Eisvogel Alcedo atthis Kingfisher Martin pêcheur


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Eisvogel

Klasse: Aves (Vögel) Eisvogel
Fotos:
Martin Partsch
Ordnung: Coraciiformes (Rackenvögel)
Familie: Alcedinidae (Eisvögel)
Gattung: Alcedo (eurasische Eisvögel)
Art: Alcedo atthis
englisch Kingfisher
französisch Martin pêcheur
Verbreitung: Europa, Asien und Nordafrika
Lebensraum: Bäche, Flüsse, Kanäle, Seen und Marschland
Maße und Gewichte: Körperlänge: 15 – 17 cm
Gewicht: ca. 40g
Spannweite: 25 cm
Fortpflanzung: Eisvögel brüten von April bis einschließlich September. In dieser Zeit ziehen die Altvögel zwei, in guten Jahren auch drei Bruten groß. Die Vögel nisten in Höhlen, welche sie selbst mit dem Schnabel in lehmige oder sandige Uferböschungen graben. Die Höhlen sind in der Regel 50 – 100 cm lang und enden in einem erweiterten Brutkessel.

Ein Gelege besteht im Schnitt aus sechs bis sieben weißen Eiern, welche 19 bis 21 Tage lang von beiden Altvögeln bebrütet werden. Die Nestlinge verbringen weitere 23 bis 27 Tage im Nest, bevor sie zu ersten Erkundungen starten. Beim Füttern der Jungen bilden die Eisvögel eine Ausnahme. Im Gegensatz zu den meisten Vogelarten, bei denen das stärkste Junge die meiste Nahrung erhält, stellen sich hier die Jungvögel in Reih und Glied auf. Hat ein Junges einen Happen erhalten, stellt es sich wieder ganz hinten in der Schlange an. Die Geschlechtsreife erreichen Eisvögel im Alter von einem Jahr, ihre durchschnittliche Lebenserwartung beträgt nur zwei Jahre.

 

Eisvogel Eisvögel finden sich an klaren, flachen Gewässern mit ausreichendem Fischbestand. Das Revier eines Vogels umfaßt dabei im Schnitt eine drei bis vier Kilometer lange Uferstrecke.

Eisvogel Für eine erfolgreiche Jagd sind flache Stellen mit möglichst überhängenden Zweigen notwendig. Eisvögel lauern den Fischen gerne auf solchen Zweigen auf. Von dort stürzen sie sich dann mit angelegten Flügeln fast senkrecht ins Wasser. Haben sie eine Beute gefaßt, schlagen sie unter Wasser mit den Flügeln, um wieder an die Oberfläche zu gelangen und von dort zurück zu ihrem Beobachtungsposten zu fliegen. Der erbeutete Fisch wird meist erst dann getötet, indem dessen Kopf gegen Zweige oder Äste geschlagen wird. Anschließend wird der ganze Fisch mit dem Kopf voran geschluckt.

Durch die Begradigung unserer Fließgewässer werden Lebensraum und Brutmöglichkeiten der bunten Vögel täglich eingeengt. Auch die Wasserverschmutzung durch den Menschen hat starke Auswirkungen auf die Population, da der Eisvogel auf klare und fischreiche Gewässer als Nahrungsgrundlage angewiesen ist. In den letzten Jahren hat es den Anschein, das die Vögel deshalb immer öfter auf stehende Gewässer ausweichen. Da sie dabei unweigerlich auf Zuchtfischteiche oder Gartenteiche stoßen, werden die Vögel immer wieder von Menschen als „Schädlinge“ vertrieben oder gejagt.

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