Strauss Strauß Struthio camelus


Strauss Strauß Struthio camelus
1 (20%) 1 vote

Strauß

Klasse: Aves (Vögel) Strauß
Fotos:
Frank Stober
Ordnung: Struthioniformes (Straussenvögel)
Familie: Struthionidae (Strausse)
Gattung: Struthio (Strauß)
Art: Struthio camelus
Verbreitung: östliches und südliches Afrika, Südrand der Sahara
Grafisch dargestellt auf der Verbreitungskarte
Lebensraum: Savanne, offenes Buschland, Sandflächen mit spärlicher Vegetation sowie Küstengebiete mit immergrüner Vegetation und Bergregionen
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 300 cm
Gewicht (Männchen): bis 150 kg
Spitzengeschwindigkeit: 72 km/h
Fortpflanzung: streitende Straussenhähne Die Fortpflanzungszeit der Strausse richtet sich nach dem im Verlauf des Jahres schwankenden Nahrungsangebot. Je nach geographischer Lage sind die Brutzeiten also recht unterschiedlich. Zur Vorbereitung einer Brut errichtet das Männchen innerhalb eines Territoriums mehrere Nestmulden, die es in den Staub scharrt. Hat sich nach langer Balz ein Weibchen gefunden, wählt dieses nach der Paarung eine Nestmulde aus und beginnt mit der Eiablage. Im Abstand von zwei Tagen legt das Weibchen nun insgesamt etwa acht bis zwölf Eier. Die 13 bis 16 Zentimeter langen Eier können durchaus ein Gewicht von anderthalb Kilogramm erreichen und sind damit die größten Eier im ganzen Vogelreich. Der Straussenhahn hat normalerweise neben der Haupthenne noch ein bis drei „Nebenfrauen“. Diese werden von der Haupthenne geduldet und legen mitunter selbst drei oder vier Eier ins Nest. Mit der eigentlichen Brut beginnt das Straussenpaar erst, nachdem alle Eier gelegt sind. Dadurch schlüpfen die Jungen nach sechswöchiger Brutzeit alle etwa gleichzeitig aus. Die Jungen sind typische Nestflüchter und schon nach kürzester Zeit in der Lage, Ihren Eltern deren Streifzügen zu folgen. Während der Nachwuchs in den ersten Lebenswochen noch von den Eltern beschützt wird, schließen sich die Jungstrausse bereits als Halbwüchsige zu großen Schwärmen zusammen. Die Geschlechtsreife erreichen Straussenweibchen im Alter von zwei Jahren. Männchen gelingt es in der Regel erst im Alter von drei bis vier Jahren sich fortzupflanzen.

 

Strauß Ursprünglich war der Strauß ein weit verbreiteter Bewohner der trockenen Savannen Afrikas, Arabiens und Vorderasiens. Man unterscheidet dabei aufgrund körperbaulicher Differenzen die Strausse in fünf verschiedene Unterordnungen:

  • der arabische Strauß (Struthio camelus syriacus) auf der Arabischen Halbinsel und im Nahen Osten
  • der nordafrikanische Strauß (Struthio camelus rothschildi) in Nordafrika und der südlichen Sahara
  • der Somalistrauß (Struthio camelus molybdophanes) in Somalia und im nördlichen Kenia
  • der Massaistrauß (Struthio camelus massaicus) in Ostafrika
  • der südafrikanische Strauß (Struthio camelus australis) im südlichen Afrika

Inzwischen sind die Bestände der Strausse allerdings deutlich geringer geworden. Zum größten Teil ist dies auf Bejagung durch den Menschen zurückzuführen, ein geringerer Anteil am Rückgang der Straussenpopulation ist auf die ebenfalls durch Menschen verursachte Beeinträchtigung seines Lebensraumes zurückzuführen. Der arabische Strauß wurde dabei bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Jäger vollständig ausgerottet. Am stärksten gefährdet ist heute der nordafrikanische Strauß. Einst von Marokko und Algerien über den ganzen südlichen Rand der Sahara bis in den Sudan und Südägypten verbreitet, leben jetzt nur noch geringe Bestände am Südrand der Sahara. In Nordwestafrika und Ägypten ist diese Unterart des Strausses bereits ausgerottet. Die Bestände der drei verbleibenden Straussenarten gelten zur Zeit zwar nicht als ernstlich gefährdet, müssen aber immer wieder dem übermächtigen Druck des Menschen weichen und sich mit immer kleiner werdenden Revieren begnügen.

Strausse sind hervorragend an ein Leben in den verhältnismäßig kargen Gebieten Afrikas angepaßt. Einen großen Teil des Tages ziehen die Laufvögel umher. Ihren relativ großen Augen entgeht dabei nichts. Seien es Blüten, Samen oder Blätter, Insekten, Eidechsen oder kleine Nagetiere. Alles wird von den großen Vögeln entdeckt und als Futter angenommen. Gleichzeitig überwachen Strausse zuverlässig die Umgebung. Zebras, Antilopen und andere Savannentiere verlassen sich daher gerne auf die Wachsamkeit der Vögel. Wirklich gefährlich können den Tieren eigentlich nur Löwen und Leoparden werden. Dazu muß es den Großkatzen aber erst einmal gelingen, sich unbemerkt anzupirschen. Haben Strausse erst einmal eine Gefahr entdeckt, entziehen sie sich ihren Feinden durch schnelle Flucht. Strausse erreichen dabei fast mühelos eine Geschwindigkeit von 50 km/h. Mit einer Schrittlänge von dreieinhalb Metern Länge können die Vögel dieses Tempo durchaus 15 Minuten und länger durchhalten. In absoluten Notsituationen erreichen die Tiere sogar kurzfristig Geschwindigkeiten über 70 km/h.

Strauß
Strauß
Processing your request, Please wait....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.