Das beste Futter für den Vierbeiner: Barf-Komplettmahlzeiten mit allen Nährstoffen

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Das beste Futter für den Vierbeiner: Barf-Komplettmahlzeiten mit allen Nährstoffen
Bild: Das beste Futter für den Vierbeiner: Barf-Komplettmahlzeiten mit allen Nährstoffen

Zusammenfassung: Das beste Futter für den Vierbeiner: Barf-Komplettmahlzeiten mit allen Nährstoffen

Nicht nur Menschen sollten gesund und ausgewogen essen, um gesund zu bleiben. Zu wenige Nährstoffe und zu viele Kalorien sind ungesund. Also sollten Haustierbesitzer für ihre Vierbeiner ebenfalls auf eine ausgewogene Ernährung achten. Um eine ideale Nährstoffversorgung sicherzustellen, empfiehlt sic...

Nicht nur Menschen sollten gesund und ausgewogen essen, um gesund zu bleiben. Zu wenige Nährstoffe und zu viele Kalorien sind ungesund. Also sollten Haustierbesitzer für ihre Vierbeiner ebenfalls auf eine ausgewogene Ernährung achten. Um eine ideale Nährstoffversorgung sicherzustellen, empfiehlt sich “Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ (BARF).

Das Konzept hinter BARF

Die Abkürzung BARF steht für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Das Ziel dieser Ernährungsweise ist es, Hunde (manchmal auch Katzen) möglichst natürlich zu ernähren.

Typischerweise enthalten Barf-Komplettmahlzeiten folgende Bestandteile:

  • Fleisch: Rind, Huhn, Pute, Lamm, Fisch etc. – in rohem Zustand.
  • Innereien: Leber, Niere, Herz – diese liefern wichtige Nährstoffe.
  • Knochen: beispielsweise Rinderknochen oder Hühnerhälse. Diese sind besonders gut für die Zähne.
  • Gemüse & Obst: Äpfel, Karotten, Zucchini etc. – püriert oder klein geschnitten.
  • Weitere gesunde Zusätze: Öl (meist Lachsöl oder Leinöl), Mineralien, Kräuter, Vitamine und Eierschalen – um Mangelerscheinungen zu vermeiden.

Warum Barf-Futter? Die Vorteile

Das Tier erlebt durch die Barf-Nahrung eine vollständig natürliche Ernährung. Durch weniger Zusatzstoffe im Futter bleibt die Gefahr von Unverträglichkeiten aus. Das Futter kann für jeden Hund eingesetzt werden, egal ob es sich um einen Welpen, Junghund oder älteren Hund handelt.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Trocken- oder Nassfutter besteht Barf-Futter aus frischen, meist rohen Zutaten. Auf diese Weise bleiben alle wichtigen Nährstoffe erhalten. Tierbesitzer ermöglichen ihren Haustieren Futter in Lebensmittelqualität. Zusätzlich gibt es weitere vorteilhafte Begleiterscheinungen. Die Zahnstruktur von Hunden wird durch das Kauen von Knochen gestärkt. Im Durchschnitt haben Tiere mit einer Barf-Ernährung gesündere Zähne, was wiederum geringere Tierarztkosten mit sich bringt. Häufig fällt Besitzern glänzendes Fell auf, was Gesundheit und Wohlbefinden signalisiert. Tiere haben häufig mehr Energie und sind weniger anfällig für Infekte und andere Krankheiten.

Gute Verträglichkeit: Wenige Risiken

Es gibt kaum Risiken bei einer Barf-Ernährung für Hunde. Klar ist: Nicht jeder Hund verträgt rohes Fleisch gleich gut. Sollten Hundebesitzer also vermehrten Durchfall oder andere Beschwerden ab dem Beginn der Barf-Ernährung feststellen, sollten diese Symptome tierärztlich abgeklärt werden. Wird rohes Fleisch zu lange gelagert oder unsachgemäß zubereitet, drohen Infektionen (beispielsweise mit Salmonellen).

Es ist also besonders wichtig, Barf-Futter immer in passenden Mengen zu bestellen und nicht zu lange zu lagern. Praktisch ist jedoch, dass das Futter tiefgekühlt mindestens 12 Monate haltbar ist. Wenn es aufgetaut wurde, sollte es innerhalb von 2 bis 3 Tagen verbraucht sein.

Barf-Futter in verschiedenen Geschmacksrichtungen

Jedes Tier hat andere Vorlieben beim Futter. Daher ist es problemlos möglich, Barf-Futter in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu kaufen.

Wenn ein Hund am liebsten Rind frisst, wird Rindfleisch, samt Innereien und Knochen vom Rind mit entsprechendem Gemüse und Ölen gemischt. Aber auch Ente, Huhn, Wild oder Lachs sind möglich. Bunte Mischungen sind ebenfalls sehr gängig: In diesen finden sich dann oft Bestandteile vom Rind und vom Huhn.

Die richtige Futtermenge bestimmen

Jeder Hund ist individuell, aber es gibt dennoch Richtwerte, anhand derer Haustierbesitzer die richtige Futtermenge bestimmen können.

Erwachsene Hunde sollten ca. 2 Prozent ihres Körpergewichtes pro Tag als Futter zu sich nehmen. Da Welpen und Junghunde sich noch im Wachstum befinden, sind es hier rund 4 Prozent des eigenen Körpergewichts pro Tag. Außerdem sind Welpen oft noch besonders leicht. Es ist wichtig, dass sie für eine ausreichende Entwicklung genügend Nahrung zu sich nehmen. Besonders aktive Hunde brauchen außerdem mehr Futter als alte oder weniger aktive Hunde.

Welches Barf-Futter für welche Hunderasse?

Es gibt keine festen BARF-Vorgaben, die je nach Hunderasse exakt vorgegeben werden. Vielmehr sollte das Futter an das Gewicht, das Alter, das Aktivitätslevel und eventuelle gesundheitliche Besonderheiten des Hundes angepasst sein.

Tierische Bestandteile, bestehend aus Muskelfleisch, rohen Knochen und Innereien, sollten ca. 70 Prozent des Futters ausmachen. In Kombination sorgen sie für ausreichend Proteine und Energie. Durch die Knochen wird eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Phosphor garantiert. Vor allem in roher Leber sind viele Vitamine und wichtige Spurenelemente enthalten.

Pflanzliche Bestandteile (zwischen 20 und 30 Prozent), wie Gemüse und etwas Obst, versorgen den Vierbeiner mit den nötigen Ballast- sowie Mikronährstoffen. Durch die Zugabe von rund einem Prozent Fett (meist Öl), werden auch die notwendigen Omega-3-Fettsäuren abgedeckt, die das Fell zum Glänzen bringen. Oft wird eine Kräuter- und Algenmischung dem Barf-Futter beigemischt.

Unterschiede zwischen großen und kleinen Hunderassen

Vor allem große Hunderassen (Bernhardiner, Rottweiler, Berner Sennenhund, Doggen) haben in fortgeschrittenem Alter häufig Gelenkprobleme. Diese sollten mehr Omega-3-Fettsäuren und spezielle muskelaufbauende Zusätze (beispielsweise Grünlippmuschel) durch das Futter erhalten, um die Gelenke ideal zu unterstützen.

Für etwas kleinere Rassen (Border Collie, Beagle) ist vor allem ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Protein, Fett und Pflanzen besonders wichtig. Eine Variation der Fleischsorten (Huhn, Rind, Ente) ist ideal. Eher kleine und aktive Hunde (Terrier, Havaneser) haben einen schnelleren Stoffwechsel als eher große oder alte Hunde. Ein höherer Anteil an Muskelfleisch ist bei einem höheren Aktivitätslevel daher von Vorteil, da es leichter verdaulich ist.