Drusenkopf (Conolophus subcristatus)

Tiere von A bis z
Drusenkopf
Bild: asiadomaga / Shutterstock.com

Zusammenfassung: Drusenkopf

Der Drusenkopf (Conolophus subcristatus) ist eine Art der Leguanartigen. Die Echse kommt ausschließlich auf den Galápagos-Inseln vor, wo sie zu den größten Einwohnern zählt. Die Tiere besiedeln vor allem trockene Regionen, wo sie sich von Pflanzen und kleinen Tieren ernähren. Ihr Name leitet sich vo...

Der Drusenkopf (Conolophus subcristatus) ist eine Art der Leguanartigen. Die Echse kommt ausschließlich auf den Galápagos-Inseln vor, wo sie zu den größten Einwohnern zählt. Die Tiere besiedeln vor allem trockene Regionen, wo sie sich von Pflanzen und kleinen Tieren ernähren. Ihr Name leitet sich von den Drusen auf ihrem Kopf ab, die wie kleine Höcker aussehen. Diese Höcker sind bei älteren Tieren besonders stark ausgeprägt und dienen als Ausdrucksmittel gegenüber Artgenossen.

Die Drusenkopf-Echsen sind ein gutes Beispiel für adaptive Radiation, also die Entstehung von neuen Arten durch Anpassung an unterschiedliche Ökosysteme. Auf den Galápagos-Inseln hat sich diese Gruppe über die Zeit auf verschiedene Eilande verteilt und sich so an unterschiedliche Bedingungen angepasst. Hierbei haben sich auch Unterschiede in der Ausbildung der Drusen gebildet.

Wie viele endemische Tierarten auf den Galápagos-Inseln ist auch der Drusenkopf bedroht. Die Echsen waren in der Vergangenheit oft Opfer von Ausrottungskampagnen, da sie als Nahrungsmittel für Seefahrer dienten. Auch eingeschleppte Tierarten wie Katzen und Ratten bedrohen heute die Bestände, indem sie Nester plündern oder Eier fressen.

Dennoch haben es die Drusenköpfe bisher geschafft, sich gegen die Umweltbedrohungen zur Wehr zu setzen. Dazu trug wohl auch ihre Anpassungsfähigkeit bei. So können die Tiere beispielsweise sehr lange ohne Wasser auskommen und sind in der Lage, sich von kargen Pflanzenbeständen zu ernähren.

In der heutigen Zeit sind die Drusenkopf-Echsen vor allem auch ein beliebtes Fotomotiv für Touristen, die die Tiere in ihrem natürlichen Habitat beobachten wollen. Ihr einzigartiges Aussehen hat die Echsen auch zu einem Markenzeichen der Galápagos-Inseln gemacht.

Drusenkopf Fakten

  • Klasse: Reptilien
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
  • Familie: Leguane (Iguanidae)
  • Gattung: Conolophus
  • Art: Conolophus subcristatus
  • Verbreitung: Galápagos-Inseln (Ecuador)
  • Lebensraum: trockene Lavagebiete, Buschlandschaften, Küstenbereiche
  • Körperlänge: bis zu 1,2 Meter
  • Gewicht: bis zu 13 Kilogramm
  • Soziales und Rudel-Verhalten: meist Einzelgänger; Männchen territorial
  • Fortpflanzung: legen 3–25 Eier; Brutzeit etwa 3–6 Monate

Systematik Drusenkopf

Stamm
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Klasse
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Ordnung
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Familie
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Gattung
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Art
Conolophus subcristatus

Äußerliche Merkmale von Drusenkopf

Der Drusenkopf ist eine kräftig gebaute Eidechse mit einem abgeflachten, plumpen Körper und einem auffälligen Kamm aus dreieckigen Schuppen, der vom Nacken bis zum Schwanz verläuft. Die Schuppen sind grau-braun bis gelblich-grau gefärbt und passen sich hervorragend an die vulkanische Umgebung der Galápagos an. Ausgewachsene Männchen sind mit bis zu 1,2 Metern Länge und bis zu 13 kg deutlich größer und schwerer als Weibchen.

Der Kopf ist breit und dreieckig; die Ohröffnungen liegen seitlich am Kopf gut sichtbar. Die Extremitäten sind kräftig und mit langen, gebogenen Krallen ausgestattet, die beim Graben von Nestern in den Boden und beim Klettern auf Felsen hilfreich sind. Ältere Männchen entwickeln ausgeprägte Drusen (warzenähnliche Verdickungen) vor allem am Kopf und Nacken, die als innerartliche Erkennungsmerkmale dienen.

Lebensraum und Herkunft

Der Drusenkopf ist ausschließlich auf den Galápagos-Inseln endemisch und kommt auf mehreren der größeren Inseln vor, darunter Santa Cruz, Isabela, Fernandina und South Plaza. Bevorzugte Lebensräume sind trockene Lavagebiete, Buschlandschaften und felsige Küstenbereiche unterhalb der Vegetationsgrenze.

Die Art hat sich im Laufe der Evolution an die extreme Trockenheit und Nahrungsknappheit der Galápagos-Inseln angepasst. Sie kann lange Dürreperioden überstehen und nutzt Kaktus-Pads (Opuntia) sowie trockene Pflanzenteile als Hauptnahrungsquelle. Die Galápagos-Leguane werden als eng verwandt mit Leguanen vom südamerikanischen Festland angesehen, von wo aus ihre Vorfahren vor Millionen von Jahren auf die Inseln gelangt sind.

Verhalten von Drusenkopf

Drusenköpfe sind tagaktiv und wärmen sich morgens ausgiebig in der Sonne auf, bevor sie auf Nahrungssuche gehen. Als strikte Pflanzenfresser ernähren sie sich vor allem von Kakteenblättern und -früchten (Opuntia), Gräsern und anderen Pflanzen. In Küstennähe fressen sie auch Meeresalgen, die bei Ebbe freigelegt werden.

Männchen sind ausgesprochen territorial und verteidigen ihre Reviere gegenüber Rivalen durch Kopfnicken, Aufblähen des Kehlsacks und körperliche Auseinandersetzungen. Außerhalb der Paarungszeit sind Drusenköpfe jedoch vergleichsweise friedlich und werden durch den Tourismus auf den Galápagos kaum gestört.

Paarung und Brut

Die Paarungszeit des Drusenkopfes fällt auf den Beginn der Trockenzeit. Männchen kämpfen um Territorien und damit den Zugang zu Weibchen. Nach der Begattung suchen die Weibchen geeignete Stellen, um ihre Eier zu vergraben – bevorzugt in lockerem Sand oder Erde, in den die Sonnenwärme eindringt.

Das Gelege besteht je nach Körpergröße des Weibchens aus 3 bis 25 Eiern. Die Inkubationszeit beträgt je nach Bodentemperatur 3 bis 6 Monate. Die Jungtiere schlüpfen vollständig entwickelt und müssen sich vom ersten Tag an selbst versorgen; elterliche Fürsorge findet nicht statt.

Gefährdung

Der Drusenkopf wird von der IUCN als gefährdet (Vulnerable) eingestuft. Hauptbedrohungen sind eingeschleppte Tiere wie Ratten, Katzen, Hunde und Schweine, die Nester plündern und Jungtiere fressen. Historisch wurden Drusenköpfe von Seefahrern als Proviant genutzt, was die Bestände stark dezimierte.

Dank intensiver Schutzprogramme der Galápagos-Nationalparkverwaltung – darunter Auswilderungsprogramme und die Bekämpfung invasiver Arten – haben sich die Populationen auf einigen Inseln erholt. Der Tourismus auf den Galápagos-Inseln ist streng reguliert, um die empfindlichen Bestände nicht zusätzlich zu belasten.

Quellen

Wikipedia – Drusenkopf (Conolophus subcristatus)

IUCN Red List – Conolophus subcristatus

Galápagos Conservancy – Land Iguana