Der Goldgecko (Gekko ulikovskii), auch Vietnamesischer Goldgecko genannt, ist eine in der Terraristik noch wenig verbreitete, aber zunehmend bekannte Geckoart aus Vietnam und den angrenzenden Regionen. Er gehört zur Gattung Gekko, der auch der bekannte Tokeh angehört, ist aber deutlich kleiner und farblich sehr ansprechend. Seinen deutschen Namen verdankt er der charakteristischen goldgelben bis orangefarbenen Grundfärbung, die besonders bei Männchen ausgeprägt ist.
In Privathand ist der Goldgecko bislang vor allem bei Spezialisten der Gattung Gekko zu finden. Erste Nachzuchten aus europäischer Haltung liegen vor, sind jedoch noch nicht weit verbreitet. Die Art wird in der Literatur gelegentlich auch als Gekko ulikovskii (nach dem Herpetologen Ulikovsky beschrieben) oder unter synonymen Bezeichnungen geführt.
Goldgecko Fakten
- Klasse: Reptilia (Reptilien)
- Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere)
- Familie: Gekkonidae (Geckos)
- Gattung: Gekko
- Art: Gekko ulikovskii
- Verbreitung: Vietnam, Laos, möglicherweise angrenzende Regionen
- Lebensraum: tropische Wälder, Bäume und Felsen
- Körperlänge: 15–20 cm Gesamtlänge
- Gewicht: 30–70 g
- Soziales Verhalten: Einzelgänger; Männchen territorial
- Fortpflanzung: ovipar; legt 1–2 hart-schalige Eier; Inkubation ca. 90–120 Tage
Systematik Goldgecko
Äußerliche Merkmale von Goldgecko
Der Goldgecko ist ein mittelgroßer Gecko mit einem kräftigen Körperbau, einem breiten, abgeflachten Kopf und großen, pupillenlosen Augen – typisch für nachtaktive Geckos. Die Grundfärbung der Oberseite ist goldgelb bis orange-braun, oft mit dunkleren Querbändern oder Flecken. Die Haut ist weich und mit feinen, gleichmäßigen Tuberkeln bedeckt; größere Tuberkelreihen ziehen sich über den Rücken.
Die Haftlamellen an den Zehenenden sind gut entwickelt und ermöglichen sicheres Klettern an senkrechten Flächen. Der Schwanz ist zylindrisch und kann wie bei vielen Geckoarten bei Gefahr abgeworfen und regeneriert werden. Männchen sind in der Regel lebhafter gefärbt als Weibchen und haben eine breitere Kopfform.
Lebensraum und Herkunft
Der Goldgecko ist in Vietnam und Teilen von Laos heimisch. Er bewohnt tropische und subtropische Wälder, wo er an Baumrinde, Felswänden und gelegentlich an Gebäuden in Waldnähe anzutreffen ist. Tagsüber versteckt er sich in Rindenritzen, Felsspalten oder unter Laub; nachts geht er auf Nahrungssuche.
Die genaue Verbreitung und Ökologie der Art sind noch unvollständig erforscht, was ihre Seltenheit im Handel und in der Terraristik miterklärt. Aus diesem Grund sind verlässliche Angaben zu Habitatpräferenzen und Populationsgröße bislang begrenzt.
Verhalten von Goldgecko
Der Goldgecko ist nachtaktiv. Er jagt Insekten, Spinnen und andere Wirbellose, die er im Schein seiner großen Augen aufspürt. Wie andere Gekko-Arten ist er lautfreudig und gibt vor allem zur Paarungszeit und bei Territorialkonflikten charakteristische Rufe von sich. Männchen sind territorial und sollten nicht zusammen gehalten werden.
Paarung und Brut
Wie alle Vertreter der Gattung Gekko ist der Goldgecko eierlegend. Das Weibchen legt in der Regel 1 bis 2 hart-schalige Eier, die an Felsen, Rinde oder anderen festen Untergründen befestigt werden. Bei einer Inkubationstemperatur von 28–30 °C schlüpfen die Jungtiere nach etwa 90 bis 120 Tagen. Die Jungen sind sofort selbstständig.
Haltung und Gefährdung
Der Goldgecko wird bislang fast ausschließlich von Spezialisten der Gattung Gekko gehalten. Er benötigt ein hohes, bepflanztes Terrarium mit Klettermöglichkeiten, einer Tagestemperatur von 26–30 °C unter dem Wärmestrahler und einer Nachttemperatur von 20–24 °C, sowie einer Luftfeuchtigkeit von 60–80 %. Die Haltung ist für Erfahrene geeignet; Frischimporte sind stressempfindlich. Nachzuchten aus europäischer Haltung existieren vereinzelt.
Der Gefährdungsstatus der Art durch die IUCN ist nicht detailliert bewertet; Habitatverlust durch Abholzung in Vietnam und Wildentnahme für den Tierhandel sind mögliche Bedrohungen.
