Zebra (Equus quagga)

Säugetiere, Familie Pferde, Gefährdung: potenziell gefährdet

Der Seitentitel nennt das Tier kurz Zebra. Zebra ist aber der Sammelname für drei Arten, gemeint ist hier das Steppenzebra (Equus quagga).

Aktualisiert am . Mit 12 Quellen. So entstehen unsere Tierprofile

Zebra
Zebra (Equus quagga) in seinem typischen Lebensraum (KI Generiert)

Das Steppenzebra in Kürze

Das Steppenzebra (Equus quagga) ist eine von drei Zebraarten aus der Familie der Pferde. Es lebt in Grasland und Savannen Ost- und Südafrikas, vom Südsudan bis in den Norden Südafrikas. Besonders ist sein Sozialleben: Familiengruppen aus einem Hengst und mehreren Stuten ziehen gemeinsam in Herden von mehreren Hundert Tieren. Die IUCN stuft es als potenziell gefährdet ein.14510

Steckbrief: Steppenzebra

Kopf-Rumpf-LängeHengste 236,5 bis 267,5 cm, Stuten 225 bis 260 cm3
SchulterhöheHengste 112 bis 147 cm, Stuten 106,5 bis 141 cm3
Schwanzlänge43 bis 51,5 cm3
GewichtHengste 220 bis 373 kg, Stuten 273 bis 387 kg3
Lebenserwartung Zooim Mittel (Median) 16,9 Jahre, Höchstalter etwa 38 Jahre711
Nahrungzu über 90 Prozent Gräser, in Notzeiten auch Rinde6
Aktivitättagaktiv, schläft nachts in der Gruppe25
LebensweiseFamiliengruppen aus einem Hengst, Stuten und Jungen, oft zu großen Herden vereint5
Höchstgeschwindigkeit60 bis 70 km/h5
Heimisch in (16 Ländern)Angola, Äthiopien, Botsuana, Demokratische Republik Kongo, Eswatini, Kenia, Malawi, Mosambik, Namibia, Ruanda, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Südsudan, Tansania, Uganda1
Vorkommen unsicherSomalia (möglicherweise ausgestorben)1
Ausgestorben in (2 Ländern)Burundi, Lesotho1
Gefährdung

potenziell gefährdet (NT) laut Roter Liste der IUCN, Stand 2016, Bestand abnehmend1

  1. LC
  2. NT (aktuelle Einstufung)
  3. VU
  4. EN
  5. CR
  6. EW
  7. EX

Wie sieht das Steppenzebra aus?

Das Steppenzebra ist ein kräftiges, pferdeähnliches Tier mit relativ kurzem Hals und schwarz-weiß gestreiftem Fell. Es erreicht 106,5 bis 147 cm Schulterhöhe und wiegt 220 bis 387 kg. Hengste sind etwas größer als Stuten, sonst sehen beide Geschlechter fast gleich aus. Jedes Tier trägt ein eigenes Streifenmuster.310

Hengste messen 236,5 bis 267,5 cm von der Nase bis zum Schwanzansatz, Stuten 225 bis 260 cm. Der Schwanz ist 43 bis 51,5 cm lang. Hengste haben stärker ausgebildete Eckzähne, die sie im Kampf einsetzen.310

Die Streifen sind breit und stehen weit auseinander. Bei manchen Unterarten liegen dazwischen hellere, bräunliche Schattenstreifen. Tiere im Norden sind kräftiger gestreift. Im Süden ist die Grundfarbe dunkler, und die Unterbeine werden oft weiß. Ob die Streifen bis auf Bauch, Beine und Hinterteil reichen, ist von Tier zu Tier verschieden.310

Unter dem Fell ist die Haut einheitlich dunkel. Die Streifen entstehen in den Haaren: Haare mit dem Farbstoff Melanin wirken schwarz, Haare ohne ihn weiß.310

Die Mähne steht aufrecht wie eine Bürste und setzt die Streifen des Körpers fort. Bei Tieren im Norden ist sie oft dünn oder fehlt ganz. Die Ohren sind spitz und eher kurz. Die großen, beweglichen Nüstern lassen sich fest schließen, damit kein Staub eindringt.3

Wozu die Streifen dienen, ist nicht endgültig geklärt. Diskutiert werden Tarnung, Kühlung, das gegenseitige Erkennen und Schutz vor Stechfliegen. Für den Fliegenschutz spricht eine Studie von 2019 in Großbritannien: Bremsen landeten seltener auf Zebras als auf Pferden und stachen sie seltener.310

Wo lebt das Steppenzebra?

Das Steppenzebra lebt in Ost- und Südafrika. Sein Gebiet reicht östlich des Nils vom Südsudan und Süden Äthiopiens bis ins südliche Angola, in den Norden Namibias und in den Norden Südafrikas. Es bewohnt Grasland und Mosaike aus Gras, Busch und lichtem Wald. Keine andere wilde Pferdeart ist so weit verbreitet.14

Laut Roter Liste ist das Steppenzebra heute in 16 Ländern heimisch. In Burundi und Lesotho ist es ausgestorben, in Somalia wahrscheinlich ebenfalls. Früher lebte es auch südlich der Flüsse Oranje und Vaal bis zum Kap. Rund 75 Prozent aller Tiere leben in Kenia und Tansania.14

Steppenzebras kommen vom Meeresspiegel bis in 4.300 m Höhe am Mount Kenya vor. Sie meiden Regenwald, Wüsten, Dünenwälder und die Hartlaubvegetation am Kap. Wasser ist für sie wichtig: Sie entfernen sich selten mehr als 12 km von einer Wasserstelle.14

Viele Bestände wandern mit den Jahreszeiten. Sie folgen dem frischen Gras, das nach dem Regen wächst. Eine der größten Huftierwanderungen der Welt findet in der Serengeti statt. Hin- und Rückweg messen je nach Gebiet etwa 110 bis 500 km. Nicht alle Zebras wandern: Im Okavango-Delta in Botsuana legen nur etwa 55 Prozent die 588 km lange Runde zurück.15

Wie groß das Streifgebiet einer Gruppe ist, hängt von Futter und Wasser ab. Im Ngorongoro-Krater sind es 80 bis 250 km², im Krüger-Nationalpark 49 bis 566 km² im Jahr. Zebras der Serengeti nutzen mindestens 1.000 km² im Jahr. Zäune können Wanderwege versperren. Fällt die Sperre weg, nehmen Zebras alte Routen wieder auf, auch nach über 30 Jahren.1

Wo das Steppenzebra beobachtet wird

Weltkarte: Gebiete, in denen das Steppenzebra seit 2000 beobachtet und gemeldet wurde. Dunklere Waben bedeuten mehr Meldungen.
Die Karte zeigt Meldungen von Beobachtungen aus den Jahren 2000-2026, nicht die Größe der Bestände. In Europa und Nordamerika melden mehr Menschen ihre Funde als anderswo. Daten: GBIF.org (24.307 Meldungen, abgerufen am 4.11.2026). Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, © OpenMapTiles.

Länder mit den meisten Meldungen

  • Südafrika10.282
  • Kenia5.052
  • Tansania2.864
  • Namibia2.281
  • Botsuana1.061
  • Sambia884

Was frisst das Steppenzebra?

Das Steppenzebra frisst fast nur Gras. Gräser machen mehr als 90 Prozent der Nahrung aus, rund 50 Grasarten stehen auf dem Speiseplan. Kräuter nimmt es eher nebenbei auf. In Hungerzeiten frisst es auch Rinde und anderes grobes Pflanzenmaterial. Fast täglich sucht es eine Wasserstelle auf.56

Bevorzugt frisst es Stängel, Blattscheiden, Blätter und Samen. In sehr trockenen Zeiten scharrt es mit den Vorderhufen Wurzelstöcke und Knollen aus dem Boden. Die bewegliche Oberlippe sortiert das Futter, die Schneidezähne beißen die Halme ab. Die Backenzähne haben gefaltete Schmelzleisten und zerreiben das harte Gras.36

Zebras verdauen ihr Futter im Blinddarm. Das ist ein Sack am Ende des Dünndarms, in dem Bakterien die Zellulose der Pflanzen aufschließen. Diese Verdauung ist weniger gründlich als bei Wiederkäuern wie Gnus. Zebras gleichen das aus, indem sie mehr fressen. Das Futter durchläuft den Darm in 30 bis 45 Stunden.610

So können Zebras von Gras leben, das für Antilopen zu faserreich oder zu eiweißarm ist. Das hilft ihnen in Dürrezeiten. Der Preis: Sie verbringen etwa die Hälfte des Tages mit Fressen, bei schlechtem Futter über 80 Prozent. Dabei sind sie Raubtieren länger ausgesetzt.510

Zebras fressen oft die alten, harten Halme und Samenstände ab. Danach finden Gnus und Thomson-Gazellen leichter das junge Gras, das sie bevorzugen. Beim Trinken taucht das Zebra die Lippen ins Wasser und kann in einem Zug über 4 Liter aufnehmen.56

Wie lebt das Steppenzebra?

Das Steppenzebra ist tagaktiv und sehr gesellig. Es lebt in Familiengruppen, sogenannten Haremsgruppen, aus einem Hengst, bis zu sechs Stuten und deren Jungen. Viele dieser Gruppen ziehen gemeinsam als Herden von mehreren Hundert Tieren umher. Reviere verteidigen Steppenzebras nicht, ihre Streifgebiete überschneiden sich.15

Eine Familiengruppe zählt im Schnitt 4,2 bis 8,2 Tiere, die größte bekannte hatte 16. Die Gruppen bleiben über Jahre stabil. Stuten bleiben meist für immer in ihrer Gruppe, auch wenn der Hengst stirbt oder ein jüngerer ihn verdrängt. Dann übernimmt der neue Hengst die ganze Gruppe.510

Die Rangordnung ist klar. Der Hengst verteidigt die Gruppe gegen Rivalen und Raubtiere und lenkt ihre Wanderungen. Der Rang der Stuten bestimmt, wo sie in der Gruppe laufen. Die Fohlen laufen hinter ihren Müttern. Junge Hengste ohne eigene Gruppe leben allein oder in Junggesellengruppen mit bis zu 15 Tieren.5

Morgens ziehen die Zebras zu Weideplätzen oder zum Wasser. Zwischen dem Fressen ruhen sie im Stehen. Nachts schlafen sie bis zu 7 Stunden, oft auf der Seite liegend. Mindestens ein Tier hält Wache und weckt die anderen mit einem Schnauben.5

Die Tiere einer Gruppe kümmern sich umeinander. Sie putzen sich gegenseitig und knabbern dabei an Hals, Schultern und Rücken des Partners. Ist ein Tier krank oder verletzt, wartet die Gruppe oft auf es. Der Kontaktruf ist ein bellender Laut aus ein bis drei Silben. Jedes Tier klingt etwas anders, Familienmitglieder erkennen sich vermutlich an der Stimme.5

Hauptfeind ist der Löwe. Auch große Gruppen von Tüpfelhyänen erbeuten erwachsene Zebras. Geparden, Afrikanische Wildhunde und Leoparden jagen vor allem Fohlen, Nilkrokodile greifen gelegentlich an. Bei Gefahr rückt die Gruppe eng zusammen, die Mütter nehmen die Fohlen in die Mitte. Der Hengst greift Hyänen und Wildhunde mit Zähnen und Hufen an. Im Galopp erreichen Zebras 60 bis 70 km/h.510

Oft sitzen Madenhacker auf Zebras. Diese Vögel lesen Zecken ab. Ob die Zebras davon profitieren, ist fraglich: Die Vögel picken auch an Wunden, und in einer Studie senkten sie den Zeckenbefall kaum.5

Wie pflanzt sich das Steppenzebra fort?

Steppenzebras pflanzen sich das ganze Jahr über fort, die meisten Fohlen kommen in der Regenzeit zur Welt. Nach etwa 375 Tagen Tragzeit bringt die Stute meist ein einzelnes Fohlen zur Welt. Es wiegt 30 bis 35 kg und steht schon nach 11 bis 13 Minuten. Nach etwa 9 Monaten ist es entwöhnt.27

Die Tragzeit dauert 360 bis 396 Tage. Zwillinge sind äußerst selten. Die Geburt findet meist früh am Morgen vor Sonnenaufgang statt. Die Stute liegt dabei auf der Seite, die eigentliche Geburt dauert nur 8 bis 9 Minuten. Nach einer Stunde läuft das Fohlen umher. Sein Fell ist schon gestreift wie bei den Eltern.7

Schon 8 bis 9 Tage nach der Geburt wird die Stute wieder brünstig, also paarungsbereit. Die Brunst dauert etwa 6 Tage. Trotzdem bekommen nur wenige Stuten jedes Jahr ein Fohlen: In einer dreijährigen Studie waren es weniger als 15 Prozent.7

In den ersten Wochen hält die Mutter andere Zebras von ihrem Fohlen fern. In dieser Zeit prägt sich das Fohlen auf sie. Schon wenige Stunden nach der Geburt beginnt es zu spielen.7

Junge Hengste verlassen ihre Familie mit 1 bis 3 Jahren. Junge Stuten werden mit 1 bis 2 Jahren von fremden Hengsten aus der Gruppe geholt. Stuten sind mit 1 bis 3 Jahren geschlechtsreif, ihr erstes Fohlen bekommen sie meist mit 3 bis 4 Jahren. Hengste sind mit 4 bis 5 Jahren geschlechtsreif. Sie paaren sich aber erst, wenn sie eine eigene Gruppe haben.7

Stuten bekommen bis ins hohe Alter Fohlen, in einer Studie waren noch 17 bis 18 Jahre alte Stuten trächtig. Im Zoo werden Steppenzebras im Mittel 16,9 Jahre alt. Das älteste bekannte Tier wurde in Gefangenschaft etwa 38 Jahre alt. Für wilde Zebras nennen die Fachquellen keine verlässliche Lebenserwartung.711

Ist das Steppenzebra gefährdet?

Ja, in geringem Maß. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft das Steppenzebra seit Juni 2016 als potenziell gefährdet (Near Threatened) ein, der Bestand nimmt ab. Es leben schätzungsweise mehr als 500.000 Tiere, davon 150.000 bis 250.000 erwachsene. Seit 2002 ist der Bestand um etwa 24 Prozent geschrumpft.1

Im Jahr 2002 lebten noch etwa 660.000 Steppenzebras, 1992 rund 671.000. Bei früheren Bewertungen in den Jahren 2002 und 2008 galt die Art als nicht gefährdet. Seitdem ist der Bestand in 10 der 17 Länder des Verbreitungsgebiets gesunken, auch in Kenia und Tansania, wo die meisten Tiere leben. Der größte Einzelbestand in der Serengeti gilt als stabil. Geht der Rückgang weiter, könnte die Art als gefährdet (Vulnerable) eingestuft werden.1

Die wichtigsten Bedrohungen sind:1

  • Jagd, vor allem außerhalb von Schutzgebieten, für Fleisch und Felle. In Ostafrika sind die Felle begehrt, weil den Tieren dort die Schattenstreifen fehlen.
  • Viehhaltung, die Lebensraum umwandelt.
  • Zäune, die Wanderwege versperren.
  • Kriege und Unruhen.
  • Dürren.

In vielen Ländern leben Steppenzebras nur noch in Schutzgebieten. Bekannte Gebiete sind die Serengeti in Tansania, Tsavo und die Masai Mara in Kenia, Hwange in Simbabwe, Etosha in Namibia und der Krüger-Nationalpark in Südafrika. Im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) ist die Art nicht gelistet.18

Eine Unterart ist bereits verschwunden: das Quagga aus dem Süden Afrikas. Jagd und die Konkurrenz mit Vieh rotteten es im späten 19. Jahrhundert aus.1

Wie ist das Steppenzebra verwandt?

Das Steppenzebra gehört zur Gattung Equus, zu der auch Pferde und Esel zählen. Es ist eine von drei Zebraarten, die anderen sind das Grevyzebra und das Bergzebra. Die drei Zebras sind untereinander am engsten verwandt, danach mit den asiatischen Wildeseln. Boddaert beschrieb die Art 1785.91012

Zebras und asiatische Wildesel trennten sich vor etwa 1,6 Millionen Jahren. Das Bergzebra spaltete sich früher ab als Steppen- und Grevyzebra. Das Steppenzebra entstand nach genetischen Schätzungen vor etwa 1,2 Millionen Jahren. Die ältesten Fossilien sind etwa 0,7 Millionen Jahre alt.9

Fachleute unterscheiden nach Fell und Schädel sechs Unterarten:1310

  • Equus quagga crawshayi, Crawshay-Zebra: Sambia, Malawi, Tansania, Mosambik; viele schmale Streifen.
  • Equus quagga borensis, Halbmähnenzebra: Kenia, Uganda, Südsudan; Mähne der Hengste klein oder fehlend.
  • Equus quagga boehmi, Böhm-Steppenzebra oder Grant-Zebra: von Sambia bis Äthiopien; kleinste Unterart.
  • Equus quagga chapmani, Chapman-Zebra: von Südafrika bis Angola; größte Unterart.
  • Equus quagga burchellii, Burchell-Zebra: Süden Afrikas; Beine teils ungestreift.
  • Equus quagga quagga, Quagga: ausgestorben.

Genetisch unterscheiden sich die Bestände aber kaum. Von Norden nach Süden werden die Tiere allmählich größer und weniger gestreift. Die Grenzen zwischen den Unterarten sind deshalb wohl willkürlich, für den Schutz aber nützlich.1

Das Quagga lebte in der früheren Kapprovinz. Sein Fell war cremefarben bis braun, nach hinten wurden die Streifen immer schwächer. Lange galt es als eigene Art, heute steht fest, dass es zum Steppenzebra gehört. Das letzte Quagga starb 1883 im Zoo von Amsterdam.139

In Zoos paaren sich Zebras mit anderen Pferdearten. Die Mischlinge sind meist unfruchtbar, vor allem wegen der unterschiedlichen Zahl der Chromosomen. In Teilen Simbabwes kreuzen sich wilde Zebras mit Eseln. In Laikipia in Kenia wird ein Mischling aus Grevy- und Steppenzebra vermutet.9

Steppenzebra und Mensch

Der Name Zebra geht auf eine abessinische Bezeichnung des Tieres zurück. Der Artname quagga stammt aus einer Sprache der Khoisan im Süden Afrikas und bedeutet etwa gestreift oder gefleckt. Die Untergattung der Zebras heißt Hippotigris, wörtlich etwa Pferd der Tiger.9

Ende des 19. Jahrhunderts versuchten Europäer in Afrika, Zebras als Reit- und Zugtiere zu nutzen. Zebras sind gegen die von Tsetsefliegen übertragene Krankheit und gegen die Afrikanische Pferdepest unempfindlich. Wegen geringer Ausdauer und dem Aufkommen von Autos gab man die Versuche auf. Schon im alten Rom wurden Zebras in Tierschauen gezeigt.9

Wie groß ist das Steppenzebra im Vergleich?

Steppenzebra: bis 2,68 m (Kopf-Rumpf-Länge Hengste)3

Erwachsener Mensch (rund 1,75 m)

Beide Balken im selben Maßstab.

Mit welchen Tieren das Steppenzebra verwechselt wird

  • Grevyzebra

    schmale, dicht stehende Streifen und weißer Bauch

  • Bergzebra

    Hautfalte (Wamme) an der Kehle und gitterartiges Streifenmuster auf dem Hinterteil

Häufige Fragen und Antworten: Steppenzebra

Ist ein Zebra schwarz mit weißen Streifen oder weiß mit schwarzen Streifen?

Die Haut des Zebras ist dunkel. Die Streifen entstehen in den Haaren: Haare mit dem Farbstoff Melanin sind schwarz, Haare ohne ihn weiß.310

Wie alt wird ein Zebra?

Im Zoo werden Steppenzebras im Mittel 16,9 Jahre alt, das älteste bekannte Tier erreichte etwa 38 Jahre. In einer Studie waren noch 17 bis 18 Jahre alte Stuten trächtig.711

Wie schnell kann ein Zebra laufen?

Steppenzebras erreichen 60 bis 70 km/h. Sie sind für Tempo und lange Wanderungen gebaut.510

Wie viele Steppenzebras gibt es noch?

Die IUCN schätzt mehr als 500.000 Tiere, davon 150.000 bis 250.000 erwachsene. Seit 2002 ist der Bestand um etwa 24 Prozent gesunken.1

Wie lange ist ein Zebra trächtig?

Die Tragzeit dauert 360 bis 396 Tage, meist etwa 375 Tage. Danach kommt fast immer ein einzelnes Fohlen zur Welt.7

Warum haben Zebras Streifen?

Das ist nicht endgültig geklärt. Viel spricht für einen Schutz vor Stechfliegen, denn Bremsen landen seltener auf Zebras als auf Pferden. Auch Tarnung, Kühlung und gegenseitiges Erkennen werden diskutiert.310

Quellen

  1. 1.IUCN (King, S.R.B. & Moehlman, P.D.) (2016): Equus quagga. The IUCN Red List of Threatened Species 2016: e.T41013A45172424
  2. 2.San Diego Zoo Wildlife Alliance Library: Plains Zebra (Equus quagga) Fact Sheet: Summary
  3. 3.San Diego Zoo Wildlife Alliance Library: Plains Zebra Fact Sheet: Physical Characteristics
  4. 4.San Diego Zoo Wildlife Alliance Library: Plains Zebra Fact Sheet: Distribution & Habitat
  5. 5.San Diego Zoo Wildlife Alliance Library: Plains Zebra Fact Sheet: Behavior & Ecology
  6. 6.San Diego Zoo Wildlife Alliance Library: Plains Zebra Fact Sheet: Diet & Feeding
  7. 7.San Diego Zoo Wildlife Alliance Library: Plains Zebra Fact Sheet: Reproduction & Development
  8. 8.San Diego Zoo Wildlife Alliance Library: Plains Zebra Fact Sheet: Population & Conservation Status
  9. 9.San Diego Zoo Wildlife Alliance Library: Plains Zebra Fact Sheet: Taxonomy & History
  10. 10.Encyclopaedia Britannica (Eric Dinerstein, The Editors of Encyclopaedia Britannica): Zebra
  11. 11.Human Ageing Genomic Resources (AnAge): AnAge entry for Equus quagga
  12. 12.Global Biodiversity Information Facility (GBIF): Equus quagga Boddaert, 1785, GBIF Backbone Taxonomy

Aktualisiert am 4. November 2026