Streifenschwanznatter (Dendrelaphis pictus)

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Streifenschwanznatter (Dendrelaphis pictus)
Bild: Ki generiert

Zusammenfassung: Streifenschwanznatter

Die Streifenschwanznatter (Dendrelaphis pictus), auch Gemalte Bronzebaum-Natter oder Painted Bronzeback genannt, ist eine schlanke, tagaktive Natter aus der Familie Colubridae. Sie ist in Süd- und Südostasien weitverbreitet und lebt überwiegend in Bäumen und Büschen. Dank ihrer Schnelligkeit und Ele...

Die Streifenschwanznatter (Dendrelaphis pictus), auch Gemalte Bronzebaum-Natter oder Painted Bronzeback genannt, ist eine schlanke, tagaktive Natter aus der Familie Colubridae. Sie ist in Süd- und Südostasien weitverbreitet und lebt überwiegend in Bäumen und Büschen. Dank ihrer Schnelligkeit und Eleganz gilt sie als eine der ansehnlichsten Schlangen der Region. In der Terraristik wird sie gelegentlich von Spezialisten gehalten; Nachzuchten sind selten dokumentiert.

Der deutsche Name „Streifenschwanznatter" beschreibt das auffällige Streifenmuster, das sich entlang des gesamten Körpers, insbesondere des Schwanzes, zieht. Bei Erregung streckt die Schlange den Körper und spreizt die Halshaut, wobei die darunter liegende, leuchtend blaue Haut zwischen den Schuppen sichtbar wird – eine eindrucksvolle Drohgebärde.

Streifenschwanznatter Fakten

  • Klasse: Reptilia (Reptilien)
  • Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere)
  • Familie: Colubridae (Nattern)
  • Gattung: Dendrelaphis
  • Art: Dendrelaphis pictus
  • Verbreitung: Indien, Sri Lanka, Myanmar, Thailand, Malaysia, Indonesien, Philippinen
  • Lebensraum: Wälder, Waldränder, Gärten, Reisfelder, Büsche
  • Körperlänge: 80–130 cm
  • Gewicht: 50–150 g
  • Soziales Verhalten: Einzelgänger
  • Fortpflanzung: ovipar; legt 3–10 Eier; Inkubation ca. 55–75 Tage

Systematik Streifenschwanznatter

Stamm
--
Ordnung
Squamata (Schuppenkriechtiere)
Familie
Colubridae (Nattern)
Gattung
Dendrelaphis
Art
Dendrelaphis pictus

Äußerliche Merkmale von Streifenschwanznatter

Die Streifenschwanznatter ist eine sehr schlanke, langgestreckte Schlange mit einem schmalen Kopf und großen, runden Augen – typisch für tagaktive Räuber, die auf Sicht jagen. Die Oberseite ist bronzebraun bis olivbraun; ein markanter dunkler Streifen zieht sich von der Schnauze über das Auge bis zum Schwanzende, begleitet von einem hellen cremefarbenen Streifen darunter. Die Bauchseite ist weißlich bis gelblich.

Der Schwanz ist besonders lang und dünn und macht einen erheblichen Teil der Gesamtlänge aus. Die Schuppen sind glatt und verleihen dem Tier ein glänzendes Erscheinungsbild. Die leuchtend blaue Haut zwischen den Halsschuppen, die bei Erregung sichtbar wird, ist ein einzigartiges Merkmal der Gattung Dendrelaphis.

Lebensraum und Herkunft

Die Streifenschwanznatter ist eine der am weitesten verbreiteten Schlangen Süd- und Südostasiens: von Indien und Sri Lanka über Myanmar, Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha bis nach Malaysia, Indonesien (Sumatra, Java, Borneo) und auf die Philippinen. Sie ist in einer Vielzahl von Lebensräumen anzutreffen – von Primärregenwald über Waldränder und Sekundärvegetation bis hin zu Gärten, Reisfeldern und Stadtparks.

Die Schlange ist gut an das Leben in der Vegetation angepasst: Ihr schlanker Körper und die langen Extremitäten (in Form verlängerter Rippen) ermöglichen es ihr, mühelos in Büschen und niedrigen Bäumen zu klettern und von Ast zu Ast zu gleiten.

Verhalten von Streifenschwanznatter

Die Streifenschwanznatter ist streng tagaktiv und auf Sichttaktik spezialisiert. Sie bewegt sich schnell und unruhig durch die Vegetation auf der Suche nach Eidechsen, Fröschen und gelegentlich kleinen Vögeln oder Mäusen. Bei Gefahr flüchtet sie bevorzugt in Büsche oder Bäume; wenn sie gestellt wird, spreizt sie die Halsregion und zeigt die blaue Haut zwischen den Schuppen, um Fressfeinde abzuschrecken. Die Schlange ist nicht giftig und für Menschen ungefährlich.

Paarung und Brut

Die Paarung findet meist zu Beginn der Trockenzeit statt. Das Weibchen legt 3 bis 10 längliche Eier an geschützten Stellen im Boden, unter Laub oder in morschem Holz ab. Bei Temperaturen von 28–30 °C schlüpfen die Jungtiere nach etwa 55 bis 75 Tagen. Die Jungschlangen sind sofort selbstständig und jagen von Beginn an kleine Eidechsen und Frösche.

Haltung und Gefährdung

Die Streifenschwanznatter ist in der Terraristik eine Rarität. Ihre hohe Bewegungsaktivität erfordert ein großes, hohes und bepflanztes Terrarium; die Haltung ist anspruchsvoll, da die Tiere sehr stressempfindlich und schnell bei Frischimporten in schlechtem Zustand sind. Dokumentierte Nachzuchten in Privathand sind selten. Frischimporte sollten, wo sie überhaupt zulässig sind, nur von sehr erfahrenen Haltern angenommen werden.

Die Art gilt laut IUCN als nicht gefährdet, da sie ein weites Verbreitungsgebiet hat und anpassungsfähig ist. Lokal kann Habitatverlust durch Abholzung die Bestände beeinträchtigen.

Quellen

Reptile Database – Dendrelaphis pictus

IUCN Red List – Dendrelaphis pictus