Kohlmeise Parus major


Kohlmeise

Klasse: Aves (Vögel) Kohlmeise
Fotos:
Hans Henning Klein
Ordnung: Passeriformes (Sperlingsvögel)
Familie: Paridae (Meisen)
Gattung: Parus (Meisen)
Art: Parus major
Verbreitung: Europa, Asien und Nordwestafrika
Lebensraum: Laub- und Mischwälder, Parks und Gärten
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 14 cm
Gewicht: 16 – 21 g
Fortpflanzung: Die Brutzeit der Kohlmeisen beginnt Ende April oder Anfang Mai. Die Vögel brüten in Baumhöhlen und Mauerritzen, nehmen aber auch gerne künstliche Nisthöhlen an. Das Nest wird aus Grashalmen und lockerem Moos erbaut. Die Nestmulde wird anschließend mit allerlei Haaren gepolstert. In den Wäldern bevorzugen die Meisen dabei Rehhaare, in der Nähe menschlicher Siedlungen zupfen sie aber auch Fäden aus wolligen Teppichen oder sammeln Hundehaare ein.

Das Weibchen legt dabei 4 – 12 (normalerweise 6 – 8) Eier. Die Eier sind glänzend weiß und tragen rosafarbene oder rote Flecken. Die Eier werden ausschließlich vom Weibchen bebrütet. Das Männchen versorgt seine Partnerin während dieser Zeit mit Nahrung. Nach rund 13 Tagen schlüpfen die noch nackten und blinden Nestlinge. Nach acht bis neun Tagen öffnet der Nachwuchs die Augen und verfügt nun auch schon über ein Federkleid.
Die Aufzucht der Brut bedeutet für beide Elternteile nun viel Arbeit, müssen doch etwa 10.000 Raupen zum Nest gebracht werden, damit die hungrige Schar wächst und gedeiht. Nach 16 bis 22 Tagen verlassen die Jungmeisen dann das Nest, werden aber noch weitere zwei bis vier Wochen von ihren Eltern gefüttert. So ist in unseren Gärten häufig das drollige Bild der um Futter bettelnden jungen Meisen zu sehen. Die Jungvögel zittern dabei mit den leicht gespreizten Flügeln und verfolgen ihre Eltern mit weit geöffnetem Schnabel. Nicht selten sehen die Jungen dabei wesentlich runder und kräftiger aus, als die vom vielen Füttern gebeutelten Altvögel. In Abhängigkeit von Wetter und Futterangebot ziehen Kohlmeisen unter Umständen ab Mitte Juni eine zweite Brut groß.

 

Kohlmeise Kohlmeisen sind die größten in Europa vorkommenden Meisen. Durch den auffallend gelben Bauch und das schwarze Band über Brust und Bauch ist die Kohlmeise kaum mit anderen Vögeln zu verwechseln. Schwierig dagegen ist es, die Kohlmeise an ihrem Gesang zu erkennen. Da die Vögel über einen sehr variablen Gesang verfügen und oft auch andere Meisenarten imitieren, braucht es schon etwas Übung, um den arttypischen Klang herauszuhören. Die Kohlmeise ernährt sich zwar auch von Samen und Früchten, sammelt aber im Sommer hauptsächlich Insekten, Larven, Spinnen, Schnecken und andere Kleintiere.

Da die Meisen die Nähe menschlicher Behausungen nicht fürchten, ist ein brütendes Meisenpaar willkommene Gesellschaft für jeden Gartenliebhaber. Die emsigen Vögel turnen auf der Suche nach Nahrung den ganzen Tag geschickt durch Geäst und Sträucher. Die Meisen ersparen damit dem Hobbygärtner so manche Sprühaktion mit Gift gegen Blattläuse und ähnliche Schädlinge. Hochrechnungen ergaben, daß ein Meisenpaar in einem Sommer mit zwei Brutgelegenheiten zusammen mit seinen Nachkommen über 50 Kg Insekten und Kleintiere aller Art vertilgen.

Um die Insektenvertilger im eigenen Garten anzusiedeln, genügt eigentlich die Anbringung eines Nistkastens. Dabei ist auf folgendes zu achten:

  • Der Nistkasten (Eigenbau oder aus dem Fachhandel) sollte aus Holz bestehen.
  • Der Nistkasten sollte für Katzen oder Marder schwer erreichbar sein.
  • Das Einflugloch sollte möglichst nicht gegen den Wind zeigen.
  • Wenn der Nistkasten an einen Baum genagelt wird (Kabelbinder sind besser!), sollten Aluminiumnägel verwendet werden. Alle anderen Nagelarten schaden dem Baum!
  • Der Nistkasten muß zwischen zwei Bruten gereinigt werden, damit die Altvögel ein zweites Mal brüten können.
  • Der Nistkasten muß vor Winter noch einmal gereinigt werden, da viele Vögel die Kästen im Winter als Schlafquartier verwenden.

Wer sich den Umgang mit Säge und Schraubendreher zutraut, findet hier einen Bauplan für einen einfachen Nistkasten.

Kohlmeise
Kohlmeise
Kohlmeise
Processing your request, Please wait....
4 Responses
  1. Joachim Zulauf says:

    Hallo Hallo
    Wir haben 3 Nistkästen für Kohlmeisen 2 am Haus kasten in einer Haselnußhecke einer der Kästen ist midesten jedes Jahr bewohnt Nun im 4.Jahr infolg ist die Brut eingegeangen. in diesem Jahr waren die Jungvögel fast am ausfliegen seit 3 Tagen ist keine bewegung zu verzeichnen nach öffnen des Kasten,
    wurden die Jungvögel verendet vorgefunden.

    Frage warum weshalb sterben die Jungvögel bei uns im Garten wird nicht mit Pestiziede gearbeitet.
    für eine Rückantwort bin ich dankbar für veresserungs Vorschläge ebenfals.

    mit freundlichem Gruß Joachim Zulauf.

  2. Helga Fabick says:

    Toll diese Meisenreportage. Bei mir im Garten sind heute -13.5.- sieben Meisen ausgeflogen. Putzmunter!
    Voriges Jahr war der Nistkasten unbesetzt, obwohl er gründlich sauber war. Im Winter hatten oft Meisen übernachtet, danach erneute Reinigung – und siehe da! Ich bin glücklich.

  3. Roland Schmidt says:

    sehr gute Informationen, danke!
    Mir hatte ein Vogelfreund geraten, unseren Brutkasten (geschützte Balkonlage unterm Dach) wegen der Schlafnutzung im Winter gerade nicht zu reinigen. Daher meine Frage: Wenn man reinigt, schlafen die Meisen dann auf dem blanken Holz ….? Ist es das “Elternpaar”, das den Brutkasten weiter benutzt?
    Vielleicht können Sie mir antworten?

    MfG
    R.Schmidt
    88239 Wangen i. Allgäu

  4. lala says:

    es war sehr hilfreich für mich

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Auch interessantclose