Maulwurf europäischer Talpa europaea


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Europäischer Maulwurf

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Europäischer Maulwurf

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unbekannt

Ordnung: Insectivora (insektenfressende Säugetiere)
Familie: Talpidae (Maulwürfe)
Gattung: Talpa (eurasische Maulwürfe)
Art: Talpa europaea
Verbreitung: Großbritannien, Europa mit Ausnahme einiger Mittelmeerregionen, nach Osten bis einschließlich Rußland
Grafisch dargestellt auf der Verbreitungskarte.
Lebensraum: Wiesen, Grasland und Wälder
Maße und Gewichte: Körperlänge: 14 – 16 cm
Schwanzlänge: 2,5 – 3,5 cm
Gewicht: 80 – 120 Gramm
Spitzengeschwindigkeit: 3,9 km/h
Fortpflanzung: Maulwürfe paaren sich zwischen Februar und Mai. Dann legen die Tiere kunstvolle Mutterbaue an, die von großen Erdhaufen überdeckt sind. In diesen Mutterbauen liegt das mit trockenem Gras und Blättern gepolsterte Nest. Nach einer Tragezeit von 28 Tagen bringt das Weibchen dann zwei bis sieben Junge zur Welt. Der Nachwuchs ist bei der Geburt nackt, rosig und blind. Mit zwei Wochen sind die Jungtiere aber schon dünn behaart und mit fünf Wochen so erwachsen und selbständig. das sie das Nest verlassen können.

 

Der Maulwurf hat ein weiches, glänzend schwarzes Fell, große fünffingrige Grabhände, eine relative lange, sehr bewegliche Schnauze, sehr kleine, beinahe völlig im Fell verborgene Augen und muschellose Ohren. Er ist anatomisch hervorragend an seine unterirdische Lebensweise angepaßt. Seine Vordergliedmaßen sind überraschend groß und haben außergewöhnlich kräftige Muskeln. Die Grabhand ist breit, flach und nach außen gekehrt. An der Handfläche befindet sich ein besonderer Knochen, das Sichelbein, welches die Hand noch verbreitert und kräftigt. Das Fell besteht aus gleichmäßig langen Haaren, die nicht in eine bestimmte Richtung wachsen und sich beim Rückwärtskriechen mühelos nach vorne legen. In der sehr empfindlichen Schnauze des Maulwurfs sind hochentwickelte Geruchs- und Tastsinne untergebracht. Maulwürfe sind, ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung, nicht blind.

Die Gänge der Maulwürfe sind von ovalem Querschnitt und verlaufen in der Regel dicht unter der Oberfläche, obwohl sie in Ausnahmefällen bis 1 Meter tief reichen. Die Gänge werden mit den Vorderfüßen gegraben. Die losgewühlte Erde wird dabei nicht gleichmäßig, sondern haufenweise hochgedrückt. Ein Maulwurf kann dabei das 20fache seines eigenen Körpergewichts hochdrücken. Hierfür verwendet er nicht, wie die meisten anderen Graber, die Schnauze oder den Kopf, sondern ebenfalls die Vorderfüße. Die Grabgeschwindigkeit hängt natürlich stark von der Bodenbeschaffenheit ab, aber in weichem Erdreich kann ein Maulwurf 20 cm Gang pro Minute graben. Das ergibt in 20 Minuten eine Masse von 6 kg verschobener Erde.

Maulwürfe leben ausschließlich von wirbellosen Tieren. Ihre Nahrung besteht dabei zu 90% aus Regenwürmern. Der Rest setzt sich aus allerlei Insektenlarven, Drahtwürmern, Asseln und Schnecken zusammen. In Zeit großen Nahrungsüberflusses legen Maulwürfe richtige Vorräte an. Zu diesem Zweck werden Regenwürmer nicht getötet, sondern durch Abbeißen des Kopfes am fortschlängeln gehindert. Solch ein Vorrat kann Hunderte von Regenwürmern umfassen.

An die Erdoberfläche kommen Maulwürfe nur, wenn sie durch Nahrungsknappheit oder große Trockenheit gezwungen werden und dann ausschließlich nachts. Ansonsten leben die Tiere nach einer eigenen „inneren Uhr“. Sie graben in gleichbleibendem Rhythmus von drei bis vier Stunden und ruhen in der Zwischenzeit aus oder inspizieren die bereits angelegten Gänge. Einen Winterschlaf halten Maulwürfe nicht.

 

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