Singdrossel Turdus philomelos


Singdrossel Turdus philomelos
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Singdrossel

von Robert Nordsieck (Die lebende Welt der Weichtiere)

Klasse: Aves (Vögel) Singdrossel
Ordnung: Passeriformes (Sperlingsvögel)
Familie: Turdidae (Drosselvögel)
Gattung: Turdus (Drossel)
Art: Turdus philomelos
Verbreitung: Die Singdrossel kommt in Europa weit verbreitet und häufig vor. Während die Singdrossel in Nord- und Nordosteuropa nur im Sommer brütet, aber in West- und Südwesteuropa als Wintergast vorkommt, ist sie in Mittel-, Süd- und Südwesteuropa ganzjährig zu Hause.
Lebensraum: Man findet die Singdrossel in Wäldern, Parks, in Gärten und auf Ackerflächen.
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 23 cm
Gewicht: 60 – 74 g
Spannweite: 11,2 – 12,7 cm
Fortpflanzung: Der Singdrossel dienen Bäume und Büsche als Nistplatz. Das becherförmige Nest wird vom Weibchen aus Gräsern, Zweigen und Lehm gebaut. Pro Jahr werden in der Regel zwei Gelege mit jeweils drei bis neun Eiern erbaut. Die Eier werden im Abstand von je einem Tag gelegt. Nachdem das letzte Ei gelegt ist, werden diese zwischen 11 und 15 Tage lang ausschließlich vom Weibchen bebrütet. Die Jungen, die von beiden Elternteilen gefüttert werden, verbringen nach dem Schlüpfen noch etwa 12 bis 16 Tage im Nest.

 

Die Familie der Drosseln (Turdidae) gehört zu den Singvögeln. Zu den Drosseln zählt man einheimische Singvögel wie die Amsel (Schwarzdrossel), die Singdrossel und die Wacholderdrossel, früher als Krammetsvogel bekannt. Drosselvögel sind weltweit mit einigen Ausnahmen verbreitet, z.B. das zentrale und südliche Australien. Drosseln leben von Kleintieren, im Wesentlichen Wirbellosen, wie Würmern und Insekten. Die Singdrossel frisst außerdem gerne Schnecken. Die Singdrossel ist gekennzeichnet durch eine olivgrüne oder sandbraune Oberseite mit gelblicher Tönung, einen hellen Augenstreif und einen dunkelbraunen Wangenfleck. Flügel und Schwanz sind kastanienbraun, die Unterseite ist gräulichweiß mit zimtfarbiger Tönung und dunkelbraunen Flecken. Der Gesang der Singdrossel besteht aus einem dünnen ‚ziep‘-Ruf und Gesangselementen, die jeweils zwei oder drei Mal wiederholt werden.

Netzfang von Singvögeln:
In Südeuropa, besonders in Italien werden die heimkehrenden Drosseln mit Netzen gefangen und gegessen. Teilweise werden die Vögel beim Fang verletzt und bleiben Tage lang in den Netzen hängen.

Die Drosselschmiede – Beutefang bei der Singdrossel
Drosselschmiede Singdrosseln leben zum Teil von Schnecken. Jedoch können sie die Schalen ihrer Beute nicht knacken, was eine Weiterverarbeitung erforderlich macht. Daher findet man in Singdrosselrevieren oftmals sogenannte Drosselschmieden. Die Singdrossel sucht einen geeigneten scharfkantigen Stein aus, auf dem sie die Schalen der erbeuteten Schnecken zertrümmert, um die Schnecken anschließend zu fressen. Man erkennt die Drosselschmieden daran, dass sich zahlreiche zerbrochene Schneckenschalen um einen geeigneten Stein herum angesammelt haben.

Mehr über Schnecken und andere Weichtiere erfahren Sie unter Die lebende Welt der Weichtiere von Robert Nordsieck.

 

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One Response
  1. Julia Brandt says:

    Hallo!
    Wo nehmen sie die Maße her? Die Spannweite stimmt ganz und gar nicht! Wir präparieren gerade eine junge(!) Singdrossel, von der Spannweite fasst sie mehr als 30 cm, nicht nur 12! Selbst ein Flügel alleine ist schon ausgebreitet länger als 12 cm!

    Gruß
    Julia Brandt

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