Grüne Meerkatze Cercopithecus aethiops Green Monkey Signe vert d’Afrique


Bewertung

Grüne Meerkatze

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Grüne Meerkatze
Foto:
Eva Hejda
Ordnung: Primates (Primaten)
Familie: Cercopithecidae (Tieraffen)
Gattung: Cercopithecus (Meerkatzen)
Art: Cercopithecus aethiops
englisch Green Monkey
französisch Signe vert d’Afrique
Verbreitung: Ursprünglich in fast ganz Afrika südlich der Sahara mit Ausnahme der zentralen Gebiete im südlichen Afrika verbreitet. Bereits im 17. Jahrhundert auf den karibischen Inseln Barbados, St Kitts und Nevis eingeführt. Aufgrund der isollierten Stellung haben die karibischen Populationen eigene Körper- und Verhaltensmerkmale entwickelt und werden heute in eine eigene Unterart Cercopithecus aethiops sabaeus gestellt.
Lebensraum: Savanne und Buschland bis an die Waldgrenzen. Vom tropischen Tieflandregenwald bis in alpine Moorlandschaften um 4500 Meter über dem Meeresspiegel. Meidet aber offene Flächen ohne Deckung ebenso wie geschlossene Regenwaldregionen.
Maße und Gewichte: Körperlänge: 60 cm
Gewicht (Männchen): 7 kg
Schwanzlänge (Männchen): bis 87 cm
Schwanzlänge (Weibchen): bis 60 cm
Fortpflanzung: Meerkatzen bringen nach einer Tragezeit von 20 bis 24 Wochen ein einzelnes Junges zur Welt. Zwillinge kommen zwar vor, sind aber sehr selten. Die Jungen werden am Bauch der Mutter getragen. Dort klammern diese sich mit Händen und Füßen fest in Mutters Fell. In dieser Zeit kann sich der Nachwuchs auch noch etwas mit dem Schwanz festhalten, später geht die Greiffähigkeit des Schwanzes allerdings verloren. Meerkatzen werden erst mit etwa 2,5 Jahren geschlechtsreif, was für Tiere dieser Größe relativ spät ist. Die weiblichen Jungtiere bleiben normalerweise ein Leben lang in der Gruppe ihrer Eltern. Männliche Meerkatzen dagegen verlassen mit Eintritt der Geschlechtsreife die Gruppe.

 

Meerkatzen leben in kleinen Gruppen zusammen. Eine solche Gruppe besteht aus mehreren erwachsenen Tieren beiderlei Geschlechts und deren Nachkommen. In der Regel beinhaltet eine Gruppe etwa doppelt so viele erwachsene Weibchen wie erwachsene Männchen.

Während das Leben der weiblichen Mitglieder innerhalb einer Gruppe sehr harmonisch verläuft, herrscht unter den Männchen eine strenge Rangordnung. Die einzelnen Positionen der männlichen Gruppenmitglieder werden durch recht wilde Kämpfe bestimmt. Da dem stärksten Männchen bei der Paarung Vorrechte eingeräumt werden, zeugt dieses auch die meisten Nachkommen.

Fern jeglichen Interesses an solchen Machtspielen helfen sich die Weibchen einer Gruppe gegenseitig in allen Lebenslagen, sei es bei der Betreuung der Jungen oder auch nur bei der Fellpflege. Forscher vermuten, das ein Grund für dieses friedliche Miteinander unter den Weibchen darin zu suchen ist, daß diese in der Regel alle miteinander verwandt sind, da weibliche Nachkommen immer bei der Gruppe bleiben.

Die Nahrung der Meerkatzen ist recht vielseitig. Die wendigen Kletterer nehmen Blüten, Rinden, Blätter, Wurzeln, Krabben, Fische, Echsen, Vögel, Eier sowie Kleinsäuger zu sich. Wie im Foto deutlich sichtbar, plündern sie auch gerne Vogelnester auf der Suche nach Eiern und Nestlingen.

Eine der erfolgreichsten Überlebensstrategien der Gruppe ist der Ausschau nach Fressfeinden. Jedes Gruppenmitglied gibt sofort Alarm, wenn ein Leopard, ein Adler oder ein Python gesichtet wird. Der Alarmruf ist dabei sehr differenziert. Alle Gruppenmitglieder wissen sofort was zu tun ist. So suchen zum Beispiel beim Signal „Adler“ alle Tiere im Dickicht nach Deckung, während beim Signal „Leopard“ die ganze Horde auf den nächsten Baum flüchtet.

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