So entstehen unsere Tierprofile
Eine KI recherchiert in Fachquellen und schreibt. Eine zweite KI prüft nach. Was danach noch unklar ist, entscheidet ein Mensch.
Aktualisiert am
Kurz gesagt
- Jede Aussage in einem überarbeiteten Profil stammt aus einer Quelle, die im Text mit einer Nummer verlinkt ist.
- Wir nutzen Fachdatenbanken und wissenschaftliche Einrichtungen, Lexika nur ergänzend.
- Jedes Profil durchläuft drei Prüfungen: ein Prüfprogramm, eine zweite KI und den Abgleich mit den Datenbanken GBIF und IUCN.
- Kann die KI etwas nicht eindeutig klären, geht das Profil nicht online, sondern zu einem Menschen in der Redaktion.
Warum ein Werk dieser Größe nur mit KI möglich ist
Die Tierenzyklopädie beschreibt über 8.700 Tiere. Für jedes Profil prüfen wir Dutzende Aussagen gegen sechs bis zwölf Fachquellen, lesen die Rote Liste aus, zeichnen eine Karte aus Zehntausenden Fundmeldungen und schreiben ein Prüfprotokoll. Eine Fachredaktion bräuchte dafür einen halben bis ganzen Arbeitstag je Tier. Für alle Tiere wären das Jahrzehnte, und bis zum Ende wären die ersten Profile längst veraltet.
Mit KI wird das möglich. Sie liest in Minuten, wofür ein Mensch Stunden braucht, und sie prüft jede Zahl, ohne müde zu werden. So entsteht ein Nachschlagewerk, das in diesem Umfang und mit Quellen zu jeder Aussage sonst niemand schreiben und aktuell halten könnte. Die Menschen in der Redaktion setzen ihre Zeit dort ein, wo sie am meisten bringt: bei den Fragen, die eine KI nicht sicher entscheiden kann.
Die KI recherchiert in Fachquellen
Am Anfang steht der bisherige Text. Die KI zerlegt ihn in einzelne Aussagen: Größe, Gewicht, Nahrung, Verbreitung, Fortpflanzung, Gefährdung. Jede Aussage stellt sie gegen Fachquellen. Das Ergebnis ist für jede Aussage eines von drei Urteilen: bestätigt, korrigiert oder gestrichen.
Danach schreibt die KI das Profil neu, nur aus belegten Aussagen. Jede Quelle hat sie selbst geöffnet, und die Aussage steht dort. Ist über eine Art wenig bekannt, steht das so im Text. Wir füllen keine Lücken mit Vermutungen.
Jedes Profil nennt mindestens vier Quellen, meist sechs bis zwölf. Wikipedia nutzen wir höchstens einmal je Profil und übernehmen von dort keinen Text.
Welche Quellen wir nutzen
Zuerst die Fachdatenbank der jeweiligen Tiergruppe, dann wissenschaftliche Einrichtungen und Behörden, zuletzt Lexika.
| Für alle Tiere | Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN (Gefährdung, Länder), GBIF (wissenschaftlicher Name, Fundmeldungen), Catalogue of Life, Animal Diversity Web der University of Michigan, Encyclopaedia Britannica |
|---|---|
| Säugetiere | Mammal Diversity Database, AnAge (Lebensdauer), Fachartikel |
| Vögel | Birds of the World (Cornell Lab), Audubon, All About Birds, Avibase, Dachverband Deutscher Avifaunisten und NABU für heimische Arten |
| Fische | FishBase, Fischereibehörden und Landesfischereiverbände |
| Reptilien und Amphibien | Reptile Database, AmphibiaWeb, Bundesamt für Naturschutz, Rote-Liste-Zentrum |
| Insekten und Spinnen | World Spider Catalog, Arachnologische Gesellschaft, Orthoptera Species File, Universitäten |
| Meerestiere | WoRMS (Weltregister der Meeresarten), SeaLifeBase, Fachseiten naturkundlicher Museen |
| Deutschland | Rote-Liste-Zentrum, Bundesamt für Naturschutz, Landesumweltämter |
Mehrfache Prüfung mit Hilfe der KI
Bevor ein Profil online geht, durchläuft es drei Prüfungen:
- Prüfprogramm. Es prüft, ob jede Zahl eine Quelle hat, ob jeder Quellenverweis zu einer echten Quelle führt, ob alle Links funktionieren und ob die Gefährdungsstufe gültig ist.
- Zweite KI. Eine zweite, unabhängige KI sucht die fehleranfälligsten Aussagen heraus, meist acht bis zwölf: alle Zahlen im Steckbrief, die Gefährdung, die Länderliste, überraschende Fakten. Sie öffnet die zitierte Quelle und prüft, ob die Aussage dort genau so steht. Was nicht stimmt, korrigiert oder streicht sie.
- Abgleich mit Datenbanken. Der wissenschaftliche Name und die Einordnung werden mit GBIF verglichen, der globalen Datenbank für Artenvielfalt. Die Gefährdung kommt direkt von der Roten Liste der IUCN, nicht aus zweiter Hand.
Jede Prüfung wird in einem Prüfprotokoll festgehalten: alte Aussage, Urteil, richtige Angabe, Quelle.
Ein Mensch entscheidet, wenn etwas unklar ist
Manches kann eine KI nicht sicher entscheiden. Etwa wenn Quellen sich widersprechen, wenn eine Art kürzlich in mehrere Arten aufgeteilt wurde oder wenn unklar ist, welches Tier ein alter Seitentitel meint. Fachleute nennen das Prinzip Human in the Loop: Ein Mensch bleibt in der Schleife und trifft die Entscheidung.
In solchen Fällen schreibt die KI eine Rückmeldung mit dem offenen Punkt und den Quellen. Das Profil geht dann nicht online. Ein Mensch aus der Redaktion von MADE-WITH.AI LTD prüft die Rückmeldung und entscheidet. Erst danach wird das Profil veröffentlicht, korrigiert oder zurückgestellt.
Was "Aktualisiert am" bedeutet
Oben in jedem überarbeiteten Profil steht das Datum der aktuellen Fassung. Es nennt den Tag, an dem sich der Inhalt zuletzt geändert hat. Bewertet die Rote Liste eine Art neu oder melden Sie uns einen Fehler, überarbeiten wir das Profil und das Datum ändert sich mit.
Karten, Länder und Gefährdung
- Die Karte zeigt, wo Menschen ein Tier seit dem Jahr 2000 beobachtet und bei GBIF gemeldet haben. Sie zeigt nicht, wie groß die Bestände sind. In Europa und Nordamerika melden mehr Menschen ihre Funde als anderswo.
- Die Länder im Steckbrief stammen aus der Roten Liste der IUCN: wo ein Tier heimisch ist, wo der Mensch es eingeführt hat und wo es ausgestorben ist.
- Die Gefährdung nennt die Stufe der Roten Liste mit dem Jahr der Bewertung und dem Trend des Bestands.
Bilder: Fotos und KI-Bilder
Viele Leitbilder sind mit KI erzeugt. Sie tragen in der Bildunterschrift den Hinweis "KI Generiert". Andere Bilder sind lizenzierte Fotos von Shutterstock oder freie Fotos von Wikimedia Commons. Bei Fotos von Wikimedia Commons stehen Urheber und Lizenz direkt unter dem Bild. Zeigt ein KI-Bild eindeutig das falsche Tier, ersetzen wir es durch ein freies Foto der richtigen Art.
Grenzen und Fehler melden
Auch sorgfältig belegte Texte können Fehler enthalten. Quellen veralten, und Fachleute sind sich nicht immer einig. Wir überarbeiten alle Profile nach und nach. Profile ohne das Datum "Aktualisiert am" und ohne Quellenliste sind noch nicht nach diesem Verfahren überarbeitet. Haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Ein Mensch liest jede Meldung.
Häufige Fragen
Schreibt eine KI die Tierprofile?
Ja. Eine KI recherchiert in Fachquellen und schreibt den Text. Jede Aussage muss aus einer genannten Quelle stammen. Eine zweite KI prüft die heiklen Aussagen nach, und unklare Fälle entscheidet ein Mensch.
Woran erkenne ich ein überarbeitetes Profil?
Überarbeitete Profile tragen oben das Datum "Aktualisiert am", haben einen Steckbrief mit Quellenverweisen, eine Verbreitungskarte und am Ende eine nummerierte Quellenliste.
Was bedeutet "Aktualisiert am"?
Das Datum nennt den Tag, an dem die aktuelle Fassung des Profils online ging. Ändert sich später etwas am Inhalt, etwa nach einer neuen Bewertung der Roten Liste, ändert sich auch das Datum.
Ich habe einen Fehler gefunden. Was kann ich tun?
Schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Nennen Sie das Tier, die Stelle und wenn möglich eine Quelle. Ein Mensch aus der Redaktion prüft jede Meldung.