Australischer Gleitaar (Elanus axillaris)

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Australischer Gleitaar
Bild: Erni / Shutterstock.com

Zusammenfassung: Australischer Gleitaar

Die Australische Gleitaar, auch als Australischer Schwarzschulter-Milan bekannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Habichtartigen. Sie ist vor allem in Australien und Neuguinea heimisch und bewohnt dort hauptsächlich offene Graslandschaften, Farmland und locker bewaldete Gebiete. Die Australisch...

Die Australische Gleitaar, auch als Australischer Schwarzschulter-Milan bekannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Habichtartigen. Sie ist vor allem in Australien und Neuguinea heimisch und bewohnt dort hauptsächlich offene Graslandschaften, Farmland und locker bewaldete Gebiete.

Die Australische Gleitaar ist etwa 33 bis 38 Zentimeter lang und hat eine Flügelspannweite von 80 bis 100 Zentimetern. Das Gefieder ist überwiegend weiß, mit markanten schwarzen Schulterflecken und orangegelben Augen. Die langen, schmalen Flügel und der nahezu quadratische Schwanz sind typische Merkmale dieser Art.

Diese Art ist bekannt für ihr charakteristisches Rüttelverhalten: Sie kann nahezu stationär in der Luft stehen, während sie den Boden nach Beute absucht. Dieses Verhalten ähnelt dem des Turmfalken und ist ein auffälliges Merkmal der Australischen Gleitaar.

Die Australische Gleitaar ernährt sich vor allem von kleinen Säugetieren wie Mäusen und Ratten, aber auch Insekten, Heuschrecken und gelegentlich Reptilien gehören zu ihrem Speiseplan. Sie jagt häufig in der Dämmerung und in der Nacht.

Die Australische Gleitaar ist in Australien weit verbreitet und in manchen Regionen häufig anzutreffen. Bestände können je nach Nahrungsangebot (insbesondere Mäusegradationen) stark schwanken und sind nicht grundsätzlich gefährdet.

Australischer Gleitaar Fakten

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Greifvögel (Accipitriformes)
  • Familie: Habichtartige (Accipitridae)
  • Gattung: Elanus
  • Art: Elanus axillaris
  • Verbreitung: Australien, Neuguinea
  • Lebensraum: offene Graslandschaften, Farmland, locker bewaldete Flächen
  • Körperlänge: 33–38 cm
  • Gewicht: 220–350 g
  • Soziales und Rudel-Verhalten: überwiegend Einzelgänger oder in Paaren; außerhalb der Brutzeit teils in lockeren Gruppen
  • Fortpflanzung: legen 3–5 Eier; Brutdauer ca. 30–35 Tage; beide Eltern brüten und versorgen die Jungen

Systematik Australischer Gleitaar

Äußerliche Merkmale von Australischem Gleitaar

Die Australische Gleitaar ist ein mittelgroßer Greifvogel mit einem überwiegend weißen Gefieder. Besonders auffällig sind die schwarzen Schulterflecken auf den Oberflügeln, die dem Vogel seinen alternativen deutschen Namen „Schwarzschulter-Milan" eingebracht haben. Die Unterseite ist rein weiß; die Oberseite der Flügel ist hellgrau. Die Augen sind leuchtend orangegelb mit einem dunklen, rot-braunen Rand – ein markantes Erkennungsmerkmal.

Die Flügel sind lang und schmal mit einem leicht rückwärts geschwungenen Profil, das an den Turmfalken erinnert. Der Schwanz ist kurz und fast quadratisch geformt. Die Beine sind verhältnismäßig kurz, die Krallen kräftig und gut zum Greifen kleiner Beute geeignet. Männchen und Weibchen sehen einander sehr ähnlich; Jungvögel weisen einen leicht bräunlichen Anflug auf Rücken und Scheitel auf.

Lebensraum und Herkunft

Die Australische Gleitaar ist nahezu auf dem gesamten australischen Kontinent verbreitet, mit Ausnahme dichter Regenwälder und extrem trockener Wüstengebiete. Bevorzugte Lebensräume sind offene Graslandschaften, Getreidefelder, Savannen und locker bebuschtes Farmland, das ausreichend Sitzwarten (Zaunpfähle, Drähte, einzelne Bäume) bietet.

Außerhalb Australiens kommt die Art auch auf Neuguinea vor. Die Gattung Elanus ist weltweit verbreitet und umfasst vier sehr ähnliche Arten auf verschiedenen Kontinenten, was auf eine lange und erfolgreiche Evolutionsgeschichte dieser Gruppe hinweist.

Verhalten von Australischem Gleitaar

Die Australische Gleitaar jagt bevorzugt in den Abend- und frühen Nachtstunden, ist aber auch tagsüber aktiv. Charakteristisch ist ihr Rüttelflug: Mit schnell schlagenden Flügeln bleibt der Vogel nahezu reglos in der Luft stehen und sucht dabei den Boden nach Kleinsäugern und Insekten ab. Sobald Beute entdeckt wird, stürzt er im steilen Winkel herab.

Außerhalb der Brutzeit sind Australische Gleitaare oft Einzelgänger, die eigene Jagdreviere verteidigen. In nahrungsreichen Gebieten – etwa bei Mäusegradationen auf Farmland – können sich jedoch zeitweise größere Gruppen zusammenfinden.

Paarung und Brut

Die Brutzeit der Australischen Gleitaar ist variabel und richtet sich stark nach dem Nahrungsangebot; in der Regel wird zwischen August und Januar gebrütet. Das Nest wird von beiden Partnern in einem Baum gebaut oder wiederverwendet und besteht aus Zweigen, Gräsern und Blättern. Das Weibchen legt 3 bis 5 Eier, die von beiden Elternteilen über rund 30 bis 35 Tage bebrütet werden.

Nach dem Schlüpfen werden die Nestlinge etwa 35 bis 40 Tage lang von beiden Eltern mit Nahrung versorgt, bevor sie das Nest verlassen. Jungvögel bleiben noch einige Wochen in der Nähe des Nestes und werden weiter gefüttert, bis sie selbstständig jagen können.

Gefährdung

Die Australische Gleitaar gilt derzeit als nicht gefährdet. Ihre Bestände sind über den gesamten australischen Kontinent stabil; in manchen Regionen hat die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen (Getreidebau) sogar dazu beigetragen, geeignete Jagdhabitate zu schaffen. Lokale Bestandsschwankungen hängen eng mit dem Vorkommen von Kleinsäugern zusammen.

Mögliche langfristige Bedrohungen sind Habitatverlust durch intensive Landwirtschaft sowie der Einsatz von Rodentiziden, die über vergiftete Beute auf den Vogel übertragen werden können. Klimabedingte Veränderungen der Niederschlagsmuster können ebenfalls Auswirkungen auf das Nahrungsangebot haben.

Quellen

Wikipedia – Australischer Schwarzschulter-Milan (Elanus axillaris)

Avibase – Elanus axillaris

eBird – Australian Kite