Jaguar Panthera onca


Jaguar Panthera onca
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Jaguar

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Jaguar
Fotos:
Ordnung: Carnivora (Fleischfresser)
Familie: Felidae (Echte Katzen)
Gattung: Panthera (Großkatzen)
Art: Panthera onca
Verbreitung: Süden der USA, Mittelamerika und weite Teile von Südamerika
Lebensraum: tropischer Regenwald
Maße und Gewichte: Kopf-Rumpflänge: bis zu 170 cm
Schwanzlänge: bis zu 60 cm
Gewicht: bis 140 kg (Männchen)
Fortpflanzung: Jaguar Die Paarungszeit der Jaguare ist das ganze Jahr über. Nur in den nördlichen Verbreitungsgebieten schränkt sich die Paarungszeit auf den Frühling ein. Nach einer Tragezeit von 92 – 96 Tagen werden zwischen 2 und 4 Jungen geworfen. Diese werden etwa 3 Monate lang gesäugt, bleiben aber rund 2 Jahre bis zur Geschlechtsreife bei ihrer Mutter. Jaguare werden im Durchschnitt 10 bis 12, in Ausnahmefällen bis zu 20 Jahre alt.

 

Jaguar Der Jaguar ist ein typischer Einzelgänger. Nur während der kurzen Paarungszeit bilden Männchen und Weibchen ein Paar. Die Fellfarbe der größten südamerikanischen Katze variiert von hellgelb bis rötlichbraun mit vielen dunklen Flecken, die in Kreisen angeordnet sind. In der Mitte eines jeden Fleckenkreises finden sich ebenfalls wieder Flecken. Daran läßt sich der Jaguar vom Leoparden unterscheiden. Eine Besonderheit bilden dann noch die gänzlich schwarzen Jaguare. Diese im Volksmund als Panther bekannte Art des Jaguar ist allerdings nur scheinbar völlig schwarz. Bei der richtigen Beleuchtung kann man auch bei diesen Tieren die Fleckenzeichnung innerhalb des sehr dunklen Fells erkennen. Der Name Jaguar leitet sich von „Jag War“ ab, dem Namen, den die Eingeborenen Süd-Amerikas die kräftigen Raubkatze gegeben haben. Frei übersetzt bedeutet „Jag War“ soviel wie „Der im Fliegen jagt“.

Jaguar Der Jaguar lebt in der Regel in der Nähe von Flüssen oder Wasserflächen und ist ein guter Schwimmer. Er jagt sowohl im Wasser, wie auch am Boden und in den Bäumen. Nach neueren Erkenntnissen erlegen Jaguare über 85 verschiedene Tierarten. Von großen Beutetieren wie Pekaris, Tapire und Hirsche über Pakas, Capybaras, Tamanduas bis hin zu Gürteltieren, Leguane und Vögel gehören zu seiner Beute. In den Flüssen fängt die gewandte Raubkatze auch Kaimane, Schildkröten und sogar Fische. Als einzige Vertreter der Großkatzen töten Jaguare ihre Beute dadurch, daß sie mit den Eckzähnen, den sogenannten Fangzähnen (dies sind nicht die Reißzähne) den Schädel des Opfers „aufknacken“. Dieselbe Technik nutzt der Jaguar auch beim Erlegen von Schildkröten, so daß selbst diese gut gepanzerten Reptilien kaum eine Chance haben.

Jaguar In der Nähe von menschlichen Siedlungen kann er auch schon mal ein Nutztier jagen. Er hat als Folge davon vielerorts den schlechten Ruf eines Viehdiebes und wird massiv bekämpft. Obwohl der Handel mit Jaguarfellen durch das Washingtoner Artenschutzabkommen stark eingeschränkt wurde, fallen immer noch Tiere den Wilderern zum Opfer, denn der Schwarzhandel mit den begehrten Fellen verspricht lukrative Gewinne. Diese Bejagung zusammen mit der rasanten Abholzung der lateinamerikanischen Regenwälder hat dazu geführt, daß der Jaguar aus vielen Gebieten bereits völlig verschwunden ist. Zwar liegen den Fachleuten keine gesicherten Bestandszahlen vor, doch ist man sich darüber einig, daß der Jaguar im Rückgang begriffen ist. So wird es auch bei dieser großartigen Katze nur eine Frage der Zeit sein, bis sie endgültig aus den letzten verbliebenen Regenwäldern Südamerikas verschwunden sein wird.

 

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