Der Emu gehört zu den nicht flugfähigen Vögeln. Dafür kann er mit einer Geschwindigkeit von knapp 50 km/h laufen.
Heute ist der Emu der letzte Überlebende seiner Art. Eine weitere Art, der schwarze Emu (Dromaius minor), der früher auf der Känguruh- und der Kinginsel lebte, wurden Anfang des 19. Jahrhunderts ausgerottet.
Das Gefieder der Vögel ist einfarbig grau-braun. Nur direkt nach dem jährlichen Wechsel des Federkleides, der sogenannten Mauser, sind die Federn fast schwarz, verbleichen aber sehr schnell.
Männchen und Weibchen sind im Gefieder gleich. Nur direkt nach der Brutzeit gibt es kleine Unterscheide. Der Hals und Kopf des Weibchens ist dann mit schwarzen Federn bedeckt, während das
Männchen an diesen Stellen weitgehend nackt ist. Die Beine der Vögel sind ungefiedert und recht lang. Die Füße besitzen drei Zehen mit starken Nägeln. Die Unterseite der Zehen ist platt und bildet eine Art Sohle.
Der breite Schnabel der Tiere ist relativ weich, gerade hart genug, um Samen, Beeren und Insekten greifen und fressen zu können.
In ihrer Heimat werden die Vögel seit langer Zeit verfolgt, weil sie in den landwirtschaftlich genutzten Gebieten Schaden anrichten. In den Regionen nahe der Küste Australiens wurde der Emu in regelrechten Großeinsätzen vernichtet,
um den lästigen Nahrungskonkurrenten der Rinder- und Schafzüchter zu beseitigen. Heute wird der Vogel zwar nur noch vertrieben, jedoch stellt man zum Schutz der Landwirtschaft Hunderte von Kilometer Zaun auf.
Da die Tiere in Dürrezeiten so vom lebensnotwendigen Wasser abgeschnitten werden, dürfte der Tierbestand auch in Zukunft weiter sinken.
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