Der große Panda war einst weit verbreitet. Die Tiere waren von Burma über den Süden und Osten Chinas bis nach Nordvietnam anzutreffen.
Heute, am Rande des 21. Jahrhunderts, leben nur noch etwa 1000 Tiere. Alle noch in Freiheit lebenden Tiere befinden sich in einer
einzigen Region, den Bambuswäldern im südwesten Chinas. Die größte Gefahr für das Überleben dieser Tiere ist heute die zunehmende
Einengung ihrer natürlichen Lebensräume.
Obwohl der Panda, wie alle großen Bärenarten, das Verdauungssystem eines Fleischfressers
besitzt, haben sich die Tiere im Laufe der Evolution an eine fast ausschließlich vegetarische Kost angepaßt. Die Nahrung der
Pandas besteht fast nur aus Trieben und Blättern von Bambuspflanzen. Der Bambus aber unterliegt Wachstumszyklen. Je nach Art
blühen die Pflanzen auf weiten Flächen in Intervallen von 10 bis 100 Jahren und sterben dann ab. Obwohl sich aus dem Samen sofort
wieder ein Bambuswald zu entwickeln beginnt, dauert es bis zu 20 Jahren, bis solch eine Region wieder eine Panda-Population ernährt.
In früheren Zeiten stellte das die Tiere vor keine allzu großen Probleme. Sie zogen einfach weiter in eine andere Region, in der der
Bambus noch kräftig wuchs.
Mittlerweile leben die Tiere aber nur noch in sechs von einander getrennten Bereichen, die durch Siedlungen,
Straßen und landwirtschaftlich genutzte Flächen getrennt werden, so daß eine Wanderung unmöglich geworden ist.
Obwohl der Panda unter Schutz steht und Wilderei mit der Todesstrafe geahndet wird, droht auch hier immer noch Gefahr vom Menschen,
denn ein einziges Pandafell bringt in Japan stolze 20.000 US Dollar ein.
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