Koala Phascolarctos cinereus


Koala Phascolarctos cinereus
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Koala

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Koala
Fotos: Fort Worth Zoo
Ordnung: Marsupialia (Beuteltiere)
Familie: Phascolarctidae (Koalas)
Gattung: Phascolarctos (Koalas)
Art: Phascolarctos cinereus
Alias: Beutelbär
Verbreitung: Waldland an der Ostküste Australiens
Lebensraum: Eukalyptuswälder und Waldland
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 80 cm
Gewicht (Männchen): 11 kg
Gewicht (Weibchen): 8 kg
Fortpflanzung: Die Paarungszeit der Koalas ist, je nach Region, von Oktober bis April. Bei den Koalas bestimmt das Weibchen den Zeitpunkt der Fortpflanzung. Die Bereitschaft zur Zeugung von Nachwuchs ist aber davon abhängig, ob das Junge vom Vorjahr bereits entwöhnt ist. Dies ist rund 12 Monate nach der Geburt der Fall. Erst dann läßt das Weibchen sich auf eine erneute Paarung ein. Das Liebesspiel der Tiere ist, ganz im Gegensatz zu ihrem Kuschelbärenimage mit recht viel Kratzen und Beißen verbunden. Nach einer Tragezeit von nur 35 Tagen wird der Nachwuchs geboren. Das kaum 2cm große und nur 0,5 g schwere Junge legt den langen Weg in den Beutel der Mutter ohne Hilfe zurück. Dort angekommen saugt sich das Jungtier an der Zitze fest, worauf diese Anschwillt und so ein Abrutschen des Koalababys verhindert. Diese Verbindung dauert ungefähr 13 Wochen. Im Alter von 22 Wochen öffnen sich die Augen und das Junge riskiert schon mal einen Blick außerhalb des Beutels. Nach etwa 30 Wochen verbringt das Junge bereits längere Zeit außerhalb des Beutels und mit 36 Wochen ist die Zeit im schutzbringenden Beutel der Mutter endgültig vorbei. Junge Weibchen sind nach 2 Jahren ausgewachsen und besitzen ein eigenes Revier. Die männlichen Jungtiere müssen sich, am Rande der Koala-Kolonie lebend, häufig mit minderwertigem Futter begnügen und erreichen die Geschlechtsreife dementsprechend langsamer. Sie sind häufig erst im Alter von 5 Jahren völlig ausgewachsen.

 

Koala Der Koala ist speziell an das Leben in den Bäumen angepaßt. Im Gegensatz zu vielen anderen Baumbewohnern bewegen sich Koalas recht langsam. Obwohl kein langer Schwanz zum Balancieren zur Verfügung steht, verhelfen ihnen die spezialisierten Hände und Füße mit den ausgeprägten Klauen zu großer Sicherheit beim Klettern. Die rauhen Hand- bzw. Fußflächen verhindern ein Abrutschen der Tiere. Da sowohl der Daumen als auch der Zeigefinger den anderen Fingern entgegengestellt sind, ist der Griff einer Koalahand um einen Ast sehr fest.
Koala Das Fell der Koalas ist in seiner Struktur einzigartig. Es versetzt die Tiere in die Lage, auch extreme Temperaturen, ob nun heiß oder kalt, zu ertragen. Diese Eigenschaft hat den Tieren eine gnadenlose Jagd von seiten der Menschen eingetragen. Koalas kennen nur wenige natürliche Feinde. Dadurch ist ihr Fluchttrieb relativ gering ausgebildet, was dazu führte, das man die Tiere im wahrsten Sinne des Wortes einfach abknallen konnte. Obwohl bereits seit langer Zeit in allen australischen Bundesländern unter Schutz gestellt, konnte sich der Bestand bis heute nicht von diesem Massenschlachten erhohlen. Mittlerweile sind die Tiere zwar nicht mehr durch die direkte Jagd bedroht, dafür schrumpfen die Populationen heutzutage durch die immer weiter fortschreitende Einschränkung ihres Lebensraumes.
Koala Die Ernährung der Koalas ist so spezialisiert, wie ihre sonstige Lebensweise. So ernähren sich die Tiere haupsächlich, wenn auch nicht ausschließlich, von Eucalyptusblättern. Hierbei sind die Tiere auch noch extrem wählerisch. Innerhalb eines begrenzten Gebietes werden von den Tieren nur zwei oder drei Sorten Eucalyptus zur Nahrungsaufnahme genutzt. Da Eucalyptus eine hohe Konzentration von ätherischen Ölen, Phenolen und giftigen Substanzen enthält bevorzugen die Tiere junge Blätter, da deren Gehalt an giftigen Substanzen noch relativ gering ist. Etwa ein Viertel ihres Lebens nutzen Koalas zur Nahrungssuche. Die übrige Zeit schlafen oder ruhen die Tiere. Dieser extrem langsame Lebensstil mit dem damit verbundenen geringen Energiebedarf erlaubt den Koalas erst, sich so sehr auf Eucalyptus zu spezialisieren. Um der einseitigen Ernährung genügend Energie zu entziehen, wird der Nahrungsbrei im Blinddarm der Koalas eine regelrechten Gärung unterworfen. Die Mikroorganismen, die diese Gärung bewirken, sind nicht bereits bei der Geburt im Darm vorhanden, sondern werden mit einer als „Papp“ bezeichneten Nahrung von der Mutter übernommen. Papp ist eine ganz besondere Art von Kot. Im Gegensatz zu den sonst harten und trockenen Kotpillen ist diese Zusatznahrung recht weich. Der Sprößling erreicht diese Pillen, in dem er während der Umstellung von Milch auf Blattnahrung den Afterbereich der Koalamutter mit Pfoten und Schnauze massiert, worauf die Mutter diesen Brei ausscheidet.

 

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2 Responses
  1. Karl Wagner says:

    Diese Seite ist einfach wunderbar. Ich muss in Biologie einen Hefter anfertigen über einen Koala. Ich habe ewig nach einer Seite gesucht bis ich auf diese hier gekommen bin MEINE RETTUNG.

  2. dodo says:

    sehr gute seite

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