt folgende Pressemeldung vom 6. Dezember 2001: Orang Utans sterben für Sperrholzplatten

 

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