Albatros Diomedea epomophora Royal Albatross


Albatros Diomedea epomophora Royal Albatross
Bewertung

Königsalbatros

Klasse: Aves (Vögel)
Fotos:
Martin Kramer
Ordnung: Procellariiformes (Albatrosse und Sturmvögel)
Familie: Diomedeidae (Albatrosse)
Gattung: Diomedea (Albatrosse)
Art: Diomedea epomophora
englisch Royal Albatross
Verbreitung: Westpazifik
Lebensraum: Offenes Meer und Inseln
Maße und Gewichte: Körperlänge: 140 cm
Spannweite: 260 cm
Gewicht: 7,5 kg (Männchen)
Spitzengeschwindigkeit: 75 km/h
Fortpflanzung: Der Königsalbatros brütet in Kolonien. In das Nest aus Pflanzenteilen wird in der Regel ein einzelnes Ei abgelegt. Das Ei wird von beiden Elternteilen abwechselnd etwa 78 Tage lang bebrütet. Der junge Albatros wird nach etwa 260 Tagen flügge. Bedingt durch diese lange Brutdauer und die zeitraubende Aufzucht der Jungtiere brüten manche Albatrosse nur alle zwei Jahre.

 

Der Name Albatros leitet sich von dem portugiesischen „alcatraz“ ab. Er bedeutet soviel wie Schöpfeimer. Albatrosse verbringen den größten Teil ihres Lebens in der Luft oder auf dem Wasser. Nur zum Brüten suchen die Vögel die Küsten verschiedener pazifischer Inseln auf. Die Flügel der Tiere sind im Verhältnis zu ihrer Länge sehr schmal, aber gerade. Dadurch sind sie hervorragend zum Segeln geeignet. Ein Albatros kann damit kilometerweit segeln, ohne ein einziges Mal mit den Flügeln zu schlagen. Hierzu benötigen die Vögel nicht einmal thermische Aufwinde, ihnen genügen die über dem Meer wehenden Luftströmungen.

Der einzige wirkliche Feind der Albatrosse ist der Mensch. In früheren Zeiten wurden die Vögel in Notfällen von hungernden Seeleuten verspeist. Die Verfolgung aus kommerziellen Gründen begann Ende des 19. Jahrhunderts, als die Damenwelt entdeckte, das die Federn des Albatros ein ausgezeichnetes Modeattribut darstellen. Eine der größten pazifischen Kolonien auf den Midway-Inseln wurde während des Zweiten Weltkrieges vernichtet. Man fand es damals für nötig, ausgerechnet im Brutgebiet der Tiere einen Flughafen zu errichten.

Heutzutage drohen dem Albatros ganz andere Gefahren. Nach der Treibnetzfischerei, die wegen ihrer katastrophalen Folgen zu Recht in allen Medien als Massenvernichtungsmittel angeprangert wurde, hat die industrielle Fischerei eine neue Variante gefunden, um die Meere von ihren Bewohnern zu befreien. Die Rede ist hier von der Langleinenfischerei. Langleinenfischerei, das bedeutet, daß Leinen mit einer Länge von 130 Kilometern ausgeworfen werden. Solche Leinen sind mit bis zu 3000 Haken bestückt. Das Hauptziel ist der Fang von Thunfisch, aber alljährlich sterben nach Untersuchungen australischer Biologen mehr als 40.000 Albatrosse und etwa noch einmal so viele andere Seevögel in diesen Leinen. Insbesondere Fangschiffe aus der EU sind an dieser Massenvernichtung von Seevögeln wesentlich beteiligt.

Die wesentlichen Informationen zur Langleinenfischerei entstammen einem Rundbrief von Greenpeace vom 24.11.1998

 

Processing your request, Please wait....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.