Walhai Rhincodon typus Chondrichthyes Knorpelfische Selachii Haie Whale Shark


Walhai Rhincodon typus Chondrichthyes Knorpelfische Selachii Haie Whale Shark 4.20/5 (84.00%) 5 votes

Walhai

Klasse: Chondrichthyes (Knorpelfische) Walhai

Fotos:
www.unterwasserbilder.de

Ordnung: Selachii (Haie)
Familie: Rhincodontidae (Walhaie)
Gattung: Rhincodon (Walhai)
Art: Rhincodon typus
englisch Whale Shark
französisch Requin baleine
italienisch Squalo balena
Verbreitung: Der Walhai ist in allen tropischen und subtropischen Ozeanen der Welt verbreitet.
Lebensraum: Küstengewässer, offener Ozean
Maße und Gewichte: Körperlänge: vermutlich bis 18 m. Das größte vermessene Tier hatte eine Länge von 12,1 m.
Gewicht: im Schnitt vermutlich 20.000 kg. Das schwerste gewogene Tier brachte 36.000 kg auf die Waage.
Fortpflanzung: Über die Fortpflanzung der Walhaie ist noch recht wenig bekannt. Es scheint bei diesen Fischen keine feste Paarungszeit zu geben, denn Jungfische wurden in verschiedenen Regionen zu allen Jahreszeiten entdeckt. Walhaie sind lebendgebärend, sie legen also keine Eier. Die vielfach gefundenen riesigen Eitaschen sind lediglich Frühgeburten, denn die Jungtiere schlüpfen bereits im Mutterleib aus den Eikapseln. Die Geburtsgröße der Jungen liegt zwischen 55 und 64 cm. Bis zu 300 Nachkommen wurden bei einem einzelnen Weibchen bereits gezählt. Trotz der enormen Größe der erwachsenen Tiere wird die Geschlechtsreife bereits bei einer Körperlänge von 400 cm erreicht.

 

Walhai Der Walhai, der größte bekannte lebende Fisch, ernährt sich von den kleinsten Meeresbewohnern. Walhaie sind keine Jäger, sie filtern Ihre Nahrung aus dem Wasser. Bevorzugte Nahrung ist dabei Plankton, aber auch Sardinen, Makrelen und sogar kleine Thunfische landen im Magen des Hais. Die Tiere schwimmen vorzugsweise dicht unter der Wasseroberfläche mit weit geöffnetem Maul. Das Wasser fließt in das Haimaul und läuft durch seine Kiemen, die wie ein Filter wirken, wieder ab. Von Zeit zu Zeit schließt der Walhai dann das Maul und schluckt die Nahrung, die sich in den Kiemen angesammelt hat. Interessant ist, das Walhaie oft in vertikaler Position fressen.

Walhai Das Verhalten der Walhaie ist durch ihre Art der Nahrungssuche bestimmt. Die Trotz ihrer Größe vollkommen harmlosen Tiere schwimmen die meiste Zeit relativ langsam an der Meeresoberfläche. Die graue, bläuliche oder braune Grundfärbung der Fische ist von vertikalen, hellen Streifen und weissen Punkten unterbrochen, die über den ganzen Körper verteilt sind. Auffallend ist bei dieser Haiart das Maul. Im Gegensatz zu anderen Haiarten befindet es sich am vorderen Kopfende anstatt unterhalb der Schnauze.

Die Verhaltensweise zur Nahrungssuche wird den Giganten unter den Fischen in den letzten Jahren mehr und mehr zum Verhängnis. Die Tiere sind leicht zu fangen und schon wurde von profitgierigen „Geschäftsleuten“ ein Markt erschlossen. Die Haie werden dabei „gefinnt“. Das heißt, man schneidet den Tieren bei lebendigem Leibe die Flossen ab und wirft die halbtoten Fische zurück ins Meer, wo sie elend zu Grunde gehen. Die spezielle Knorpelsubstanz ist dabei nur wegen ihrer Konsistenz gefragt, denn sie ist geschmacksneutral. Im Hauphandelsplatz für Haifischflossen, in Honkong, wurden 1995 rund 6.100 Tonnen getrocknete Haiflossen importiert.
Walhai Aber nicht nur seltsame Essgewohnheiten in fernen Ländern kurbeln das Geschäft an. Die mögliche Immunität von Haien gegen Krebs wird dazu benutzt, um aus getrockneten Haiknorpeln „Anti-Krebmittel“ herzustellen und auch hier in Europa zu verkaufen. Dabei ist Haiknorpel gegen Krebs zu essen ungefähr so sinnvoll wie Adlerfleisch gegen nachlassende Sehkraft zu essen. Kurz gesagt: Humbug!

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