Grizzlybär Ursus arctos horribilis Braunbär


Grizzlybär

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Grizzlybär
Fotos:
Ordnung: Carnivora (Fleischfresser)
Familie: Ursidae (Bären)
Gattung: Ursus (Bären)
Art: Ursus arctos (Braunbären)
Unterart: Ursus arctos horribilis
Verbreitung: nördliche USA, Alaska sowie im kanadischen Yukongebiet
Lebensraum: Wälder und Tundra
Maße und Gewichte: Körperlänge: 150 bis 250 cm
Schulterhöhe: bis 150 cm
Gewicht: 175 bis 400 kg
Schwanzlänge: 10 – 12 cm
Geschwindigkeit (Kurzstrecken): bis 64 km/h
Fortpflanzung: Die Paarungszeit der Grizzlybären fällt in die Sommermonate Juni und Juli. Nach der Befruchtung macht das Ei aber erst einmal eine Ruhepause von ca. 5 Monaten durch. Dadurch wird sicher gestellt, daß der Nachwuchs während der Winterruhephase der Bärin zur Welt kommt. Im November oder Dezember beginnt das befruchtete Ei damit, sich zu entwickeln. Nach einer Tragezeit von dann nur noch 2 Monaten werden im Januar oder Februar ein bis drei Junge geboren. Das Neugeborene ist im Vergleich zu seiner Mutter ein absoluter Winzling. Gerade mal 30 cm lang und im Mittel rund 350 g schwer ist das Bärenbaby bei der Geburt. Der Kleine ist dann erst sehr spärlich behaart sowie blind und taub. Im Alter von 30 bis 32 Tagen öffnen die Jungen die Augen. Aufgrund der äußerst fetthaltigen Muttermilch wächst der Nachwuchs aber rasch heran und kann bereits im April oder Mai zusammen mit seiner Mutter das Winterlager verlassen. Bärenjungen bleiben dann noch zwei bis drei Jahre bei ihrer Mutter, um all das zu lernen, was ein Bär zum Überleben wissen muß. Grizzlys können in freier Wildbahn ein Alter von rund 30 Jahren erreichen.

 

Grizzlybär Der Grizzlybär ist, von Weibchen mit ihren Jungen einmal abgesehen, ein Einzelgänger. Die Fellfärbung der Tiere reicht von Grautönen über Gelb- und Dunkelbraun bis hin zu Schwarzbraun. Wie alle Braunbären beansprucht auch der Grizzly ein festes Wohngebiet. Die Größe seines Territoriums hängt stark von der verfügbaren Nahrung ab und kann von zehn bis hin zu tausend Quadratkilometer umfassen. Ganz im Gegensatz zu den Märchen und Legenden vom fürchterlichen Grizzly leben diese Tiere allerdings vorwiegend von vegetarischer Nahrung. Neben Kräutern, Wurzeln, Beeren und Knollen nehmen die Tiere aber auch Aas oder sogar menschliche Abfälle als Nahrung an. Einmal im Jahr, wenn die Lachse die Flüsse hinauf zu den Laichplätzen wandern, gibt es für die Bären aber nur eine Nahrung: Fisch.

Grizzlys bewegen sich üblicherweise in einem gemächlichen Trott auf allen Vieren voran. Von vielen Menschen wird daher seine Geschwindigkeit sehr unterschätzt. So ein Bär kann beim Angriff oder auf der Flucht über kurze Strecken eine Geschwindigkeit von über 60 km/h erreichen. Ebenso wie wir Menschen ist der Grizzly ein Sohlengänger, das heißt, er tritt mit der ganzen Fläche seiner Pranken auf. Jeder Fuß besitzt 5 Zehen die jeweils in einer langen, nicht zurückziehbaren Kralle enden. Die Vorderpranken setzt der Grizzly recht geschickt als Werkzeug ein. Mit Ihnen streckt er Beute nieder, angelt nach Lachsen, dreht auf der Suche nach Futter Steine um oder gräbt sich damit eine Erdhöhle für die Winterruhe. Fühlt der Grizzly sich gestört, erhebt er sich auf seine Hinterbeine, um seine Umgebung besser zu überblicken. Er kann in dieser Haltung sogar einige Schritte gehen.

Einen echten Winterschlaf wie zum Beispiel unser einheimischer Igel hält der Grizzly nicht. Er verbringt zwar die kalte und damit futterarme Jahreszeit schlafend in einer Felsspalte oder einer Erdhöhle, wacht aber während des Winters immer wieder mal auf. Meist durch den Hunger geweckt, unternimmt der Bär dann einen Streifzug zur Nahrungssuche. Sobald er gesättigt ist, kehrt er an seinen Ruheplatz zurück und schläft wieder ein.

Durch die Einschränkung seines Lebensraumes und die Jagd durch den Menschen ist der Grizzlybär in seinem Bestand gefährdet. Vor allem während der Lachssaison kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Bären und Anglern. Sobald ein sogenannter Sportfischer, der in der Regel gut bewaffnet ist, hierbei die Nerven verliert, gibt es wieder einmal einen toten Bären mehr zu beklagen.

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